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Ungarn-Anleihe: Renditeträchtige Wette auf Einstellung des Strafverfahrens
21.03.12 10:23
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0183747905 / WKN A0AU1L) von Ungarn für eine interessante Alternative für den Staatsanleihen-Sektor für etwas risikofreudigere Anleger.
Die Anleihe, emittiert vom süd-osteuropäischen Staat Ungarn, sei mit einem Kupon von 4,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 29.01.2014 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 95,44 Euro biete sie eine jährliche Rendite von 7,09%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent würden von der Ratingagentur Moody's mit "Ba1" bewertet, was eine Stufe unter Investmentgrade-Status liege. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein erhebliches Kreditrisiko.
Ungarn sei nach wie vor im Streit mit der EU und dem IWF. Allerdings scheine sich inzwischen das Sentiment zu verbessern. Habe man vor zwei Monaten noch von Staatsbankrott gesprochen, kehre allmählich etwas Entspannung ein. Ein Indiz dafür sei die Entwicklung der ungarischen Währung. Der Forint habe seit Januar gegenüber dem Euro um gut 10% aufwerten können. Angesichts der noch offenen politischen Fragen überrasche diese Entwicklung. Scheinbar sei die noch ausstehende Entscheidung des IWF bereits in den Kursen berücksichtigt.
In diesem Zusammenhang stehe eine Summe von 10 Mrd. Euro im Raum, die Ungarn vom IWF erhalten solle. Eine Entscheidung werde für März/April erwartet. Nach jüngsten Aussagen der ungarischen Regierung habe man grundsätzlich alle richtigen Entscheidungen bereits getroffen. Lediglich kleine Korrekturen seien notwendig. Die Regierung sei davon überzeugt, dass auch die EU zu diesem Ergebnis kommen und das Strafverfahren einstellen werde. Für Ungarn sei der IWF sozusagen ein Sicherheitsnetz, denn sollte sich die Eurozone abschwächen, werde das Land am meisten damit zu kämpfen haben
Im Februar 2012 sei bekannt geworden, dass die EU-Kommission vorgeschlagen habe, die Auszahlungen an Ungarn aus dem Kohäsionsfonds ab 2013 im Umfang von 495 Mio. Euro zu sperren, sollte das Land sein Budgetdefizit nicht besser in den Griff bekommen. Dies dürfte nicht überinterpretiert sondern eher als Warnung an die ungarische Regierung verstanden werden.
Bei seiner jüngsten Anleihenauktion habe Ungarn wesentlich mehr Anleihen platzieren können als ursprünglich geplant. Anscheinend rechne der Markt ebenfalls mit einer Einstellung des Strafverfahrens.
Anleger, die in Bezug auf Ungarn von einem positiven Ausgang der finanzpolitischen Lage ausgehen würden, könnten sich die oben genannte Staatsanleihe einmal näher ansehen. Das Papier sei aufgrund seiner relativ kurzen Laufzeit von weniger als zwei Jahren besonders interessant. Zudem gebe es keine Währungsrisiken zu beachten, da die Anleihe in Euro begeben worden sei. Dennoch sei das Papier momentan eher für risikofreudigere Anleger geeignet. (Analyse vom 21.03.2012) (21.03.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe, emittiert vom süd-osteuropäischen Staat Ungarn, sei mit einem Kupon von 4,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 29.01.2014 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 95,44 Euro biete sie eine jährliche Rendite von 7,09%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent würden von der Ratingagentur Moody's mit "Ba1" bewertet, was eine Stufe unter Investmentgrade-Status liege. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein erhebliches Kreditrisiko.
Ungarn sei nach wie vor im Streit mit der EU und dem IWF. Allerdings scheine sich inzwischen das Sentiment zu verbessern. Habe man vor zwei Monaten noch von Staatsbankrott gesprochen, kehre allmählich etwas Entspannung ein. Ein Indiz dafür sei die Entwicklung der ungarischen Währung. Der Forint habe seit Januar gegenüber dem Euro um gut 10% aufwerten können. Angesichts der noch offenen politischen Fragen überrasche diese Entwicklung. Scheinbar sei die noch ausstehende Entscheidung des IWF bereits in den Kursen berücksichtigt.
In diesem Zusammenhang stehe eine Summe von 10 Mrd. Euro im Raum, die Ungarn vom IWF erhalten solle. Eine Entscheidung werde für März/April erwartet. Nach jüngsten Aussagen der ungarischen Regierung habe man grundsätzlich alle richtigen Entscheidungen bereits getroffen. Lediglich kleine Korrekturen seien notwendig. Die Regierung sei davon überzeugt, dass auch die EU zu diesem Ergebnis kommen und das Strafverfahren einstellen werde. Für Ungarn sei der IWF sozusagen ein Sicherheitsnetz, denn sollte sich die Eurozone abschwächen, werde das Land am meisten damit zu kämpfen haben
Bei seiner jüngsten Anleihenauktion habe Ungarn wesentlich mehr Anleihen platzieren können als ursprünglich geplant. Anscheinend rechne der Markt ebenfalls mit einer Einstellung des Strafverfahrens.
Anleger, die in Bezug auf Ungarn von einem positiven Ausgang der finanzpolitischen Lage ausgehen würden, könnten sich die oben genannte Staatsanleihe einmal näher ansehen. Das Papier sei aufgrund seiner relativ kurzen Laufzeit von weniger als zwei Jahren besonders interessant. Zudem gebe es keine Währungsrisiken zu beachten, da die Anleihe in Euro begeben worden sei. Dennoch sei das Papier momentan eher für risikofreudigere Anleger geeignet. (Analyse vom 21.03.2012) (21.03.2012/alc/a/a)
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