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Höhepunkt der Inflationsdynamik erreicht
04.04.22 13:40
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Die Inflation blieb länger als erwartet auf sehr hohem Niveau, was insbesondere auf den starken Anstieg der Energiepreise zurückzuführen ist, so Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management.
Der Höhepunkt dieser Dynamik sei voraussichtlich im März erreicht worden und die Experten von Fisch Asset Management würden ab April mit einem deutlichen Rückgang rechnen. Nicht zuletzt aufgrund der Aussagen von FED-Chef Jerome Powell, der jüngst überraschend einen deutlich restriktiveren geldpolitischen Kurs als bisher kommuniziert in Aussicht gestellt habe, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Eine Abkühlung der Konjunktur werde dabei in Kauf genommen, da die Rezessionsgefahr aktuell sehr klein sei. Die Ukraine-Krise erhöhe gemäß der FED zwar die Unsicherheiten, sei aber offenbar kein Grund, auf eine Straffung der Geldpolitik zu verzichten.
Die Finanzmärkte hätten insgesamt sowohl auf diese monetären Änderungen als auch auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen erstaunlich gelassen reagiert. Die Aktienmärkte hätten teilweise sogar zulegen können. Die Experten von Fisch Asset Management würden dies als Zeichen einer hohen markttechnischen Stärke interpretieren. Bei den langfristigen Zinsen in den USA und in Europa sei es zu einem weiteren Anstieg gekommen, der allerdings geordnet und im Rahmen der Erwartungen verlaufen sei. Die gleichzeitig weitere Abflachung der Zinskurven sei zudem ein Signal, dass die Inflationserwartungen moderat bleiben würden, die Konjunktur abkühle, aber keine Rezession zu erwarten sei und die Notenbanken damit die Lage unter Kontrolle hätten.
An den Finanzmärkten sei aktuell viel Negatives eingepreist, darunter höhere Zinsen und ein verzögerter Inflationsabbau. In diesem Umfeld seien kurzfristig sogar positive Überraschungen möglich. Allerdings sei eine mögliche Rezession in der zweiten Jahreshälfte noch nicht in den Kursen enthalten. Hier müssten potenzielle Warnsignale genau beobachtet werden. Ein Warnsignal sei die starke Abflachung der US-Zinskurve im Bereich zwischen zwei und zehn Jahren. Allerdings nähmen die aktuell sehr hohen 2-Jahreszinsen die bereits jetzt praktisch sichere Anhebung der FED Funds auf zwei Prozent bis Jahresende vorweg. Deshalb sei der kleine Unterschied zu den 10-Jahreszinsen nicht unbedingt ein Zeichen einer bevorstehenden Rezession, sondern eine arbitragebedingte Reaktion auf die Kommunikation der FED.
Historisch betrachtet hätten geopolitische Krisen kaum langfristige Auswirkungen auf die globale Konjunktur und die Finanzmärkte. Zudem wirke weiterhin eine Reihe von Faktoren strukturell positiv: Hohe Bargeldbestände der privaten Haushalte, hohe Auftragseingänge in der Industrie, global abnehmende Lieferkettenprobleme, tiefe Lagerbestände, wieder steigende US-Erwerbsquoten und starke Kreditimpulse im privaten Bankensystem. Auch würden die Finanz- und Devisenmärkte bisher nur moderat auf die abkühlende Konjunktur und die restriktivere Geldpolitik in den USA und Europa reagieren. So bleibe das globale Finanzsystem aktuell noch im Gleichgewicht und trotz volatiler Märkte grundsätzlich stabil. (04.04.2022/alc/a/a)
Der Höhepunkt dieser Dynamik sei voraussichtlich im März erreicht worden und die Experten von Fisch Asset Management würden ab April mit einem deutlichen Rückgang rechnen. Nicht zuletzt aufgrund der Aussagen von FED-Chef Jerome Powell, der jüngst überraschend einen deutlich restriktiveren geldpolitischen Kurs als bisher kommuniziert in Aussicht gestellt habe, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Eine Abkühlung der Konjunktur werde dabei in Kauf genommen, da die Rezessionsgefahr aktuell sehr klein sei. Die Ukraine-Krise erhöhe gemäß der FED zwar die Unsicherheiten, sei aber offenbar kein Grund, auf eine Straffung der Geldpolitik zu verzichten.
An den Finanzmärkten sei aktuell viel Negatives eingepreist, darunter höhere Zinsen und ein verzögerter Inflationsabbau. In diesem Umfeld seien kurzfristig sogar positive Überraschungen möglich. Allerdings sei eine mögliche Rezession in der zweiten Jahreshälfte noch nicht in den Kursen enthalten. Hier müssten potenzielle Warnsignale genau beobachtet werden. Ein Warnsignal sei die starke Abflachung der US-Zinskurve im Bereich zwischen zwei und zehn Jahren. Allerdings nähmen die aktuell sehr hohen 2-Jahreszinsen die bereits jetzt praktisch sichere Anhebung der FED Funds auf zwei Prozent bis Jahresende vorweg. Deshalb sei der kleine Unterschied zu den 10-Jahreszinsen nicht unbedingt ein Zeichen einer bevorstehenden Rezession, sondern eine arbitragebedingte Reaktion auf die Kommunikation der FED.
Historisch betrachtet hätten geopolitische Krisen kaum langfristige Auswirkungen auf die globale Konjunktur und die Finanzmärkte. Zudem wirke weiterhin eine Reihe von Faktoren strukturell positiv: Hohe Bargeldbestände der privaten Haushalte, hohe Auftragseingänge in der Industrie, global abnehmende Lieferkettenprobleme, tiefe Lagerbestände, wieder steigende US-Erwerbsquoten und starke Kreditimpulse im privaten Bankensystem. Auch würden die Finanz- und Devisenmärkte bisher nur moderat auf die abkühlende Konjunktur und die restriktivere Geldpolitik in den USA und Europa reagieren. So bleibe das globale Finanzsystem aktuell noch im Gleichgewicht und trotz volatiler Märkte grundsätzlich stabil. (04.04.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


