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US-Inflation: Zölle machen sich bemerkbar
12.08.25 11:30
Julius Bär Holding
Zürich (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in den USA könnte sinken. Dafür spricht die schwächere Verbrauchernachfrage aufgrund des moderaten Beschäftigungswachstums und der gedrückten Verbraucherstimmung, so David Kohl, Chief Economist bei Julius Bär.
Gleichzeitig würden die Mieten langsamer als bisher steigen - sie seien für mehr als ein Drittel der Inflation verantwortlich - und der Anstieg sollte sich weiter abschwächen.
Trotzdem verharre die Inflation näher bei 3% als beim Zielwert der Zentralbank von 2%. Der Grund seien steigende Preise für importierte Konsumgüter, die nun erheblichen Zöllen unterliegen würden. Ebenso betroffen seien inländische Güter, auf welche die gestiegenen Kosten für zollpflichtige Vorleistungsgüter durchschlagen würden.
Kohl gehe davon aus, dass diese gegenläufigen Faktoren in den kommenden Monaten Bestand haben würden, da sich die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation ähnlich wie bei einer Konsumsteuer nur langsam entfalten würden.
Allerdings dürften die durch Zölle bedingten höheren Preise vorübergehender Natur sein: US-Verbraucher könnten nicht langfristig höhere Preise für verzollte Waren zahlen und gleichzeitig ihre Ausgaben für andere Waren und Dienstleistungen aufrechterhalten. Im Ergebnis werde die Inflation zu einem deutlichen Rückgang der Verbraucherausgaben in den USA führen, insbesondere bei den durch Zölle verteuerten Produkten, und das werde ab 2026 auch zu einem Rückgang der Inflation führen.
Die bisher beschlossenen Zölle würden bei Anwendung auf den Importwert der USA im letzten Jahr zu Zollzahlungen in Höhe von rund 540 Mrd. USD pro Jahr führen. Es sei plausibel, dass das Importvolumen der USA in diesem Jahr aufgrund der Zölle und der nachlassenden Verbrauchernachfrage etwas zurückgehen werde. Die Zollbelastung sei bis Juli bereits um 0,7% des BIP gestiegen und könnte mit den neuen Zöllen um bis zu 1,4% des BIP zunehmen. David Kohl, Chief Economist bei Julius Bär, geht davon aus, dass die US-Verbraucher einen Großteil davon werden tragen müssen. (12.08.2025/alc/a/a)
Gleichzeitig würden die Mieten langsamer als bisher steigen - sie seien für mehr als ein Drittel der Inflation verantwortlich - und der Anstieg sollte sich weiter abschwächen.
Kohl gehe davon aus, dass diese gegenläufigen Faktoren in den kommenden Monaten Bestand haben würden, da sich die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation ähnlich wie bei einer Konsumsteuer nur langsam entfalten würden.
Allerdings dürften die durch Zölle bedingten höheren Preise vorübergehender Natur sein: US-Verbraucher könnten nicht langfristig höhere Preise für verzollte Waren zahlen und gleichzeitig ihre Ausgaben für andere Waren und Dienstleistungen aufrechterhalten. Im Ergebnis werde die Inflation zu einem deutlichen Rückgang der Verbraucherausgaben in den USA führen, insbesondere bei den durch Zölle verteuerten Produkten, und das werde ab 2026 auch zu einem Rückgang der Inflation führen.
Die bisher beschlossenen Zölle würden bei Anwendung auf den Importwert der USA im letzten Jahr zu Zollzahlungen in Höhe von rund 540 Mrd. USD pro Jahr führen. Es sei plausibel, dass das Importvolumen der USA in diesem Jahr aufgrund der Zölle und der nachlassenden Verbrauchernachfrage etwas zurückgehen werde. Die Zollbelastung sei bis Juli bereits um 0,7% des BIP gestiegen und könnte mit den neuen Zöllen um bis zu 1,4% des BIP zunehmen. David Kohl, Chief Economist bei Julius Bär, geht davon aus, dass die US-Verbraucher einen Großteil davon werden tragen müssen. (12.08.2025/alc/a/a)
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