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voestalpine entwickelt sich dynamisch - 1,375% Senior Anleihe 2024 mit Potenzial
13.02.18 12:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) empfehlen die in 2024 fällige 1,375% Senior Anleihe (ISIN AT0000A1Y3P7 / WKN A19PQR) der voestalpine AG auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zum Kauf.
Die ungebrochen positive konjunkturelle Lage der europäischen Automobilindustrie habe sich einmal mehr als einer der Haupttreiber für die zuletzt dynamische Entwicklung der voestalpine erwiesen. Nach Ablauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017/18 seien die Umsatzerlöse des Unternehmens um 16,8% auf EUR 9.460 Mio. gestiegen. Obschon alle vier Segmente positive Umsatzentwicklungen berichtet hätten, habe die Steel Division mit einem Plus von 28,5% besonders hervorgestochen. Hier hätten nach den Mengenzuwächsen im Vorjahr deutliche Preissteigerungen erzielt werden können. Hintergründig hierfür seien unter anderem eine hohe Nachfrage nach Flachstahl sowie gestiegene Rohstoffkosten gewesen.
Darüber hinaus hätten sich Produkt- und Prozessoptimierungen sowie der Wegfall von Anlaufverlusten in der im Vorjahr hochgefahrenen Direktreduktionsanlage positiv auf das operative Ergebnis des Segments ausgewirkt. Getragen durch die hohe Profitabilität der Steel Division sei das EBITDA auf Unternehmensebene überproportional stark um 32,5% auf EUR 1.406 Mio. gestiegen, was einen Margenanstieg von 13,1% auf 14,9% impliziere. Ohne die leichten Margenrückgänge in den Segmenten Metal Engineering (hoher Wettbewerbs- und Preisdruck bei Schienentechnik) und Metal Forming (Hochlauf bei Automotive Projekten) wäre ein noch stärkerer Anstieg möglich gewesen.
Nachdem konzernweit auch die Abschreibungen nur unterproportional gestiegen seien, habe das EBIT mit einem Plus von 53,1% auf EUR 835 Mio. regelrecht explodiert. In der Bilanz habe sich ein Rückgang der Nettoverschuldung um 5% auf EUR 3.370 Mio. beobachten lassen. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sei von 2,5x im Vorjahr auf nunmehr 1,9x gesunken. Nachdem das Investitionsvolumen wie erwartet zurückgefahren worden sei, habe auch der Free Cashflow von EUR -112 Mio. auf EUR 34,3 Mio. in positives Terrain gedreht und dürfte im Schlussquartal aufgrund von geplanten Working Capital Freisetzungen nochmals deutlich anziehen.
Die Politik der derzeitigen US-Administration erweise sich für das Unternehmen als Fluch und Segen zugleich. Während sich die Steuerreform leicht positiv im Nettoergebnis des kommenden Geschäftsjahres niederschlagen werde, sorge die unberechenbare Handelspolitik weiterhin für Unsicherheit im ganzen Sektor. In Relation zum Wettbewerb sehen die Analysten der RBI die voestalpine hier aber aufgrund des weniger leicht substituierbaren Produktportfolios und der jüngsten Investitionen in den USA verhältnismäßig gut gewappnet. In Europa schätzen die Analysten der RBI den geplanten Zusammenschluss der Stahlaktivitäten von Tata und thyssenkrupp zum zweitgrößten europäischen Stahlhersteller neutral bis leicht positiv für die voestalpine ein.
Der Refinanzierungsdruck dürfte nach der erfolgreichen Platzierung der 1,375% Senior Anleihe im September 2017 auf absehbare Zeit gering bleiben. Angesichts des anhaltend positiven konjunkturellen Umfelds und des nach den Großinvestitionen der Vorjahre mittlerweile reduzierten Investitionsbudgets scheint den Berechnungen der Analysten der RBI zufolge eine Refinanzierung der im Oktober 2018 fälligen, 4,0% Senior Anleihe (ISIN XS0838764685 / WKN A1HAT4) aus eigenen Mitteln nicht unrealistisch. Nachfragseitig dürften sich potenzielle Spill-Over Effekte aus dem (volumenmäßig verringerten) Anleihe-Ankaufprogramm der EZB zunehmend reduzieren.
Aus dem Anleiheuniversum der voestalpine halten die Analysten der RBI die on-the-run 1,375% 2024er Senior Anleihe derzeit für chancenreich. Der Bond weise gegenüber der Fair Value Kurve der von den Analysten angenommenen BBB Rating-Peergroup einen nicht zu verkennenden Spread-Pick-Up auf und dürfte aufgrund des Benchmarkformats vor allem im Vergleich zur 2,25% 2021er Senior Anleihe (ISIN AT0000A19S18 / WKN A1ZQ4U) - auch in einem volatileren Marktumfeld - deutlich liquider gehandelt werden.
Die Analysten der RBI empfehlen die besagte 1,375% 2024er Senior Anleihe auf Sicht von sechs Monaten und auf Total Return Basis (Benchmark: ICE BofAML Euro Non-Financial Index) zum Kauf. (13.02.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die ungebrochen positive konjunkturelle Lage der europäischen Automobilindustrie habe sich einmal mehr als einer der Haupttreiber für die zuletzt dynamische Entwicklung der voestalpine erwiesen. Nach Ablauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017/18 seien die Umsatzerlöse des Unternehmens um 16,8% auf EUR 9.460 Mio. gestiegen. Obschon alle vier Segmente positive Umsatzentwicklungen berichtet hätten, habe die Steel Division mit einem Plus von 28,5% besonders hervorgestochen. Hier hätten nach den Mengenzuwächsen im Vorjahr deutliche Preissteigerungen erzielt werden können. Hintergründig hierfür seien unter anderem eine hohe Nachfrage nach Flachstahl sowie gestiegene Rohstoffkosten gewesen.
Darüber hinaus hätten sich Produkt- und Prozessoptimierungen sowie der Wegfall von Anlaufverlusten in der im Vorjahr hochgefahrenen Direktreduktionsanlage positiv auf das operative Ergebnis des Segments ausgewirkt. Getragen durch die hohe Profitabilität der Steel Division sei das EBITDA auf Unternehmensebene überproportional stark um 32,5% auf EUR 1.406 Mio. gestiegen, was einen Margenanstieg von 13,1% auf 14,9% impliziere. Ohne die leichten Margenrückgänge in den Segmenten Metal Engineering (hoher Wettbewerbs- und Preisdruck bei Schienentechnik) und Metal Forming (Hochlauf bei Automotive Projekten) wäre ein noch stärkerer Anstieg möglich gewesen.
Nachdem konzernweit auch die Abschreibungen nur unterproportional gestiegen seien, habe das EBIT mit einem Plus von 53,1% auf EUR 835 Mio. regelrecht explodiert. In der Bilanz habe sich ein Rückgang der Nettoverschuldung um 5% auf EUR 3.370 Mio. beobachten lassen. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sei von 2,5x im Vorjahr auf nunmehr 1,9x gesunken. Nachdem das Investitionsvolumen wie erwartet zurückgefahren worden sei, habe auch der Free Cashflow von EUR -112 Mio. auf EUR 34,3 Mio. in positives Terrain gedreht und dürfte im Schlussquartal aufgrund von geplanten Working Capital Freisetzungen nochmals deutlich anziehen.
Der Refinanzierungsdruck dürfte nach der erfolgreichen Platzierung der 1,375% Senior Anleihe im September 2017 auf absehbare Zeit gering bleiben. Angesichts des anhaltend positiven konjunkturellen Umfelds und des nach den Großinvestitionen der Vorjahre mittlerweile reduzierten Investitionsbudgets scheint den Berechnungen der Analysten der RBI zufolge eine Refinanzierung der im Oktober 2018 fälligen, 4,0% Senior Anleihe (ISIN XS0838764685 / WKN A1HAT4) aus eigenen Mitteln nicht unrealistisch. Nachfragseitig dürften sich potenzielle Spill-Over Effekte aus dem (volumenmäßig verringerten) Anleihe-Ankaufprogramm der EZB zunehmend reduzieren.
Aus dem Anleiheuniversum der voestalpine halten die Analysten der RBI die on-the-run 1,375% 2024er Senior Anleihe derzeit für chancenreich. Der Bond weise gegenüber der Fair Value Kurve der von den Analysten angenommenen BBB Rating-Peergroup einen nicht zu verkennenden Spread-Pick-Up auf und dürfte aufgrund des Benchmarkformats vor allem im Vergleich zur 2,25% 2021er Senior Anleihe (ISIN AT0000A19S18 / WKN A1ZQ4U) - auch in einem volatileren Marktumfeld - deutlich liquider gehandelt werden.
Die Analysten der RBI empfehlen die besagte 1,375% 2024er Senior Anleihe auf Sicht von sechs Monaten und auf Total Return Basis (Benchmark: ICE BofAML Euro Non-Financial Index) zum Kauf. (13.02.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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