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Jamaika-Staatsanleihe: sorgt für Musik im Depot
16.10.12 12:13
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Staatsanleihe (ISIN DE000A0DED93 / WKN A0DED9) von Jamaika weiterhin für ein interessantes Investment für den nicht-europäischen Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 10,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 27.10.2014 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 108,80% biete das Papier eine jährliche Rendite von 6,15%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit "B3" bewertet, was nicht mehr Investmentgrade-Status entspreche. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein hohes Kreditrisiko.
Aufgrund der zusätzlichen Finanzspritzen der FED und der EZB sei in Sache Euro-Schuldenkrise wieder etwas mehr Zeit gewonnen worden. Doch letztendlich müssten sich die angeschlagenen Euro-Staaten alleine "aus dem Sumpf" ziehen und wieder auf einen Wachstumskurs einschwenken. Der Markt scheine momentan mehr und mehr an einen Erfolg der Maßnahmen zu glauben, denn die Risikoprämien für die angeschlagenen europäischen Staaten wie Spanien, Italien und Portugal seien zuletzt weiter gesunken. Es dürfe aber nicht übersehen werden, dass sich viele Länder in der Euro-Zone weiter in der Rezession befänden.
Für Anleger, die weiterhin dem Euro und den Aktienmärkten gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten daher u.a. Staatsanleihen von Emittenten außerhalb des Euro-Raums interessant sein.
Der Inselstaat der Antillen habe weit mehr zu bieten als Reggae, Rum und zauberhafte Strände. Denn so sei Jamaika zum Beispiel der weltweit viertgrößte Exporteur von Bauxit, ein Erz, aus dem Aluminium gewonnen werde. Weitere wichtige Exportgüter seien Textilien, Zucker, Kaffee sowie Rum.
Der Inselstaat habe schwierige Zeiten hinter sich. 1996 sei es zu einem Zusammenbruch des Finanzsektors gekommen und Jamaika leide noch heute unter dessen Auswirkungen. Erst um die Jahrtausendwende sei Jamaika auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Dieser sei 2008 wieder verlassen worden und habe im Krisenjahr 2009 mit einem BIP-Rückgang um 2,8% seinen Tiefpunkt erreicht. Seither gehe es mit der Wirtschaft wieder langsam aber stetig bergauf und in 2011 dürfte das Wachstum etwa 1,5% betragen haben. Dabei seien die wichtigsten Säulen für die Wirtschaftsentwicklung Tourismus, Bauxit, Überweisungen der Auslandsjamaikaner und der Dienstleistungssektor. Für 2012 liege die BIP-Schätzung der jamaikanischen Zentralbank zwischen +1% und +2%.
Für Anleger sei auch wichtig zu wissen, dass die Verschuldung des Landes mit ca. 130% des BIPs und die Arbeitslosenquote in 2011 mit 12,4% sehr hoch seien. Zudem würden knapp 60% des öffentlichen Haushaltes für Zahlungsverpflichtungen verwendet. Daher habe die jamaikanische Regierung Anfang 2010 den IWF um Hilfe gebeten und Anfang Februar 2010 sei dann ein "Stand-By-Agreement" über 1,27 Mrd. USD vereinbart worden. Finanztechnisch sei Jamaika damit bankrott gewesen. Im Rahmen der Vereinbarung habe sich die Regierung dazu verpflichtet, durch Ausgabenkürzungen und Reformen des öffentlichen Sektors den Staatshaushalt zu bereinigen, eine deutliche Senkung der Zinslasten herbeizuführen und den Finanzsektor zu reformieren. So seien u.a. einheimischen Gläubigern eine Umschuldung von 7,8 Mrd. USD an Staatsanleihen angeboten worden.
Jamaika habe schwere Zeiten hinter sich und die Regierung stehe vor großen Herausforderungen. Im Zuge der allgemeinen robusten Verfassung der Weltwirtschaft könnte sich das Land in den kommenden Jahren aber wieder wesentlich besser entwickeln und dann auch wieder für positive Schlagzeilen sorgen, zumal sich die Wirtschaft der USA als wichtiger Handelspartner des Inselstaates zuletzt weiter stabil entwickelt habe.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Jamaika für eine interessante aber auch spekulative Anlagealternative für den nicht-europäischen Staatsanleihen-Sektor. Der attraktive Kupon von 10,50% gleiche die schwache Bonität des Landes zumindest teilweise, aus. Positiv sei, dass die Anleihe in Euro notiere und es somit kein Währungsrisiko für in Euro anlegende Investoren gebe. Und auch die relativ kurze Laufzeit der Anleihe verringere etwas das erhöhte Emittentenrisiko. (Analyse vom 16.10.2012) (16.10.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 10,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 27.10.2014 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 108,80% biete das Papier eine jährliche Rendite von 6,15%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit "B3" bewertet, was nicht mehr Investmentgrade-Status entspreche. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein hohes Kreditrisiko.
Aufgrund der zusätzlichen Finanzspritzen der FED und der EZB sei in Sache Euro-Schuldenkrise wieder etwas mehr Zeit gewonnen worden. Doch letztendlich müssten sich die angeschlagenen Euro-Staaten alleine "aus dem Sumpf" ziehen und wieder auf einen Wachstumskurs einschwenken. Der Markt scheine momentan mehr und mehr an einen Erfolg der Maßnahmen zu glauben, denn die Risikoprämien für die angeschlagenen europäischen Staaten wie Spanien, Italien und Portugal seien zuletzt weiter gesunken. Es dürfe aber nicht übersehen werden, dass sich viele Länder in der Euro-Zone weiter in der Rezession befänden.
Für Anleger, die weiterhin dem Euro und den Aktienmärkten gegenüber pessimistisch eingestellt seien, könnten daher u.a. Staatsanleihen von Emittenten außerhalb des Euro-Raums interessant sein.
Der Inselstaat der Antillen habe weit mehr zu bieten als Reggae, Rum und zauberhafte Strände. Denn so sei Jamaika zum Beispiel der weltweit viertgrößte Exporteur von Bauxit, ein Erz, aus dem Aluminium gewonnen werde. Weitere wichtige Exportgüter seien Textilien, Zucker, Kaffee sowie Rum.
Für Anleger sei auch wichtig zu wissen, dass die Verschuldung des Landes mit ca. 130% des BIPs und die Arbeitslosenquote in 2011 mit 12,4% sehr hoch seien. Zudem würden knapp 60% des öffentlichen Haushaltes für Zahlungsverpflichtungen verwendet. Daher habe die jamaikanische Regierung Anfang 2010 den IWF um Hilfe gebeten und Anfang Februar 2010 sei dann ein "Stand-By-Agreement" über 1,27 Mrd. USD vereinbart worden. Finanztechnisch sei Jamaika damit bankrott gewesen. Im Rahmen der Vereinbarung habe sich die Regierung dazu verpflichtet, durch Ausgabenkürzungen und Reformen des öffentlichen Sektors den Staatshaushalt zu bereinigen, eine deutliche Senkung der Zinslasten herbeizuführen und den Finanzsektor zu reformieren. So seien u.a. einheimischen Gläubigern eine Umschuldung von 7,8 Mrd. USD an Staatsanleihen angeboten worden.
Jamaika habe schwere Zeiten hinter sich und die Regierung stehe vor großen Herausforderungen. Im Zuge der allgemeinen robusten Verfassung der Weltwirtschaft könnte sich das Land in den kommenden Jahren aber wieder wesentlich besser entwickeln und dann auch wieder für positive Schlagzeilen sorgen, zumal sich die Wirtschaft der USA als wichtiger Handelspartner des Inselstaates zuletzt weiter stabil entwickelt habe.
Insgesamt halten die Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Jamaika für eine interessante aber auch spekulative Anlagealternative für den nicht-europäischen Staatsanleihen-Sektor. Der attraktive Kupon von 10,50% gleiche die schwache Bonität des Landes zumindest teilweise, aus. Positiv sei, dass die Anleihe in Euro notiere und es somit kein Währungsrisiko für in Euro anlegende Investoren gebe. Und auch die relativ kurze Laufzeit der Anleihe verringere etwas das erhöhte Emittentenrisiko. (Analyse vom 16.10.2012) (16.10.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.


