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Japan und sein Inflationsziel
03.02.16 10:20
Oberbank
Linz (www.anleihencheck.de) - Mit der Einführung von Negativzinsen hatte die Bank of Japan (BoJ) letzte Woche die Märkte überrascht, so die Analysten der Oberbank.
Viele Marktteilnehmer seien davon ausgegangen, dass die BoJ sich früher oder später eingestehen werde, ihr selbstgestecktes Inflationsziel nicht erreichen zu können. Diese seien eines Besseren belehrt worden, hätten die Währungshüter doch lediglich ihren Zeitplan für das Erreichen der 2%igen Inflationsrate erneut verschoben. Von anziehenden Verbraucherpreisen könne derzeit keine Rede sein. Fundamental betrachtet sei der Zinsschritt nachvollziehbar. Mit ihrem Dreh an der Zinsschraube hätten sich die Notenbanker eines neuen Instruments bedient. Ihr bisher zentrales geldpolitisches Instrument, das QE-Programm, hätten sie unverändert belassen. Experten zufolge stünden dafür zukünftig nicht mehr genug kauffähige Anleihen zur Verfügung.
Auch der Negativzins dürfte auf Dauer nicht das probate Mittel zur Wirtschaftsbelebung darstellen, da nach einem dreigliedrigen System nur eine gewisse Quote der Bankeneinlagen negativ verzinst werden könnten und die Möglichkeit der Bargeldhaltung bestehe. Vielmehr werde das Ziel sein, Inflation über einen schwachen Yen und damit einhergehender höherer lmportpreise zu generieren Wirkung zeigen, als dass jene Marktteilnehmer, die auf einen stärkeren Yen gesetzt hätten, nun möglicherweise zurückhaltend agieren würden. Die aktuellen Kursniveaus würden jedoch darauf schließen lassen, dass es seitens der BoJ weiterer Maßnahmen bedürfe. Die Trading-Range bei EUR/JPY liege zwischen 130,00 und 132,40. (03.02.2016/alc/a/a)
Viele Marktteilnehmer seien davon ausgegangen, dass die BoJ sich früher oder später eingestehen werde, ihr selbstgestecktes Inflationsziel nicht erreichen zu können. Diese seien eines Besseren belehrt worden, hätten die Währungshüter doch lediglich ihren Zeitplan für das Erreichen der 2%igen Inflationsrate erneut verschoben. Von anziehenden Verbraucherpreisen könne derzeit keine Rede sein. Fundamental betrachtet sei der Zinsschritt nachvollziehbar. Mit ihrem Dreh an der Zinsschraube hätten sich die Notenbanker eines neuen Instruments bedient. Ihr bisher zentrales geldpolitisches Instrument, das QE-Programm, hätten sie unverändert belassen. Experten zufolge stünden dafür zukünftig nicht mehr genug kauffähige Anleihen zur Verfügung.
Auch der Negativzins dürfte auf Dauer nicht das probate Mittel zur Wirtschaftsbelebung darstellen, da nach einem dreigliedrigen System nur eine gewisse Quote der Bankeneinlagen negativ verzinst werden könnten und die Möglichkeit der Bargeldhaltung bestehe. Vielmehr werde das Ziel sein, Inflation über einen schwachen Yen und damit einhergehender höherer lmportpreise zu generieren Wirkung zeigen, als dass jene Marktteilnehmer, die auf einen stärkeren Yen gesetzt hätten, nun möglicherweise zurückhaltend agieren würden. Die aktuellen Kursniveaus würden jedoch darauf schließen lassen, dass es seitens der BoJ weiterer Maßnahmen bedürfe. Die Trading-Range bei EUR/JPY liege zwischen 130,00 und 132,40. (03.02.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


