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USA: Mehr Wachstum und Inflation
09.02.18 10:31
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zum Jahresende blieb das Wachstum mit 2,6% (annualisierte Vorquartalsrate) oberhalb des Trends von 2%, berichten die Analysten der Helaba.
Das hohe Tempo vom Sommerhalbjahr - über 3% - habe damit nicht ganz gehalten werden können. Die Hurrikane vom Sommer/Herbst hätten keine nennenswerten Spuren in der Wirtschaftsentwicklung hinterlassen. Zuletzt sei die Nachfrage offenbar sogar so stark gewesen, dass die Produktion kaum habe mithalten können - der Lageraufbau sei praktisch zum Erliegen gekommen - ein positives Zeichen für das erste Halbjahr 2018. Dies sei wohlgemerkt gewesen noch vor Inkrafttreten der Steuerreform, die im laufenden Jahr für zusätzliche leichte konjunkturelle Impulse sorgen sollte. Für das erste Quartal rechnen die Analysten der Helaba wieder mit einem Plus beim realen Bruttoinlandsprodukt oberhalb von 3%. Unter anderem seien es die Ausrüstungsinvestitionen gewesen, die schon im Jahr 2017 unerwartet deutlich angezogen hätten. Laufe die Gegenbewegung zur Schwäche 2015/2016 nun aus oder würden die Investitionen mithilfe von Deregulierung, Steuerreform und globalem synchronen Aufschwung durchstarten?
Die Stimmung in der Wirtschaft sei jedenfalls bestens. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe habe im Januar bei hohen 59,1 gelegen. Der Index außerhalb der Industrie sei sogar von 56,0 auf 59,9 gesprungen - seinen höchsten Wert seit 2004. All dies spreche für eine zunächst anhaltende konjunkturelle Dynamik. Wir tragen dem Rechnung, indem wir die Wachstumsprognose für 2018 von 2,5% auf 2,8% und für 2019 von 2,0% auf 2,2% anpassen, so die Analysten der Helaba. Dabei bleibe das grundsätzliche Szenario intakt - die US-Wirtschaft befinde sich derzeit nahe des Gipfels im aktuellen "Mini-Zyklus".
Die Teuerung sei zuletzt von den steigenden Energiepreisen gestützt worden. Der Verbraucherpreisindex habe im Dezember 2,1% über dem Vorjahresniveau gelegen. Ohne Energie und Nahrungsmittel stehe ein Plus von 1,8% zu Buche. In den kommenden Monaten dürften beide Teuerungsraten im Trend anziehen. Vor allem die Gesamtrate werde wohl wegen Basiseffekten im Frühjahr Richtung 3% marschieren. Aufgrund ihrer geänderten Ölpreisprognose nehmen die Analysten der Helaba auch die Prognose für die Teuerung nach oben (2018: 2,6% statt 2,4%).
Trotz der erwähnten Änderungen - mehr Wachstum, höhere Teuerung - gehen die Analysten der Helaba weiter davon aus, dass die FED bei ihrem graduellen Zinserhöhungskurs bleibt und den Zielkorridor für den Leitzins bis Ende des Jahres von aktuell 1,25% bis 1,50% auf 2,00% bis 2,25% anhebt. Diese drei Zinsschritte seien der Konsens unter den Ökonomen und mittlerweile - laut Terminmarkt - auch am Markt. Der Realzins, also abzüglich der Teuerungsrate, werde Ende 2018 aber immer noch nahe null sein. Von einer restriktiven Geldpolitik könne daher auf absehbare Zeit keine Rede sein. Bis Januar 2018 ist unser Index für die Finanzierungsbedingungen in den USA gefallen - statt als Reaktion auf die Leitzinserhöhungen zu steigen wie von der FED erwünscht, so die Analysten der Helaba. (Ausgabe vom 08.02.2018) (09.02.2018/alc/a/a)
Das hohe Tempo vom Sommerhalbjahr - über 3% - habe damit nicht ganz gehalten werden können. Die Hurrikane vom Sommer/Herbst hätten keine nennenswerten Spuren in der Wirtschaftsentwicklung hinterlassen. Zuletzt sei die Nachfrage offenbar sogar so stark gewesen, dass die Produktion kaum habe mithalten können - der Lageraufbau sei praktisch zum Erliegen gekommen - ein positives Zeichen für das erste Halbjahr 2018. Dies sei wohlgemerkt gewesen noch vor Inkrafttreten der Steuerreform, die im laufenden Jahr für zusätzliche leichte konjunkturelle Impulse sorgen sollte. Für das erste Quartal rechnen die Analysten der Helaba wieder mit einem Plus beim realen Bruttoinlandsprodukt oberhalb von 3%. Unter anderem seien es die Ausrüstungsinvestitionen gewesen, die schon im Jahr 2017 unerwartet deutlich angezogen hätten. Laufe die Gegenbewegung zur Schwäche 2015/2016 nun aus oder würden die Investitionen mithilfe von Deregulierung, Steuerreform und globalem synchronen Aufschwung durchstarten?
Die Teuerung sei zuletzt von den steigenden Energiepreisen gestützt worden. Der Verbraucherpreisindex habe im Dezember 2,1% über dem Vorjahresniveau gelegen. Ohne Energie und Nahrungsmittel stehe ein Plus von 1,8% zu Buche. In den kommenden Monaten dürften beide Teuerungsraten im Trend anziehen. Vor allem die Gesamtrate werde wohl wegen Basiseffekten im Frühjahr Richtung 3% marschieren. Aufgrund ihrer geänderten Ölpreisprognose nehmen die Analysten der Helaba auch die Prognose für die Teuerung nach oben (2018: 2,6% statt 2,4%).
Trotz der erwähnten Änderungen - mehr Wachstum, höhere Teuerung - gehen die Analysten der Helaba weiter davon aus, dass die FED bei ihrem graduellen Zinserhöhungskurs bleibt und den Zielkorridor für den Leitzins bis Ende des Jahres von aktuell 1,25% bis 1,50% auf 2,00% bis 2,25% anhebt. Diese drei Zinsschritte seien der Konsens unter den Ökonomen und mittlerweile - laut Terminmarkt - auch am Markt. Der Realzins, also abzüglich der Teuerungsrate, werde Ende 2018 aber immer noch nahe null sein. Von einer restriktiven Geldpolitik könne daher auf absehbare Zeit keine Rede sein. Bis Januar 2018 ist unser Index für die Finanzierungsbedingungen in den USA gefallen - statt als Reaktion auf die Leitzinserhöhungen zu steigen wie von der FED erwünscht, so die Analysten der Helaba. (Ausgabe vom 08.02.2018) (09.02.2018/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 23.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


