Pfund Sterling wertet nach Inflationsdaten auf


17.08.22 12:15
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Britische Pfund legte am Mittwoch zu, nachdem die Verbraucherpreisinflation im Vereinigten Königreich im Juli auf 10,1% und damit auf den höchsten Stand seit Februar 1982 gestiegen war, nachdem sie im Juni noch bei 9,4% gelegen hatte, so die Experten von XTB.

Die Märkte würden mit einer 85%-igen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um einen halben Prozentpunkt auf der September-Sitzung der Zentralbank rechnen. Die politischen Entscheidungsträger würden davon ausgehen, dass die Inflation im Oktober einen Höchststand von 13,3% erreichen werde und das Vereinigte Königreich im vierten Quartal in eine Rezession geraten könnte. Andererseits hätten die Daten darauf hingedeutet, dass der künftige Inflationsdruck allmählich nachlassen könnte.

Der jüngste Beschäftigungsbericht habe bereits Anzeichen dafür gezeigt, dass sich der Arbeitsmarkt abzukühlen beginne, während die von den Fabriken gezahlten Preise leicht zu sinken begonnen hätten, was die BoE in Bezug auf Zinserhöhungen zurückhaltender machen könnte. Aus technischer Sicht sei das Währungspaar GBP/USD von der Widerstandszone um 1,2160 abgeprallt, die mit dem 61,8% Fibonacci-Retracement der letzten Abwärtswelle und der zuvor durchbrochenen unteren Grenze des Aufwärtstrendkanals zusammenfalle. Solange sich das Paar jedoch über der wichtigen Unterstützung bei 1,20 halte, könnte ein weiterer Aufwärtsimpuls ausgelöst werden. (17.08.2022/alc/a/a)