Inflationsrate der Eurozone wohl erneut nur bei 1,3%


28.02.18 08:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im Januar lag die Inflation in der Eurozone nur bei 1,3% in der Jahresrate, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Auch im Februar dürfte bei einem unveränderten Wert das Jahresplus nicht näher an die 2%-Marke heranrücken. Bei den makroökonomischen Projektionen der EZB-Experten werde der bisher für 2018 unterstellte USD-Ölpreis der Sorte Brent von 51,6 USD zwar aktuell um rund 6 USD überschritten. Mit Blick auf die Inflationsrate wirke sich der Ölpreis aber derzeit noch nicht nachhaltig in Form einer Aufwärtsentwicklung der Inflation aus. Die Analysten würden daher auch erwarten, dass bei der im März anstehenden Adjustierung der makroökomischen Projektionen durch die EZB-Experten der Inflationsausblick für das laufende und die beiden kommenden Jahre um je 0,1 Prozentpunkte (auf 1,3%, 1,4% und 1,6%) abgesenkt werde.

Die Februar-Preisdaten der Eurozone dürften unterstreichen, dass zumindest vorerst der geldpolitische Expansionskurs der EZB weiter fortgeführt werde. Auf die kurze Sicht drohe daher nach Erachten der Analysten beim Renditeniveau 10-jähriger deutscher Staatsanleihen - trotz des Gegenwindes vom US-Rentenmarkt - kein erneutes Antesten der diesjährigen Jahreshöchstmarke (0,78%). (28.02.2018/alc/a/a)