US-Inflation steigt stärker als erwartet


14.02.23 15:30
Der Aktionär

Kulmbach (www.anleihencheck.de) - Das US-Arbeitsministerium hat soeben den Verbraucherpreisindex für den Monat Januar veröffentlicht, so Thomas Bergmann vom Online-Anlegermagazin "Der Aktionär".

Mit 6,4 Prozent habe die Teuerungsrate über den Erwartungen der Ökonomen gelegen, die mit einem Wert von 6,2 Prozent gerechnet hätten. Dies erhöhe den Druck auf Notenbankchef Jerome Powell, die Zinsen noch stärker zu erhöhen. Die Börsen würden zunächst negativ reagieren, um gleich wieder ins Plus zu drehen.

Ohne die volatilen Bereiche Lebensmittel und Energie sei die so genannte Kernrate im Januar um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Auf Monatsbasis habe der Anstieg 0,4 Prozent betragen. Ökonomen hätten mit 5,5 Prozent respektive 0,4 Prozent gerechnet.

UPDATE: Zehn Minuten nach Veröffentlichen der US-Inflationszahlen zeichne sich am deutschen Aktienmarkt eine schwächere Tendenz ab. Untermauert werde dies durch die Daten von der CME Group. Deren FedWatch Tool zeige eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte im Mai an. Vor den Inflationszahlen habe diese bei 65 Prozent gelegen.

Für die Börsen wäre eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank nicht das, was man sich erhofft habe. Vor allem die zinssensitiven Tech-Werte dürften darunter leiden. Außerdem wäre das ein weiterer Belastungsfaktor für die Immobilien-Aktien.

Profitieren dürften Versicherer und Banken. Letztere stünden vor einem der ertragsreichsten Jahre in der letzten Dekade. (14.02.2023/alc/a/a)