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Spanien-Anleihen: Spannendes Investment für renditehungrige Spekulanten
25.07.12 15:08
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Spanische Staatsanleihen bleiben nach Einschätzung des Analysten Henning Wagener von Anleihencheck Research weiterhin nur spekulativ orientierten Investoren vorbehalten.
Die Kurse spanischer Staatsanleihen hätten zuletzt wieder unter Druck gestanden. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen habe dabei ein Niveau von mehr als 7,5 Prozent erreicht. Gleichzeitig hätten die Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Spaniens auch die Preise für Kreditausfallversicherungen in die Höhe schnellen lassen. In diesem Zusammenhang könne durchaus die Frage gestellt werden, ob Spanien in der Lage sein werde, dieses Zinsniveau langfristig zu schultern. Bei einem ähnlich hohen Zinsniveau habe beispielsweise auch Irland um Hilfen aus dem europäischen Rettungsschirm ersucht.
Das zentrale Problem des Landes sei der marode Bankensektor, der insbesondere unter der Immobilienkrise Spaniens leide. Da das Land aktuell nicht in der Lage sei, diesen aus eigener Kraft zu unterstützen, sei offiziell der Hilfsantrag bei der EU gestellt worden. Der Rettungsschirm EFSF habe bereits im Vorfeld angekündigt, eine Summe von bis zu 100 Mrd. Euro zur Sanierung des Bankensektors zur Verfügung zu stellen.
Gleichzeitig befinde sich das Land in einer tiefen Rezession. So sei die spanische Wirtschaft auch im zweiten Quartal 2012 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt habe sich nach Angaben der Bank of Spain gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent verringert. Zuvor hatte es im ersten Quartal 2012 und im vierten Quartal 2011 bereits um jeweils 0,3 Prozent nachgegeben. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Wirtschaftsleistung des Landes um 1 Prozent zurück.
Die spanische Regierung wolle aber trotz der Rezession an ihrem strikten Sparkurs festhalten. So habe man ein Maßnahmenpaket bekannt gegeben, mit dem bis Ende 2014 bis zu 65 Mrd. Euro eingespart werden sollten. Dabei solle unter anderem die Mehrwertsteuer erhöht und das Arbeitslosengeld gekürzt werden. Dies werde sich voraussichtlich allerdings negativ auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes auswirken. Zudem seien in Spanien auch einzelne Regionen in großer finanzieller Not. So hätten bereits die Regionen Valencia und Murcia bei der Zentralregierung um Hilfe gebeten. Die Zentralregierung wolle den Regionen Spaniens bis zu 18 Mrd. Euro zur Verfügung stellen.
Ein weiteres Problem Spaniens sei zudem die geringe Akzeptanz der Sparbemühungen der Regierung. So sei es in Spanien zuletzt zu massiven Protesten der Bevölkerung gegen die rigiden Sparmaßnahmen des Landes gekommen. Zudem ächze das Land unter einer extrem hohen Arbeitslosigkeit. So sei fast ein Viertel aller Spanier arbeitslos, bei den unter 25-jährigen liege die Quote sogar bei über 50 Prozent. Die Analysten würden die Gefahr sehen, dass sich diese Perspektivlosigkeit in zunehmend gewalttätigen Protesten niederschlagen könnte. Auf der anderen Seite sei Spanien aber gezwungen, seine Finanzen wieder in Ordnung zu bringen.
Eine vom Königreich Spanien begebene Anleihe (ISIN ES00000121L2 / WKN A0T6KX) notiere zur Zeit bei 84,75 Prozent. Mitte März habe das Papier hingegen noch bei über 100 Prozent notiert. Die Anleihe sei mit einem Kupon von 4,60 Prozent ausgestattet und habe noch eine Laufzeit bis zum 30. Juli 2019. Daraus errechne sich aktuell eine jährliche Rendite von fast 7,5 Prozent. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent würden von Moody's mit "Baa3" bewertet, was gerade noch so auf Investmentgrade-Niveau liege.
Nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research könnten Staatsanleihen von Spanien nach wie vor eine interessante Investmentalternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor sein. Die Papiere würden aber weiterhin insbesondere für spekulativ veranlagte Anleger interessant bleiben. (Analyse vom 25.07.2012) (25.07.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Kurse spanischer Staatsanleihen hätten zuletzt wieder unter Druck gestanden. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen habe dabei ein Niveau von mehr als 7,5 Prozent erreicht. Gleichzeitig hätten die Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Spaniens auch die Preise für Kreditausfallversicherungen in die Höhe schnellen lassen. In diesem Zusammenhang könne durchaus die Frage gestellt werden, ob Spanien in der Lage sein werde, dieses Zinsniveau langfristig zu schultern. Bei einem ähnlich hohen Zinsniveau habe beispielsweise auch Irland um Hilfen aus dem europäischen Rettungsschirm ersucht.
Das zentrale Problem des Landes sei der marode Bankensektor, der insbesondere unter der Immobilienkrise Spaniens leide. Da das Land aktuell nicht in der Lage sei, diesen aus eigener Kraft zu unterstützen, sei offiziell der Hilfsantrag bei der EU gestellt worden. Der Rettungsschirm EFSF habe bereits im Vorfeld angekündigt, eine Summe von bis zu 100 Mrd. Euro zur Sanierung des Bankensektors zur Verfügung zu stellen.
Gleichzeitig befinde sich das Land in einer tiefen Rezession. So sei die spanische Wirtschaft auch im zweiten Quartal 2012 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt habe sich nach Angaben der Bank of Spain gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent verringert. Zuvor hatte es im ersten Quartal 2012 und im vierten Quartal 2011 bereits um jeweils 0,3 Prozent nachgegeben. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Wirtschaftsleistung des Landes um 1 Prozent zurück.
Ein weiteres Problem Spaniens sei zudem die geringe Akzeptanz der Sparbemühungen der Regierung. So sei es in Spanien zuletzt zu massiven Protesten der Bevölkerung gegen die rigiden Sparmaßnahmen des Landes gekommen. Zudem ächze das Land unter einer extrem hohen Arbeitslosigkeit. So sei fast ein Viertel aller Spanier arbeitslos, bei den unter 25-jährigen liege die Quote sogar bei über 50 Prozent. Die Analysten würden die Gefahr sehen, dass sich diese Perspektivlosigkeit in zunehmend gewalttätigen Protesten niederschlagen könnte. Auf der anderen Seite sei Spanien aber gezwungen, seine Finanzen wieder in Ordnung zu bringen.
Eine vom Königreich Spanien begebene Anleihe (ISIN ES00000121L2 / WKN A0T6KX) notiere zur Zeit bei 84,75 Prozent. Mitte März habe das Papier hingegen noch bei über 100 Prozent notiert. Die Anleihe sei mit einem Kupon von 4,60 Prozent ausgestattet und habe noch eine Laufzeit bis zum 30. Juli 2019. Daraus errechne sich aktuell eine jährliche Rendite von fast 7,5 Prozent. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent würden von Moody's mit "Baa3" bewertet, was gerade noch so auf Investmentgrade-Niveau liege.
Nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research könnten Staatsanleihen von Spanien nach wie vor eine interessante Investmentalternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor sein. Die Papiere würden aber weiterhin insbesondere für spekulativ veranlagte Anleger interessant bleiben. (Analyse vom 25.07.2012) (25.07.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
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