US-Inflation wie erwartet


15.03.21 13:30
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise entsprachen im Februar mit plus 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat den Erwartungen der Analysten, so die Experten von Union Investment.

Die um die schwankungsreichen Energie- und Nahrungsmittel bereinigte Kernrate habe mit plus 0,1 Prozent sogar etwas unter den Erwartungen (0,2 Prozent) gelegen. Als Haupttreiber für den Anstieg hätten sich in erster Linie die Benzinpreise erwiesen. Im Vergleich zum Vorjahr habe die Inflationsrate bei 1,7 Prozent (Januar 1,4 Prozent) gelegen.

Die deutsche Industrieproduktion habe im Januar mit minus 2,5 Prozent enttäuscht. Allerdings hätten die Dezember-Daten einer Aufwärtsrevision unterlegen, sodass sich die Basis für die Veränderung im Januar entsprechend verschoben habe und sich der Rückgang damit etwas weniger dramatisch darstelle als es auf den ersten Blick vermuten lasse.

Die chinesischen Import- (plus 22,2 Prozent) und Export-Daten (plus 60,6 Prozent) seien im Februar sehr stark gewesen und hätten, vor allem beim Export, deutlich über dem Konsens gelegen.

Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung seien in der Vorwoche auf 712.000 (Vorwoche 745.000) zurückgegangen. Im Nachgang zum Vorwochenschluss sei noch auf den US-Arbeitsmarkt hingewiesen. Mit 379.000 neuen Jobs sei der Anstieg der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im Februar deutlich höher als erwartet gewesen. Die von Bloomberg befragten Volkswirte seien von lediglich 200.000 neuen Stellen ausgegangen. Der zuletzt harte Wintereinbruch in den USA habe Brokeranalysen zufolge sogar noch einen höheren Anstieg verhindert. So hätten Schätzungen zufolge ohne die (negativen) winterlichen Einwirkungen auf den Bausektor sogar insgesamt bis zu 500.000 neue Jobs geschaffen werden können. (Ausgabe vom 12.03.2021) (15.03.2021/alc/a/a)