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Türkei: Hohe Inflation, wenig Wachstum
03.11.16 12:13
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In der Türkei hat der geldpolitische Ausschuss der Notenbank jüngst weitere Zinssenkungen von einer Stabilisierung der Preisentwicklung abhängig gemacht, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Mit diesem Verweis hätten die Währungshüter die Schlüsselzinsen auf ihrer Sitzung am 20. Oktober unverändert belassen. Daher dürfte die heutige Veröffentlichung zur landesweiten Preisentwicklung im Oktober an den Finanzmärkten voraussichtlich mit hohem Interesse verfolgt werden. Mehrheitlich werde dabei mit einem Anstieg der allgemeinen Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat in einer Bandbreite von 7,0 bis 7,5% gerechnet. Per Monatsbeginn Oktober 2016 habe die Regierung die Gastarife um 10% herabgesetzt, was die Teuerung im Berichtsmonat generell gebremst habe.
Auf der anderen Seite hätten die Verbraucher vermutlich für Nahrungsmittel um rund 1,6% tiefer in die Taschen greifen müssen als noch im September. Zusätzlicher Aufwärtsdruck komme von einer Anhebung der Kraftstoffpreise (+5%). Daher würden die Analysten im Vergleich zum September eine allgemeine Preissteigerung um 1,4% erwarten, womit sich in der Jahresrechnung die Teuerung von 7,3% im Vormonat marginal jetzt auf 7,2% verringern würde.
Neben der sich abschwächenden Inflation signalisiere auch das zunehmend schwächere Kreditwachstum die gegenwärtige geringe Konjunkturdynamik. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 sei die Jahresrate für die Änderungen im Gesamtbestand ausgereichter Darlehen im türkischen Bankensystem zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 1999 gefallen. Daher würden die Befürchtungen wachsen, dass das Wirtschaftswachstum im 3. Quartal auf bereits weniger als 1% zum Vorjahr gefallen sei. Die Analysten würden für das Herbsttrimester nur mit einem mageren BIP-Plus von 0,8% im Jahresvergleich rechnen. Vorlaufende Indikatoren würden bislang auch für das Schlussquartal nur eine schleppende Wirtschaftsentwicklung erkennen lassen.
Die monatliche Lagebeurteilung durch Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe etwa sei nach einem Tiefstand von 47,0 Punkten im August bis Oktober auf 49,8 Zähler angestiegen, habe aber damit zum achten Mal in Folge den Sprung über die Expansionsmarke von 50 Punkten verpasst. Vor dem Hintergrund der Wachstumsrisiken würden die Analysten insgesamt lediglich von einer vorübergehenden Unterbrechung der geldpolitischen Lockerungen ausgehen. Aufgrund der Zinssenkungserwartungen der Finanzmarktteilnehmer hinsichtlich der künftigen Geldpolitik würden die Analysten in den kommenden Monaten mit einer zunehmenden Steilheit am kurzen Ende der Zinskurve in der Türkei rechnen. (03.11.2016/alc/a/a)
Mit diesem Verweis hätten die Währungshüter die Schlüsselzinsen auf ihrer Sitzung am 20. Oktober unverändert belassen. Daher dürfte die heutige Veröffentlichung zur landesweiten Preisentwicklung im Oktober an den Finanzmärkten voraussichtlich mit hohem Interesse verfolgt werden. Mehrheitlich werde dabei mit einem Anstieg der allgemeinen Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat in einer Bandbreite von 7,0 bis 7,5% gerechnet. Per Monatsbeginn Oktober 2016 habe die Regierung die Gastarife um 10% herabgesetzt, was die Teuerung im Berichtsmonat generell gebremst habe.
Neben der sich abschwächenden Inflation signalisiere auch das zunehmend schwächere Kreditwachstum die gegenwärtige geringe Konjunkturdynamik. Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 sei die Jahresrate für die Änderungen im Gesamtbestand ausgereichter Darlehen im türkischen Bankensystem zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 1999 gefallen. Daher würden die Befürchtungen wachsen, dass das Wirtschaftswachstum im 3. Quartal auf bereits weniger als 1% zum Vorjahr gefallen sei. Die Analysten würden für das Herbsttrimester nur mit einem mageren BIP-Plus von 0,8% im Jahresvergleich rechnen. Vorlaufende Indikatoren würden bislang auch für das Schlussquartal nur eine schleppende Wirtschaftsentwicklung erkennen lassen.
Die monatliche Lagebeurteilung durch Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe etwa sei nach einem Tiefstand von 47,0 Punkten im August bis Oktober auf 49,8 Zähler angestiegen, habe aber damit zum achten Mal in Folge den Sprung über die Expansionsmarke von 50 Punkten verpasst. Vor dem Hintergrund der Wachstumsrisiken würden die Analysten insgesamt lediglich von einer vorübergehenden Unterbrechung der geldpolitischen Lockerungen ausgehen. Aufgrund der Zinssenkungserwartungen der Finanzmarktteilnehmer hinsichtlich der künftigen Geldpolitik würden die Analysten in den kommenden Monaten mit einer zunehmenden Steilheit am kurzen Ende der Zinskurve in der Türkei rechnen. (03.11.2016/alc/a/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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