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Steigende Kerninflation in der EWU und den USA
30.11.17 10:15
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zuletzt kam zwar die Diskussion auf - auch unter US-Notenbankern -, wonach die niedrigen Inflationsraten möglicherweise nachhaltiger sein könnten als bisher gedacht, so die Analysten der Helaba.
Evidenz dafür gebe es noch nicht. Gleichwohl müsse konstatiert werden, dass die Phillips-Kurve, die einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und Lohnentwicklung herstelle, in den letzten Jahren flacher verlaufen sei. Mit hohem Interesse würden die Analysten daher die eingehenden Preiszahlen verfolgen und den Fokus somit heute auf den PCE-Deflator richten. Ohne Nahrungsmittel- und Energiepreise stelle dieser das von der FED bevorzugte Inflationsmaß dar. Der Kerndeflator habe im September eine Jahresrate von 1,3% aufgewiesen, die sich auf 1,4% im Oktober beschleunigt haben sollte. Diese Möglichkeit signalisiere der Verbraucherpreisindex, dessen Kernrate im Oktober zugelegt habe. Insofern sollte die obige Diskussion keine neue Nahrung erhalten und Erwartungen einer Zinserhöhung in diesem Monat würden nicht verringert.
Zudem würden die realwirtschaftlichen Daten gegen eine Reduzierung der Zinserwartungen sprechen. So sei mit einem weiterhin sehr hohen Chicago-PMI und niedrigen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe zu rechnen. Auch in der Eurozone fokussiere sich das Interesse auf die Kerninflationsrate. Die deutschen Daten würden einen Anstieg der Kernteuerung signalisieren, allerdings hätten die Preisentwicklungen in Spanien enttäuscht. Es komme nun auf die französischen und italienischen Werte an, die ebenfalls heute im Kalender stünden. Alles in allem dürften die Zahlen die EZB-Verantwortlichen aber kaum unter Druck setzen. Eher würden sich die Geldpolitiker in ihrer zögerlichen Strategie zur Rückführung der Anleihekäufe bestätigt sehen. Solide Arbeitsmarktdaten würden das Bild abrunden. (30.11.2017/alc/a/a)
Evidenz dafür gebe es noch nicht. Gleichwohl müsse konstatiert werden, dass die Phillips-Kurve, die einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und Lohnentwicklung herstelle, in den letzten Jahren flacher verlaufen sei. Mit hohem Interesse würden die Analysten daher die eingehenden Preiszahlen verfolgen und den Fokus somit heute auf den PCE-Deflator richten. Ohne Nahrungsmittel- und Energiepreise stelle dieser das von der FED bevorzugte Inflationsmaß dar. Der Kerndeflator habe im September eine Jahresrate von 1,3% aufgewiesen, die sich auf 1,4% im Oktober beschleunigt haben sollte. Diese Möglichkeit signalisiere der Verbraucherpreisindex, dessen Kernrate im Oktober zugelegt habe. Insofern sollte die obige Diskussion keine neue Nahrung erhalten und Erwartungen einer Zinserhöhung in diesem Monat würden nicht verringert.
Zudem würden die realwirtschaftlichen Daten gegen eine Reduzierung der Zinserwartungen sprechen. So sei mit einem weiterhin sehr hohen Chicago-PMI und niedrigen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe zu rechnen. Auch in der Eurozone fokussiere sich das Interesse auf die Kerninflationsrate. Die deutschen Daten würden einen Anstieg der Kernteuerung signalisieren, allerdings hätten die Preisentwicklungen in Spanien enttäuscht. Es komme nun auf die französischen und italienischen Werte an, die ebenfalls heute im Kalender stünden. Alles in allem dürften die Zahlen die EZB-Verantwortlichen aber kaum unter Druck setzen. Eher würden sich die Geldpolitiker in ihrer zögerlichen Strategie zur Rückführung der Anleihekäufe bestätigt sehen. Solide Arbeitsmarktdaten würden das Bild abrunden. (30.11.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 23.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


