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Zähe Inflation treibt Anleiherenditen in die Höhe
03.09.25 09:00
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Börsen in Europa gingen am gestrigen Dienstag mit Verlusten aus dem Handel, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Unter Druck seien die Märkte einmal mehr wegen der zähen Inflation geraten, welche die Anleiherenditen in die Höhe getrieben habe. Demnach sei diese in der Eurozone im August gegenüber dem Vormonat von 2,0% auf 2,1% gestiegen und damit höher ausgefallen als von Ökonomen im Schnitt erwartet (2,0%). Die Kernrate habe unverändert bei 2,3% gelegen und damit die Erwartungen getroffen. Rendite-unterstützend wirke sich aber auch die Sorge um die wachsenden Staatsschulden aus. Welch einen Belastungsfaktor diese darstellen könnten, sehe man am Beispiel Frankreich, wo sich Regierungschef Bayrou am 8. September einer Vertrauensfrage stellen wolle.
In den USA seien die wichtigsten Leitindices ebenfalls mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Nach einem schwächeren Start hätten die Abschläge im Handelsverlauf jedoch etwas eingeengt werden können. Der mit Standardwerten bestückte Dow-Jones-Index habe den Handel schließlich 0,6% im Minus beendet, der marktbreite S&P 500 0,7% verloren und der technologielastige NASDAQ 100 0,8% tiefer geschlossen. Neben dem Dauerbrenner "Trump-Zölle", deren Rechtmäßigkeit aktuell von US-Gerichten geprüft werde, sorge auch Trumps Versuch, FED-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, für Schlagzeilen. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sei im August gegenüber dem Vormonat zwar von 48,0 auf 48,7 Punkte gestiegen, damit aber nach wie vor unter der 50er-Schwelle, welche eine Expansion anzeige und auch hinter den Erwartungen (49,0%) zurückgeblieben. Sektorseitig habe - bezogen auf den S&P 500 - Energie (+0,3%) im Lichte der höheren Ölpreise etwas zulegen können. Stärker unter die Räder gekommen seien Immobilien (-1,7%). Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sei gestern um fünf Basispunkte auf 4,27% angezogen.
An den Börsen in Asien seien die Kurstafeln heute Morgen fast allesamt rot gefärbt. An den Rohstoffmärkten hätten sich die Ölpreise gestern fester gezeigt. Maßgeblich hierfür seien ukrainische Drohnenangriffe auf Moskaus Energieinfrastruktur gewesen. Gold habe ein neues Rekordhoch erklommen und stehe aktuell bei über USD 3.530 je Unze. Bitcoin handele bei über USD 110.000. (03.09.2025/alc/a/a)
Unter Druck seien die Märkte einmal mehr wegen der zähen Inflation geraten, welche die Anleiherenditen in die Höhe getrieben habe. Demnach sei diese in der Eurozone im August gegenüber dem Vormonat von 2,0% auf 2,1% gestiegen und damit höher ausgefallen als von Ökonomen im Schnitt erwartet (2,0%). Die Kernrate habe unverändert bei 2,3% gelegen und damit die Erwartungen getroffen. Rendite-unterstützend wirke sich aber auch die Sorge um die wachsenden Staatsschulden aus. Welch einen Belastungsfaktor diese darstellen könnten, sehe man am Beispiel Frankreich, wo sich Regierungschef Bayrou am 8. September einer Vertrauensfrage stellen wolle.
In den USA seien die wichtigsten Leitindices ebenfalls mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Nach einem schwächeren Start hätten die Abschläge im Handelsverlauf jedoch etwas eingeengt werden können. Der mit Standardwerten bestückte Dow-Jones-Index habe den Handel schließlich 0,6% im Minus beendet, der marktbreite S&P 500 0,7% verloren und der technologielastige NASDAQ 100 0,8% tiefer geschlossen. Neben dem Dauerbrenner "Trump-Zölle", deren Rechtmäßigkeit aktuell von US-Gerichten geprüft werde, sorge auch Trumps Versuch, FED-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, für Schlagzeilen. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sei im August gegenüber dem Vormonat zwar von 48,0 auf 48,7 Punkte gestiegen, damit aber nach wie vor unter der 50er-Schwelle, welche eine Expansion anzeige und auch hinter den Erwartungen (49,0%) zurückgeblieben. Sektorseitig habe - bezogen auf den S&P 500 - Energie (+0,3%) im Lichte der höheren Ölpreise etwas zulegen können. Stärker unter die Räder gekommen seien Immobilien (-1,7%). Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sei gestern um fünf Basispunkte auf 4,27% angezogen.
An den Börsen in Asien seien die Kurstafeln heute Morgen fast allesamt rot gefärbt. An den Rohstoffmärkten hätten sich die Ölpreise gestern fester gezeigt. Maßgeblich hierfür seien ukrainische Drohnenangriffe auf Moskaus Energieinfrastruktur gewesen. Gold habe ein neues Rekordhoch erklommen und stehe aktuell bei über USD 3.530 je Unze. Bitcoin handele bei über USD 110.000. (03.09.2025/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


