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Inflation ist weiterhin kein Thema
29.09.20 09:00
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - In der letzten Woche zeichnete sich sowohl beim ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland als auch bei den globalen Markit-Einkaufsmanagerindices eine Zweiteilung der wirtschaftlichen Entwicklung ab, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL AG.
Während die Stimmung der Unternehmen im Dienstleistungssektor zumeist nachgegeben habe, hätten die Anbieter im Verarbeitenden Gewerbe zuversichtlicher in die Zukunft geblickt. Hierin zeige sich, dass sich der private Konsum weiterhin langsamer von den Folgen des Corona-bedingten wirtschaftlichen Zusammenbruchs erhole als die Nachfrage nach Industriegütern - wie Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen.
Den Beleg habe in der letzten Woche auch der GfK-Konsumklimaindex geliefert, welcher erneut leicht nachgegeben habe, obwohl das Vorkrisenniveau bei weitem nicht erreicht gewesen sei. Zwar hätten sich die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Befragten leicht verbessert, doch entwickle sich die Anschaffungsneigung weiter verhalten - es werde gespart. Derzeit sehe es nicht danach aus, als ob eine überbordende private Konsumgüternachfrage einen deutlichen inflationären Schub anstoßen könnte, zumal die notwendigen Produktionskapazitäten nach den durch die Shutdowns notwendigen Unterbrechungen grundsätzlich wieder bereit stünden.
Daher - und weil im Vorjahresvergleich auch die Rohölpreise deutlich niedriger notieren würden - würden die in dieser Woche veröffentlichten September-Verbraucherpreisdaten für die Eurozone und Deutschland erneut nahe der Nulllinie erwartet. Zudem würden in dieser Woche die Entwicklungen am deutschen Arbeitsmarkt bekannt gegeben. Es werde mit einer unveränderten Arbeitslosenquote von 6,4% und einer nur leicht gesunkenen Arbeitslosenquote gerechnet. Würden die zuletzt erheblichen Stellenabbaupläne diverser Unternehmen berücksichtigt, sehe es derzeit nicht nach dem Einsetzen einer Lohn-Preis-Spirale aus. Die EZB dürfte vonseiten der Inflationsentwicklung in den zunächst keine Rechtfertigungsprobleme für ihren ultra-expansiven Kurs bekommen. (29.09.2020/alc/a/a)
Während die Stimmung der Unternehmen im Dienstleistungssektor zumeist nachgegeben habe, hätten die Anbieter im Verarbeitenden Gewerbe zuversichtlicher in die Zukunft geblickt. Hierin zeige sich, dass sich der private Konsum weiterhin langsamer von den Folgen des Corona-bedingten wirtschaftlichen Zusammenbruchs erhole als die Nachfrage nach Industriegütern - wie Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen.
Den Beleg habe in der letzten Woche auch der GfK-Konsumklimaindex geliefert, welcher erneut leicht nachgegeben habe, obwohl das Vorkrisenniveau bei weitem nicht erreicht gewesen sei. Zwar hätten sich die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Befragten leicht verbessert, doch entwickle sich die Anschaffungsneigung weiter verhalten - es werde gespart. Derzeit sehe es nicht danach aus, als ob eine überbordende private Konsumgüternachfrage einen deutlichen inflationären Schub anstoßen könnte, zumal die notwendigen Produktionskapazitäten nach den durch die Shutdowns notwendigen Unterbrechungen grundsätzlich wieder bereit stünden.
Daher - und weil im Vorjahresvergleich auch die Rohölpreise deutlich niedriger notieren würden - würden die in dieser Woche veröffentlichten September-Verbraucherpreisdaten für die Eurozone und Deutschland erneut nahe der Nulllinie erwartet. Zudem würden in dieser Woche die Entwicklungen am deutschen Arbeitsmarkt bekannt gegeben. Es werde mit einer unveränderten Arbeitslosenquote von 6,4% und einer nur leicht gesunkenen Arbeitslosenquote gerechnet. Würden die zuletzt erheblichen Stellenabbaupläne diverser Unternehmen berücksichtigt, sehe es derzeit nicht nach dem Einsetzen einer Lohn-Preis-Spirale aus. Die EZB dürfte vonseiten der Inflationsentwicklung in den zunächst keine Rechtfertigungsprobleme für ihren ultra-expansiven Kurs bekommen. (29.09.2020/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


