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Für die EZB ist ihr Inflationsziel das Maß aller Dinge
07.06.19 09:00
Franklin Templeton
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Viele Beobachter hatten keine großen Erwartungen an die Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) in dieser Woche, aber wie David Zahn, Head of European Fixed Income bei Franklin Templeton, erklärt, haben die auf dem Treffen getroffenen Entscheidungen einige faszinierende Auswirkungen und zeigen, wie groß die Entschlossenheit der Bank ist, ihr Inflationsziel zu erreichen.
Die Experten von Franklin Templeton seien seit mehreren Wochen der Meinung, dass die Juni-Sitzung der EZB wichtiger wäre, als viele Kommentatoren erwartet hätten. Und es hat sich für uns bewahrheitet, so die Experten von Franklin Templeton.
Es sei wichtig, sich daran zu erinnern, dass die EZB nach wie vor eine inflationszielorientierte Zentralbank sei. Als die Zinserwartungen des Marktes für den Euroraum in den letzten Monaten nachgegeben hätten, habe man also entschlossenes Handeln von EZB-Präsident Mario Draghi und seinen Kollegen erwartet.
In der Vergangenheit habe man gesehen, wie die EZB auf einen deutlichen Rückgang des 5-jährigen, 5-jährigen (5yr-5yr) Forward Inflationsindex mit deutlichen Maßnahmen reagiert habe. 5yr-5yr sei ein Maß für die Inflationserwartung des Marktes für fünf Jahre, fünf Jahre nach heute.
Die aktuellsten verfügbaren Zahlen würden zeigen, dass der Inflationswap der Eurozone im ersten Quartal 2019 bei rund 1,3% gelegen habe, verglichen mit 1,7% im dritten Quartal 2018, und sich immer weiter vom 2%-Ziel der EZB entfernt habe (Quelle: Source: Bloomberg, as at 6 June 2019). Tatsächlich liege die fünfjährige Inflationserwartung unter dem Niveau, das sie bei der Einführung des quantitativen Lockerungsprogramms durch die EZB im März 2015 erreicht habe.
Im Mittelpunkt der gestern angekündigten Reaktion der EZB stehe ihr Programm für langfristige Refinanzierungsgeschäfte (LTROs). Von den derzeitigen LTROs sollten 2020 bis 2021 rund 700 Milliarden Euro fällig werden. Die Experten von Franklin Templeton seien der Meinung, dass die von der EZB am 6. Mai angekündigten attraktiveren Refinanzierungskonditionen die Banken ermutigen sollten, sich zu refinanzieren und wahrscheinlich mehr zu leihen und Anleihen am kurzen Ende zu kaufen. Dies wiederum sollte die Zinskurven in den so genannten Randländern der Eurozone - denjenigen mit kleineren oder weniger entwickelten Volkswirtschaften in Europa - in guter Verfassung halten.
Wie sehe die zukünftige EZB-Politik aus? Das Wachstum in Europa sei nach wie vor ordentlich (aber nicht mehr als das). Angesichts geopolitischer Unsicherheiten wie Brexit und Handelsspannungen scheine es den Experten von Franklin Templeton offensichtlich, dass die Risiken für die Märkte überwiegen würden. Daher würden die Experten erwarten, dass die EZB weiterhin akkommodierend sei. Eine Zinserhöhung im Euroraum würden die Experten von Franklin Templeton nicht vor 2022 erwarten.
Es sei jedoch wichtig zu wissen, dass viele der Akteure, die die Richtung der EZB bestimmen würden, in diesem Jahr wechseln würden. Draghi's Amtszeit ende Ende Oktober und bis Ende des Jahres würden acht der 19 nationalen Zentralbank-Gouverneure nicht mehr über die Zinsen mitentscheiden sondern zurückgetreten sein.
Das große Fragezeichen sei also, in welche Richtung sich die EZB danach entwickle, denn das bisherige Verhalten der EZB lasse sich dank der anstehenden Personalwechsel nicht einfach in die Zukunft übertragen. Sie könnte "dovish" sein wie jetzt aber sich genauso gut auch als "hawkisch" herausstellen. Aber solange die EZB ein inflationszielorientiertes Organ bleibe, würden die Experten von Franklin Templeton glauben, dass sie weiterhin eine akkommodierende Geldpolitik verfolgen werde. (Ausgabe vom 06.06.2019) (07.06.2019/alc/a/a)
Die Experten von Franklin Templeton seien seit mehreren Wochen der Meinung, dass die Juni-Sitzung der EZB wichtiger wäre, als viele Kommentatoren erwartet hätten. Und es hat sich für uns bewahrheitet, so die Experten von Franklin Templeton.
Es sei wichtig, sich daran zu erinnern, dass die EZB nach wie vor eine inflationszielorientierte Zentralbank sei. Als die Zinserwartungen des Marktes für den Euroraum in den letzten Monaten nachgegeben hätten, habe man also entschlossenes Handeln von EZB-Präsident Mario Draghi und seinen Kollegen erwartet.
In der Vergangenheit habe man gesehen, wie die EZB auf einen deutlichen Rückgang des 5-jährigen, 5-jährigen (5yr-5yr) Forward Inflationsindex mit deutlichen Maßnahmen reagiert habe. 5yr-5yr sei ein Maß für die Inflationserwartung des Marktes für fünf Jahre, fünf Jahre nach heute.
Im Mittelpunkt der gestern angekündigten Reaktion der EZB stehe ihr Programm für langfristige Refinanzierungsgeschäfte (LTROs). Von den derzeitigen LTROs sollten 2020 bis 2021 rund 700 Milliarden Euro fällig werden. Die Experten von Franklin Templeton seien der Meinung, dass die von der EZB am 6. Mai angekündigten attraktiveren Refinanzierungskonditionen die Banken ermutigen sollten, sich zu refinanzieren und wahrscheinlich mehr zu leihen und Anleihen am kurzen Ende zu kaufen. Dies wiederum sollte die Zinskurven in den so genannten Randländern der Eurozone - denjenigen mit kleineren oder weniger entwickelten Volkswirtschaften in Europa - in guter Verfassung halten.
Wie sehe die zukünftige EZB-Politik aus? Das Wachstum in Europa sei nach wie vor ordentlich (aber nicht mehr als das). Angesichts geopolitischer Unsicherheiten wie Brexit und Handelsspannungen scheine es den Experten von Franklin Templeton offensichtlich, dass die Risiken für die Märkte überwiegen würden. Daher würden die Experten erwarten, dass die EZB weiterhin akkommodierend sei. Eine Zinserhöhung im Euroraum würden die Experten von Franklin Templeton nicht vor 2022 erwarten.
Es sei jedoch wichtig zu wissen, dass viele der Akteure, die die Richtung der EZB bestimmen würden, in diesem Jahr wechseln würden. Draghi's Amtszeit ende Ende Oktober und bis Ende des Jahres würden acht der 19 nationalen Zentralbank-Gouverneure nicht mehr über die Zinsen mitentscheiden sondern zurückgetreten sein.
Das große Fragezeichen sei also, in welche Richtung sich die EZB danach entwickle, denn das bisherige Verhalten der EZB lasse sich dank der anstehenden Personalwechsel nicht einfach in die Zukunft übertragen. Sie könnte "dovish" sein wie jetzt aber sich genauso gut auch als "hawkisch" herausstellen. Aber solange die EZB ein inflationszielorientiertes Organ bleibe, würden die Experten von Franklin Templeton glauben, dass sie weiterhin eine akkommodierende Geldpolitik verfolgen werde. (Ausgabe vom 06.06.2019) (07.06.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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