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Ölpreis schiebt Inflation weiter Richtung Norden
17.10.16 10:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Mit dem erwarteten Anstieg der Konsumentenpreise von 0,2% auf 0,4% gg. Vj. dürfte noch nicht der Hochpunkt bei der Inflation in der Eurozone erreicht worden sein, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Der jüngste Zuwachs des Ölpreises dürfte in den kommenden Monaten in Kombination mit Basiseffekten zu einem weiteren Anziehen der Konsumentenpreise führen, der Hochpunkt der Teuerung sollte aber bereits im 1. Quartal 2017 mit rund 1,5% gg. Vj. verzeichnet werden. Aufwärtsrisiken für den Ölpreis und damit auch die Inflation würden derzeit aus der sich abzeichnenden Reduzierung der Fördermenge durch die OPEC resultieren.
Laut Berechnungen der EZB erhöhe ein 10%iger Anstieg des Ölpreises die Teuerung um bis zu 0,3%-Punkte. Ein temporärer ölpreisinduzierter Anstieg der Inflation in den Bereich der 2%-Marke würde aber nach Erachten der Analysten nicht dazu ausreichen, die EZB von ihrem expansiven geldpolitischen Kurs abzubringen. Dazu bedürfe es eines nachhaltigen durch Lohnsteigerungen hervorgerufenen Anstiegs der Kernrate, von dem bisher jegliche Spuren fehlen würden.
Die Stabilisierung des Ölpreises spiegele sich nicht nur in höheren Inflationszahlen wider, sondern sollte sich auch stützend auf die Aktivität in der US-Industrie ausüben. Hier habe der Energiesektor (Stichwort: Fracking) unter dem starken Ölpreisverfall gelitten, der Mitte 2014 eingesetzt und seinen Tiefpunkt Anfang dieses Jahres erreicht habe.
Die Schwäche des Energiesektors habe durchaus auch Konsequenzen auf den Arbeitsmarkt gehabt, da es in diesem Wirtschaftszweig zu einem deutlichen Arbeitsplatzabbau gekommen sei, der mit einer Stabilisierung der Aktivität nun auslaufen dürfte. Im September würden die Analysten indes nur mit einem kleinen Anstieg der gesamten Industrieproduktion um 0,2% im Monatsvergleich rechnen. Der Rebound des ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe im selben Monat von 49,4 auf 51,5 mache Hoffnung auf eine Fortsetzung der Erholung. (17.10.2016/alc/a/a)
Der jüngste Zuwachs des Ölpreises dürfte in den kommenden Monaten in Kombination mit Basiseffekten zu einem weiteren Anziehen der Konsumentenpreise führen, der Hochpunkt der Teuerung sollte aber bereits im 1. Quartal 2017 mit rund 1,5% gg. Vj. verzeichnet werden. Aufwärtsrisiken für den Ölpreis und damit auch die Inflation würden derzeit aus der sich abzeichnenden Reduzierung der Fördermenge durch die OPEC resultieren.
Die Stabilisierung des Ölpreises spiegele sich nicht nur in höheren Inflationszahlen wider, sondern sollte sich auch stützend auf die Aktivität in der US-Industrie ausüben. Hier habe der Energiesektor (Stichwort: Fracking) unter dem starken Ölpreisverfall gelitten, der Mitte 2014 eingesetzt und seinen Tiefpunkt Anfang dieses Jahres erreicht habe.
Die Schwäche des Energiesektors habe durchaus auch Konsequenzen auf den Arbeitsmarkt gehabt, da es in diesem Wirtschaftszweig zu einem deutlichen Arbeitsplatzabbau gekommen sei, der mit einer Stabilisierung der Aktivität nun auslaufen dürfte. Im September würden die Analysten indes nur mit einem kleinen Anstieg der gesamten Industrieproduktion um 0,2% im Monatsvergleich rechnen. Der Rebound des ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe im selben Monat von 49,4 auf 51,5 mache Hoffnung auf eine Fortsetzung der Erholung. (17.10.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 17.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


