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Inflation im Euroraum im Fokus
02.07.24 09:25
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die rechtspopulistische französische Partei Rassemblement National schnitt am Sonntag zwar wie erwartet am stärksten ab, der Vorsprung war am Ende jedoch geringer als befürchtet, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Die Aktienbörsen in Europa hätten es mit Aufschlägen gedankt - allen voran der französische CAC 40 (ISIN: FR0003500008, WKN: 969400) sowie der hoch mit französischen Titeln gewichtete EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814). Auf Sektorenebene seien es die Banken gewesen, welche am positivsten hervorgestochen hätten. Kaum gefragt seien hingegen defensivere Werte. Ähnliches habe auch für den US-Handel gegolten. Der Bankensektor habe sich stark präsentiert, nachdem die namhaften Vertreter wie weitgehend erwartet nach dem bestandenen Stresstest der US-Notenbank angekündigt hätten, die Ausschüttungen erhöhen zu wollen. Konjunkturdaten hätten kaum eine merkliche Rolle gespielt. Der schwächer als erwartet ausgefallener ISM der Industrie habe jedoch abermals die Hoffnung auf geldpolitische Lockerungen genährt. Kein Wunder also, dass die Technologiewerte ebenfalls ganz vorne mitgespielt hätten. Auffallend positiv sei dabei vor allem das Softwaresegment gewesen, welches vor einigen Wochen noch massiv abgestraft worden sei und nun scheinbar zur Gegenbewegung ansetze.
Der positive Trend scheine sich heute Morgen jedoch nicht überall fortzusetzen. In Asien herrsche ein gemischtes Bild und in Europa würden die vorbörslichen Indikationen auf einen Auftakt im Bereich der gestrigen Schlusskurse hindeuten. In den USA sei es heute der letzte volle Handelstag vor dem Nationalfeiertag am 4. Juli. Am Mittwoch finde ein verkürzter Handel statt, während die Börsen am Donnerstag zur Gänze geschlossen bleiben würden.
Datenseitig stehe heute die Inflation im Euroraum auf der Agenda. Alle Aggregate dürften ihre Jahresdynamik vom Mai mehr oder weniger beibehalten und die RBI-Prognose für Juni von 2,5% p.a. spiegele eher Rundungseffekte als eine Verlangsamung der Inflation wider (die Differenz zwischen der Mai-Inflationsrate und der Juni-Prognose der RBI betrage weniger als 5 Basispunkte). Die Kerninflation dürfte 2,8% im Jahresvergleich erreichen. Während das zentrale Szenario der RBI-Prognose zwar auf eine sehr geringe Veränderung der jährlichen Dynamik hindeute, bestehe bei den Dienstleistungspreisen eine gewisse Unsicherheit. Im Mai sei die Dienstleistungsinflation durch die Preise für Pauschalreisen und Flugreisen nach oben getrieben worden, zwei Posten, die in erheblichem Maße von saisonalen Effekten beeinflusst würden, die aber auch über den saisonalen Faktor hinaus notorisch schwanken könnten. Der monatliche Anstieg in diesen beiden Kategorien sei im Mai etwas stärker ausgefallen als erwartet. Sollte es sich dabei um "vorgezogene" Preissteigerungen handeln, könnte die Inflation bei den Dienstleistungen im Juni wiederum niedriger ausfallen als von der RBI prognostiziert, was die Gesamtinflation etwas senken könnte.
Am Rohstoffmarkt habe sich der jüngste Trend fortgesetzt. Die Preise für Öl seien weiter angestiegen, sodass das Barrel der Nordseesorte Brent mittlerweile wieder über USD 85 koste. Gleichzeitig seien die Preise für europäisches Gas kräftiger zurückgegangen. Am Goldmarkt habe es hingegen kaum spürbare Bewegungen gegeben. Ganz anders sei der Handel an den Kryptobörsen verlaufen, wo sich die Käufer wieder auf das Parkett getraut hätten. Bitcoin & Co. hätten deutliche Anstiege verzeichnet und würden den Versuch wagen, aus der jüngsten Seitwärtsphase auszubrechen. (02.07.2024/alc/a/a)
Die Aktienbörsen in Europa hätten es mit Aufschlägen gedankt - allen voran der französische CAC 40 (ISIN: FR0003500008, WKN: 969400) sowie der hoch mit französischen Titeln gewichtete EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814). Auf Sektorenebene seien es die Banken gewesen, welche am positivsten hervorgestochen hätten. Kaum gefragt seien hingegen defensivere Werte. Ähnliches habe auch für den US-Handel gegolten. Der Bankensektor habe sich stark präsentiert, nachdem die namhaften Vertreter wie weitgehend erwartet nach dem bestandenen Stresstest der US-Notenbank angekündigt hätten, die Ausschüttungen erhöhen zu wollen. Konjunkturdaten hätten kaum eine merkliche Rolle gespielt. Der schwächer als erwartet ausgefallener ISM der Industrie habe jedoch abermals die Hoffnung auf geldpolitische Lockerungen genährt. Kein Wunder also, dass die Technologiewerte ebenfalls ganz vorne mitgespielt hätten. Auffallend positiv sei dabei vor allem das Softwaresegment gewesen, welches vor einigen Wochen noch massiv abgestraft worden sei und nun scheinbar zur Gegenbewegung ansetze.
Datenseitig stehe heute die Inflation im Euroraum auf der Agenda. Alle Aggregate dürften ihre Jahresdynamik vom Mai mehr oder weniger beibehalten und die RBI-Prognose für Juni von 2,5% p.a. spiegele eher Rundungseffekte als eine Verlangsamung der Inflation wider (die Differenz zwischen der Mai-Inflationsrate und der Juni-Prognose der RBI betrage weniger als 5 Basispunkte). Die Kerninflation dürfte 2,8% im Jahresvergleich erreichen. Während das zentrale Szenario der RBI-Prognose zwar auf eine sehr geringe Veränderung der jährlichen Dynamik hindeute, bestehe bei den Dienstleistungspreisen eine gewisse Unsicherheit. Im Mai sei die Dienstleistungsinflation durch die Preise für Pauschalreisen und Flugreisen nach oben getrieben worden, zwei Posten, die in erheblichem Maße von saisonalen Effekten beeinflusst würden, die aber auch über den saisonalen Faktor hinaus notorisch schwanken könnten. Der monatliche Anstieg in diesen beiden Kategorien sei im Mai etwas stärker ausgefallen als erwartet. Sollte es sich dabei um "vorgezogene" Preissteigerungen handeln, könnte die Inflation bei den Dienstleistungen im Juni wiederum niedriger ausfallen als von der RBI prognostiziert, was die Gesamtinflation etwas senken könnte.
Am Rohstoffmarkt habe sich der jüngste Trend fortgesetzt. Die Preise für Öl seien weiter angestiegen, sodass das Barrel der Nordseesorte Brent mittlerweile wieder über USD 85 koste. Gleichzeitig seien die Preise für europäisches Gas kräftiger zurückgegangen. Am Goldmarkt habe es hingegen kaum spürbare Bewegungen gegeben. Ganz anders sei der Handel an den Kryptobörsen verlaufen, wo sich die Käufer wieder auf das Parkett getraut hätten. Bitcoin & Co. hätten deutliche Anstiege verzeichnet und würden den Versuch wagen, aus der jüngsten Seitwärtsphase auszubrechen. (02.07.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 8.262,57 | 8.261,58 | 0,989 | +0,01% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| FR0003500008 | 969400 | 8.651 | 7.220 | |
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