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Staatsanleihen: Inflationserwartungen historisch hoch
04.08.21 12:30
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Wenngleich das Resümee für den bisherigen Verlauf des Kapitalmarktjahres 2021 absolut positiv ausfällt, ist bei weitem nicht alles "nach Plan" verlaufen, so Ingrid Szeiler, CIO der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. (Raiffeisen KAG).
Im Zuge einer deutlich anziehenden Weltkonjunktur sei zu erwarten gewesen, dass nach Jahren, in denen der US-Aktienmarkt aufgrund seiner relativ hohen Gewichtung von Technologie- und Wachstumswerten outperformt habe, in diesem Jahr europäische und vor allem Emerging Markets-Aktien eine bessere Marktperformance aufweisen würden. Dies sei zu Beginn des Jahres auch tatsächlich der Fall gewesen, jedoch hätten sich in weiterer Folge insbesondere die Perspektiven für die Emerging Markets aufgrund der Covid-Situation und damit verbundener schwächerer Wirtschaftsdaten sowie einer Reihe belastender Nachrichten aus China sukzessive eingetrübt. Folglich hätten die Emerging Markets seit Jahresbeginn gegenüber entwickelten Aktienmärkten sogar sehr klar underperformt.
Auch die über einige Monate anhaltende Outperformance von Europa-Aktien sei zuletzt wieder ins Stocken geraten. Dies sei einerseits auf den erneuten Favoritenwechsel von zyklischen Aktien aus dem Wertebereich ("Value") in Richtung defensiver Aktien des Wachstumsbereichs ("Growth) und andererseits auf die - ebenfalls entgegen der Konsenserwartung - wieder deutlich rückläufigen Anleiherenditen zurückzuführen. Die damit verbundene Verflachung der Zinskurven laste auf Finanzwerten. Die Entwicklung des Euro zum US-Dollar sei ebenfalls durchaus unerwartet verlaufen. Anders als prognostiziert notiere der US-Dollar seit Jahresbeginn gegen den Euro etwas fester und stütze damit zusätzlich die Performance von US-Assetklassen für Anleger auf Euro-Basis.
Bei Euro-Staatsanleihen - insbesondere inflationsindexierten Staatsanleihen - würden die Experten der Raiffeisen KAG vorsichtig bleiben. Die gepreisten Inflationserwartungen seien im historischen Vergleich sehr hoch und die Diskussionen um nachhaltig höhere Inflationsraten ausgeprägt. Die realen deutschen Renditen seien so tief wie nie zuvor. Die Experten der Raiffeisen KAG würden nicht denken, dass die Inflationsraten kurzfristig abrupt sinken würden, die - am Markt für inflationsindexierte Anleihen - gepreisten mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen würden die Experten der Raiffeisen KAG als zu hoch erachten.
Euro-Unternehmensanleihen (IG Non-Financials) würden die Experten der Raiffeisen KAG gegenüber Euro-Staatsanleihen als attraktiv betrachten - zudem würden sie USD High-Yield-Unternehmensanleihen positiv einschätzen. Die fundamentale Verfassung des Unternehmenssektors präsentiere sich sehr gut. Die Gewinnrevisionen würden so stark nach oben deuten und die Verschuldungssituation habe sich (in Anbetracht guter operativer Ergebnisse und hoher Cash-Bestände) entspannt.
Bei Emerging-Markets-Hartwährungsanleihen - insbesondere bei Non-Euro Staatsanleihen und hier vor allem US-Staatsanleihen - würden die Experten der Raiffeisen KAG weiter zurückhaltend bleiben. Die globale wirtschaftliche Erholung unterstütze auch die Ertragserwartungen dieser Anleiheklasse, wenngleich das Ende der Covid-Pandemie in den Emerging Markets langsamer vonstattengehe und dort Lieferketten-Engpässe verursache. Die Experten der Raiffeisen KAG würden keinen wesentlichen weiteren Aufwärtsdruck bei den Risikoprämien von Emerging-Markets-Hartwährungsanleihen erwarten.
Die internationalen Aktienmärkte befänden sich nach einer kurzen Konsolidierungsphase im Juni nahe ihrer Jahreshöchststände. Die Aussicht auf weiter sehr expansive Notenbanken und eine starke Gewinndynamik würden aktuell für ein sehr unterstützendes Kapitalmarktumfeld sorgen. Inflationsdaten und zunehmende Diskussionen um den Zeitpunkt der Rückführung von Notenbankmaßnahmen in den USA würden dennoch für Volatilität in den kommenden Monaten sorgen. Auf Sicht der nächsten Monate würden die Experten der Raiffeisen KAG aber ein unverändert positives Kapitalmarktumfeld erwarten.
In den letzten Wochen hätten sich Schwellenländer-Aktienmärkte deutlich schlechter als ihre entwickelten Pendants entwickelt. Neben der negativen Covid-Dynamik (Stichwort Delta-Variante) hätten zuletzt vor allem die Regulierungseingriffe in China die Stimmung belastet. Beim Gewinnwachstum sei erkennbar, dass die Regionen Lateinamerika und Osteuropa, deren Unternehmen besonders von der Krise getroffen gewesen seien, jetzt sehr stark aufholen würden.
Die Rohstoffmärkte würden sich weiter von der festen Seite präsentieren. Dabei würden vermehrt Angebotsthemen in den Fokus treten, die daher die zyklischeren Rohstoffsegmente unterstützen würden. Trotz gestiegener Preise seien die Unternehmen, was Investitionen betreffe (und damit zukünftiges Angebot), weiterhin sehr diszipliniert. Diese Zurückhaltung dürfte zu keiner raschen Entspannung auf der Angebotsseite führen und daher die Rohstoffpreise weiter unterstützen. (04.08.2021/alc/a/a)
Im Zuge einer deutlich anziehenden Weltkonjunktur sei zu erwarten gewesen, dass nach Jahren, in denen der US-Aktienmarkt aufgrund seiner relativ hohen Gewichtung von Technologie- und Wachstumswerten outperformt habe, in diesem Jahr europäische und vor allem Emerging Markets-Aktien eine bessere Marktperformance aufweisen würden. Dies sei zu Beginn des Jahres auch tatsächlich der Fall gewesen, jedoch hätten sich in weiterer Folge insbesondere die Perspektiven für die Emerging Markets aufgrund der Covid-Situation und damit verbundener schwächerer Wirtschaftsdaten sowie einer Reihe belastender Nachrichten aus China sukzessive eingetrübt. Folglich hätten die Emerging Markets seit Jahresbeginn gegenüber entwickelten Aktienmärkten sogar sehr klar underperformt.
Auch die über einige Monate anhaltende Outperformance von Europa-Aktien sei zuletzt wieder ins Stocken geraten. Dies sei einerseits auf den erneuten Favoritenwechsel von zyklischen Aktien aus dem Wertebereich ("Value") in Richtung defensiver Aktien des Wachstumsbereichs ("Growth) und andererseits auf die - ebenfalls entgegen der Konsenserwartung - wieder deutlich rückläufigen Anleiherenditen zurückzuführen. Die damit verbundene Verflachung der Zinskurven laste auf Finanzwerten. Die Entwicklung des Euro zum US-Dollar sei ebenfalls durchaus unerwartet verlaufen. Anders als prognostiziert notiere der US-Dollar seit Jahresbeginn gegen den Euro etwas fester und stütze damit zusätzlich die Performance von US-Assetklassen für Anleger auf Euro-Basis.
Bei Euro-Staatsanleihen - insbesondere inflationsindexierten Staatsanleihen - würden die Experten der Raiffeisen KAG vorsichtig bleiben. Die gepreisten Inflationserwartungen seien im historischen Vergleich sehr hoch und die Diskussionen um nachhaltig höhere Inflationsraten ausgeprägt. Die realen deutschen Renditen seien so tief wie nie zuvor. Die Experten der Raiffeisen KAG würden nicht denken, dass die Inflationsraten kurzfristig abrupt sinken würden, die - am Markt für inflationsindexierte Anleihen - gepreisten mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen würden die Experten der Raiffeisen KAG als zu hoch erachten.
Bei Emerging-Markets-Hartwährungsanleihen - insbesondere bei Non-Euro Staatsanleihen und hier vor allem US-Staatsanleihen - würden die Experten der Raiffeisen KAG weiter zurückhaltend bleiben. Die globale wirtschaftliche Erholung unterstütze auch die Ertragserwartungen dieser Anleiheklasse, wenngleich das Ende der Covid-Pandemie in den Emerging Markets langsamer vonstattengehe und dort Lieferketten-Engpässe verursache. Die Experten der Raiffeisen KAG würden keinen wesentlichen weiteren Aufwärtsdruck bei den Risikoprämien von Emerging-Markets-Hartwährungsanleihen erwarten.
Die internationalen Aktienmärkte befänden sich nach einer kurzen Konsolidierungsphase im Juni nahe ihrer Jahreshöchststände. Die Aussicht auf weiter sehr expansive Notenbanken und eine starke Gewinndynamik würden aktuell für ein sehr unterstützendes Kapitalmarktumfeld sorgen. Inflationsdaten und zunehmende Diskussionen um den Zeitpunkt der Rückführung von Notenbankmaßnahmen in den USA würden dennoch für Volatilität in den kommenden Monaten sorgen. Auf Sicht der nächsten Monate würden die Experten der Raiffeisen KAG aber ein unverändert positives Kapitalmarktumfeld erwarten.
In den letzten Wochen hätten sich Schwellenländer-Aktienmärkte deutlich schlechter als ihre entwickelten Pendants entwickelt. Neben der negativen Covid-Dynamik (Stichwort Delta-Variante) hätten zuletzt vor allem die Regulierungseingriffe in China die Stimmung belastet. Beim Gewinnwachstum sei erkennbar, dass die Regionen Lateinamerika und Osteuropa, deren Unternehmen besonders von der Krise getroffen gewesen seien, jetzt sehr stark aufholen würden.
Die Rohstoffmärkte würden sich weiter von der festen Seite präsentieren. Dabei würden vermehrt Angebotsthemen in den Fokus treten, die daher die zyklischeren Rohstoffsegmente unterstützen würden. Trotz gestiegener Preise seien die Unternehmen, was Investitionen betreffe (und damit zukünftiges Angebot), weiterhin sehr diszipliniert. Diese Zurückhaltung dürfte zu keiner raschen Entspannung auf der Angebotsseite führen und daher die Rohstoffpreise weiter unterstützen. (04.08.2021/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


