Inflation im Euroraum wieder rückläufig


02.04.19 11:45
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Laut gestriger Schätzung von Eurostat stiegen Verbraucherpreise in der Eurozone im März lediglich um 1,40% gegenüber dem Vorjahr (erwartet wurde eine Inflationsrate von 1,50%, gleich wie im Februar), so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Dabei seien Energiepreise um über 5,00% gestiegen und Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak hätten sich in den letzten zwölf Monaten um 1,80% verteuert. Die Kerninflationsrate, die den Preisanstieg der übrigen Waren und Dienstleistungen widerspiegele, sei im März auf 0,80% zurückgegangen (von 1,00% im Februar). Da sie um die volatilen Komponenten bereinigt sei, spiele die Kerninflation eine wichtige Rolle für die Geldpolitik. Weil das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank knapp unter 2,00% liege, werde die EZB die Leitzinsen noch lange am Rekordtief belassen - laut ihrem Beschluss vom 7. März komme eine Erhöhung frühestens 2020 in Frage. Bis dahin können wir mit einem Einlagen-Zinssatz für Banken von -0,40% rechnen, an dem sich kurzfristige Zinssätze in EUR orientieren, so die Oberbank. (02.04.2019/alc/a/a)