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FED-Chef Powell gibt keine klaren Hinweise auf den Zeitpunkt einer Zinssenkung
11.07.24 10:38
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich nach dem deutlichen Einbruch zu Wochenbeginn sichtbar erholt, wobei die Verluste nicht gänzlich wettgemacht werden konnten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Unterdessen hätten die französischen Aktien und Anleihen die Sorgen nach dem Linksrutsch bei den Wahlen teilweise abschütteln können. Der Pariser CAC 40 (ISIN: FR0003500008, WKN: 969400) sei um 0,9% gestiegen, die zuletzt gebeutelten Bankentitel wie Société Generale (ISIN: FR0000130809, WKN: 873403, Ticker-Symbol: SGE, Euronext Paris-Symbol: GLE) und BNP Paribas (ISIN: FR0000131104, WKN: 887771, Ticker-Symbol: BNP, Euronext Paris-Symbol: BNP) seien sogar um bis zu 1,5% gestiegen. Die übrigen europäischen Indices hätten in ähnlicher Manier zugelegt, wobei der Rückenwind aufgrund eines eher impulslosen Makrokalenders auf der anderen Seite des Atlantiks gekommen sei.
Gestern sei der zweite Tag der turnusmäßigen Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell im Mittelpunkt gestanden. Nachdem er am Dienstag vor dem Senat gesprochen habe, folge am Mittwoch sein Auftritt vor dem Repräsentantenhaus. Klare Hinweise auf den Zeitpunkt einer Zinssenkung habe er am ersten Tag nicht gegeben. Powell habe am Dienstag vor dem Kongress sinngemäß gesagt, dass der schwächere Arbeitsmarkt zunehmend Sorgen bereite und die Inflation drücken könnte. Am gestrigen Mittwoch habe der FED-Chef jedoch klargestellt, dass die Inflation nicht auf das Jahresziel von 2% zurückkehren müsse, um Zinssenkungen zu erwägen. Würde man so lange warten, bestünde die Gefahr, die Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen. Darüber hinaus habe er den Weg des kontinuierlichen "soft landings" skizziert: Für die FED bedeute das Festhalten an diesem Kurs, dass die Entscheidungsträger sowohl ihr Mandat der Preisstabilität als auch das Mandat der Beschäftigungsmaximierung gegeneinander abwägen müssten. Obwohl die vorzeitigen Zinssenkungen gestern weitgehend zwischen den Zeilen kommuniziert worden sei, sei der US-Aktienmarkt nach einem schwachen Dienstag am gestrigen Mittwoch auf Rekordkurs zurückgekehrt. Im Gegensatz zu den Vortagen habe auch der Leitindex Dow Jones (ISIN: US2605661048, WKN: 969420) zugelegt.
Die Aussagen Powells würden bereits heute einem hinreichenden Realitätscheck unterzogen, denn mit dem Verbraucherpreisindex und der dazugehörigen Kernrate stünden heute die besagten US-Inflationsdaten zur Veröffentlichung an. Während für die Gesamtinflationsrate ein Rückgang auf 3,1% gegenüber dem Vorjahr erwartet werde, werde die Kerninflation ohne die Komponenten Nahrungsmittel und Energie weiterhin bei 3,4% gesehen. An den Terminmärkten würden derzeit weiterhin zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr, beginnend im September, erwartet.
Unterdessen hätten sich der Ölpreis zur Wochenmitte fester gezeigt. Die jüngsten Verbraucherpreise in China würden auf einen abschwächenden Konsum schließen lassen, zum Ende hin habe ein Barrel der Nordseesorte Brent USD 85 gekostet. Beim "zinslosen" Edelmetall, Gold, sei gestern der Preis je Feinunze um 0,8% gestiegen, angetrieben durch das Sentiment rund um Zinssenkungen. Die gestern eingesetzte Erholungsbewegung des Bitcoins habe ein rasches Ende gefunden - derzeit nehme man die Marke von USD 58.000 in Angriff.
Die asiatischen Börsen würden sich heute mehrheitlich im positiven Bereich zeigen. Die Spanne reiche dabei von einem aktuell leichten Minus beim Sensex (ISIN: XC0009698199, WKN: 969819) in Indien bis hin zu signifikanten Zugewinnen beim Hang Seng (ISIN: HK0000004322, WKN: 145733) in Hongkong. (11.07.2024/alc/a/a)
Unterdessen hätten die französischen Aktien und Anleihen die Sorgen nach dem Linksrutsch bei den Wahlen teilweise abschütteln können. Der Pariser CAC 40 (ISIN: FR0003500008, WKN: 969400) sei um 0,9% gestiegen, die zuletzt gebeutelten Bankentitel wie Société Generale (ISIN: FR0000130809, WKN: 873403, Ticker-Symbol: SGE, Euronext Paris-Symbol: GLE) und BNP Paribas (ISIN: FR0000131104, WKN: 887771, Ticker-Symbol: BNP, Euronext Paris-Symbol: BNP) seien sogar um bis zu 1,5% gestiegen. Die übrigen europäischen Indices hätten in ähnlicher Manier zugelegt, wobei der Rückenwind aufgrund eines eher impulslosen Makrokalenders auf der anderen Seite des Atlantiks gekommen sei.
Die Aussagen Powells würden bereits heute einem hinreichenden Realitätscheck unterzogen, denn mit dem Verbraucherpreisindex und der dazugehörigen Kernrate stünden heute die besagten US-Inflationsdaten zur Veröffentlichung an. Während für die Gesamtinflationsrate ein Rückgang auf 3,1% gegenüber dem Vorjahr erwartet werde, werde die Kerninflation ohne die Komponenten Nahrungsmittel und Energie weiterhin bei 3,4% gesehen. An den Terminmärkten würden derzeit weiterhin zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr, beginnend im September, erwartet.
Unterdessen hätten sich der Ölpreis zur Wochenmitte fester gezeigt. Die jüngsten Verbraucherpreise in China würden auf einen abschwächenden Konsum schließen lassen, zum Ende hin habe ein Barrel der Nordseesorte Brent USD 85 gekostet. Beim "zinslosen" Edelmetall, Gold, sei gestern der Preis je Feinunze um 0,8% gestiegen, angetrieben durch das Sentiment rund um Zinssenkungen. Die gestern eingesetzte Erholungsbewegung des Bitcoins habe ein rasches Ende gefunden - derzeit nehme man die Marke von USD 58.000 in Angriff.
Die asiatischen Börsen würden sich heute mehrheitlich im positiven Bereich zeigen. Die Spanne reiche dabei von einem aktuell leichten Minus beim Sensex (ISIN: XC0009698199, WKN: 969819) in Indien bis hin zu signifikanten Zugewinnen beim Hang Seng (ISIN: HK0000004322, WKN: 145733) in Hongkong. (11.07.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 8.263,44 | 8.258,93 | 4,512 | +0,05% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| FR0003500008 | 969400 | 8.651 | 7.220 | |
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