USA: Unerwartet niedrige Inflationszahlen


13.06.19 09:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Dass US-Präsident Trump mit seinen Tweets den Markt beeinflusst, ist kein Geheimnis, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

In einer ersten Marktreaktion auf seine Einschätzung, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar unterbewertet sei, habe die Gemeinschaftswährung zunächst nur kurzzeitig aufwerten können. Doch auch langfristig könnten Trumps Tweets den Enthusiasmus für den Dollar schwächen. Das liege zum einen daran, dass Trumps Kommentare zu einem Zeitpunkt kämen, an dem sich bereits erste Anzeichen einer Dollar-Schwäche zeigen würden.

Gestern hätten unerwartet niedrige US-Inflationszahlen für Mai die ohnehin schon bestehenden Belastungen für den Dollar verstärkt, die von den erwarteten Leitzinssenkungen in den USA ausgehen würden. Unabhängig davon habe Trump mit seiner Einschätzung nicht ganz Unrecht. Nach Berechnungen der Deutschen Bank ist der Euro gegenüber dem Dollar rund sieben Prozent unterbewertet, was einem fairen Wechselkurs von 1,20 Dollar je Euro entsprechen würde. Einer Prognose entspreche dieser Wert jedoch nicht. Solange sich die US-Konjunktur nicht allzu stark abschwäche und die FED die Leitzinsen nicht senke, dürfte das Aufwertungspotenzial für den Euro beschränkt bleiben. (13.06.2019/alc/a/a)