Kerninflation im Fokus der EZB


31.05.17 09:45
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nachdem die gestern veröffentlichten nationalen deutschen Konsumentenpreise im Mai von 2,0% auf 1,5% gg. Vj (HVPI: 2,0% auf 1,4%) nachgaben, stehen heute die Preisdaten aus der gesamten Eurozone auf der Agenda, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Hier würden die Analysten mit einem Rückgang des Preisauftriebs (HVPI) von 1,9% auf 1,5% in der Jahresrate rechnen, u. a. da die preistreibenden Effekte seitens des Ölpreises zunehmend auslaufen würden. Besonderes Augenmerk dürfte dabei der Kerninflationsrate gelten, die im April überraschend von 0,8% auf 1,2% gg. Vj. angezogen sei. Ein nachhaltiger Anstieg der Kerninflation würde den Druck auf die EZB erhöhen, die Geldpolitik weniger expansiv zu gestalten. Die Mai-Daten dürften zeigen, dass der Anstieg primär auf saisonale Faktoren zurückzuführen gewesen sei, sodass es zu einem Rückgang auf 1,0% kommen dürfte. Dieses Bild werde durch die Dienstleistungspreise in Deutschland unterstützt, die im Mai kräftig von 1,7% auf 1,2% gg. Vj. nachgegeben hätten. (31.05.2017/alc/a/a)