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voestalpine: Politik der US-Administration als Fluch und Segen - 1,375% Anleihe 2024er kaufen!
15.06.18 11:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI) raten die in 2024 fällige 1,375% Anleihe (ISIN AT0000A1Y3P7 / WKN A19PQR) der voestalpine AG auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zu kaufen.
Die voestalpine AG (voestalpine) sei ein weltweit agierender Technologie- und Industriegüterkonzern. Der Konzern sei einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der weltweiten Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine sei Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Das Unternehmen mit Sitz in Linz beschäftige 50.700 Mitarbeiter in über 500 Kon-zerngesellschaften weltweit.
Nach Ablauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017/18 seien die Umsatzerlöse des Unternehmens um 16,8% auf EUR 9.460 Mio. gestiegen. Als einer der Haupttreiber für diese dynamische Entwicklung habe sich einmal mehr die ungebrochen positive konjunkturelle Lage in der europäischen Automobilindustrie erwiesen. Obschon alle vier Segmente positive Umsatzentwicklungen berichtet hätten, habe die Steel Division mit einem Plus von 28,5% besonders hervorgestochen. Nach den Mengenzuwächsen im Vorjahr hätten hier deutliche Preissteigerungen erzielt werden können, was sich unter anderem auf eine hohe Nachfrage nach Flachstahl sowie gestiegene Rohstoffkosten habe zurückführen lassen. Gestützt durch die hohe Profitabilität der Steel Division sei das EBITDA auf Unternehmensebene überproportional stark um 32,5% auf EUR 1.406 Mio. gestiegen.
In der Bilanz habe sich ein Rückgang der Nettoverschuldung um 5% auf EUR 3.370 Mio. beobachten lassen. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sei von 2,5x im Vorjahr auf nunmehr 1,9x spürbar gesunken. Nachdem das Investitionsvolumen wie erwartet zurückgefahren worden sei, habe auch der Free Cashflow von EUR -112 Mio. auf EUR 34,3 Mio. in positives Terrain gedreht und dürfte aufgrund von geplanten Working Capital Freisetzungen im 4. Quartal nochmals deutlich anziehen. Fundamental würden die Analysten der RBI das Unternehmen auf Basis ihrer RBI/Raiffeisen RESEARCH-Methodologie zur Ratingeinschätzung mit einem potenziellen Rating von BBB unverändert klar im Investment Grade-Segment einordnen.
Die Politik der derzeitigen US-Administration erweise sich für das Unternehmen als Fluch und Segen zugleich. Während sich die Steuerreform leicht positiv im Nettoergebnis des kommenden Geschäftsjahres niederschlagen werde, sorge die unberechenbare Handelspolitik weiterhin für Unsicherheit im ganzen Sektor. Nach Angaben von CEO Wolfgang Eder habe die voestalpine zuletzt Umsatzerlöse in Höhe von rund EUR 1 Mrd. in den USA generiert. Davon seien rund zwei Drittel auf inländische Wertschöpfung an den 49 Standorten entfallen, womit das potenzielle Exposure rund 3% des Jahresumsatzes betrage. Wenngleich die Analysten der RBI die direkten Effekte einer potenziell restriktiveren US-Handelspolitik für die voestalpine als eher gering betrachten, dürften mittelfristig vor allem schwer quantifizierbare indirekte Auswirkungen Risiken bergen.
Die Analysten der RBI empfehlen die in 2024 fällige 1,375% Anleihe der voestalpine AG auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zum Kauf. (Ausgabe vom 17.05.2018) (15.06.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die voestalpine AG (voestalpine) sei ein weltweit agierender Technologie- und Industriegüterkonzern. Der Konzern sei einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der weltweiten Öl- und Gasindustrie. Die voestalpine sei Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Das Unternehmen mit Sitz in Linz beschäftige 50.700 Mitarbeiter in über 500 Kon-zerngesellschaften weltweit.
Nach Ablauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2017/18 seien die Umsatzerlöse des Unternehmens um 16,8% auf EUR 9.460 Mio. gestiegen. Als einer der Haupttreiber für diese dynamische Entwicklung habe sich einmal mehr die ungebrochen positive konjunkturelle Lage in der europäischen Automobilindustrie erwiesen. Obschon alle vier Segmente positive Umsatzentwicklungen berichtet hätten, habe die Steel Division mit einem Plus von 28,5% besonders hervorgestochen. Nach den Mengenzuwächsen im Vorjahr hätten hier deutliche Preissteigerungen erzielt werden können, was sich unter anderem auf eine hohe Nachfrage nach Flachstahl sowie gestiegene Rohstoffkosten habe zurückführen lassen. Gestützt durch die hohe Profitabilität der Steel Division sei das EBITDA auf Unternehmensebene überproportional stark um 32,5% auf EUR 1.406 Mio. gestiegen.
Die Politik der derzeitigen US-Administration erweise sich für das Unternehmen als Fluch und Segen zugleich. Während sich die Steuerreform leicht positiv im Nettoergebnis des kommenden Geschäftsjahres niederschlagen werde, sorge die unberechenbare Handelspolitik weiterhin für Unsicherheit im ganzen Sektor. Nach Angaben von CEO Wolfgang Eder habe die voestalpine zuletzt Umsatzerlöse in Höhe von rund EUR 1 Mrd. in den USA generiert. Davon seien rund zwei Drittel auf inländische Wertschöpfung an den 49 Standorten entfallen, womit das potenzielle Exposure rund 3% des Jahresumsatzes betrage. Wenngleich die Analysten der RBI die direkten Effekte einer potenziell restriktiveren US-Handelspolitik für die voestalpine als eher gering betrachten, dürften mittelfristig vor allem schwer quantifizierbare indirekte Auswirkungen Risiken bergen.
Die Analysten der RBI empfehlen die in 2024 fällige 1,375% Anleihe der voestalpine AG auf Total Return Basis und Sicht von sechs Monaten zum Kauf. (Ausgabe vom 17.05.2018) (15.06.2018/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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