US-Wirtschaft bleibt robust - Inflationsrisiken bleiben


27.02.25 09:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate stieg im Januar von 2,9 auf 3,0 Prozent, die Kerninflation ebenfalls und unerwartet von 3,2 auf 3,3 Prozent, die PCE Kernrate verharrte auch im Dezember bei 2,8 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.

Der Arbeitsmarktreport sei für Dezember gar noch aufwärts revidiert worden. Der Stellenaufbau habe mit 307 Tsd. rund 150 Tsd. oberhalb der Erwartungen gelegen. Im Januar habe er diese mit 143 Tsd. fast getroffen. Die Arbeitslosenquote sei unerwartet von 4,1 auf 4,0 Prozent gesunken, die Gehälter hätten sich um 4,1 Prozent zum Vorjahr erhöht. Der JOLTS Report habe für den Dezember mit 7,6 Mio. offenen Stellen jedoch etwa 0,4 Mio. weniger als prognostiziert gezeigt.

Der ISM Index der Industrie sei im Januar mit 50,9 Punkten auf das höchste Niveau seit Oktober 2022 gestiegen, auch sämtliche Subindices hätten über der 50 Punkte-Marke gelegen, besonders die der Neuaufträge und der Beschäftigungen seien stark angestiegen. Der Index für Dienstleistungen sei von 54,0 auf 52,8 Punkte gefallen.

An den Swapmärkten werde eine weitere Leitzinssenkung nun schon für Juli erwartet. Bis zum Jahresende würden kumuliert nun 50 bp mithin zwei Senkungen eingepreist.

Der US Dollar sei zum Euro Anfang Februar auf ein Zwei-Jahreshoch bei EUR/USD 1,0139 geklettert, nachdem US-Präsident Trump Zölle gegenüber Kanada und Mexiko verkündet habe. Nachdem diese zunächst ausgesetzt worden seien, habe sich der Euro wieder in Richtung EUR/USD 1,05 erholt. Der US-Dollar könnte in den kommenden sechs Monaten zulegen und bei EUR/USD 1,00 notieren. Aktuell seien die Analysten jedoch für das Währungspaar neutral. (Währungsbulletin März 2025) (27.02.2025/alc/a/a)