US-Inflation erst Ende 2015 jenseits 1,0 % gg. Vj.


17.07.15 08:40
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Mit Blick auf das US-Konjunkturmomentum steht bei den Bauinvestitionen als BIP-Komponente derzeit der Wechsel auf die Überholspur an, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

2014 habe der Zuwachs der Bauinvestitionen bei 1,6% in der Jahresrate gelegen und 2015 würden die Analysten die Beschleunigung auf 6,3% erwarten. Die annualisierte Jahresrate in diesem Sektor der Volkswirtschaft sollte im Zeitraum April bis Juni auf 9,0% anziehen (1. Quartal: 6,4%). In diese Richtung würden die US-Baubeginne und Baugenehmigungen deuten. Nachdem die Baugenehmigungen im Mai mit 1,25 Mio. Einheiten (ann.) auf das höchste Niveau seit September 2007 geklettert seien, sollte im Juni nur ein marginal schwächerer Wert mit 1,16 Mio. Einheiten realisiert werden. Die Baubeginne dürften im Juni auf 1,12 Mio. Einheiten zulegen.

Die US-Konsumentenpreise sollten nach Erachten der Analysten mit dem Monatsplus von 0,3% im Juni lediglich eine Jahresrate von 0,1% aufweisen. Seit Jahresbeginn verharre sie im Trend um die Nullmarke. Dies dürfte sich wohl erst zum Jahresende 2015 ändern. Bei der Kernrate, die die stark schwankenden Komponenten Nahrungsmittel und Energie ausschließe, sei die Entwicklung deutlich weniger volatil. Mit dem von den Analysten unterstellten Monatsplus von 0,1% sollte diese Jahresrate bei 1,7% verharren.

Für das Gesamtjahr 2014 habe das Plus bei 1,7% gelegen. Für 2015 und 2016 lägen die Projektionen von HSBC Trinkaus & Burkhardt bei 1,8% bzw. 1,9%. Der Gesamtindex der Konsumentenpreise sollte demgegenüber nach dem 2014er Zuwachs von 1,6% vor allem wegen der Ölpreiseffekte im laufenden Jahr nur ein mageres Plus von 0,3% aufweisen, gefolgt von 2,1% in 2016. Auch vor diesem Hintergrund dürfte die US-Notenbank mit einer Leitzinserhöhung um 25 BP erst per Jahresende 2015 ein restriktives geldpolitisches Signal aussenden.

Bei aller Diskussion der Parlamentarier im deutschen Bundestag über die Entwicklungen in Griechenland dürfte doch am Plazet des Bundestags zur Aufnahme von Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket für Griechenland kein Zweifel bestehen. (17.07.2015/alc/a/a)