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Eurozone: Inflationsentwicklung erhöht Druck auf EZB
12.01.15 16:17
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die jüngste Inflationsentwicklung in der Eurozone hat den Druck auf die EZB weiter erhöht. Erwartungsgemäß hatte Eurostat in der vergangenen Woche gemeldet, dass die Verbraucherpreise im gemeinsamen Währungsraum zum Jahresende erstmals seit einigen Jahren wieder rückläufig im Vergleich zum Vorjahrsmonat waren, so die Analysten der NORD LB.
Der Schnellschätzung der Statistikbehörde zufolge habe die Inflationsrate demnach bei -0,2% Y/Y gelegen. Entsprechend dürfte die Notenbank gezwungen sein, mit einem starken Signal auf diese Entwicklung zu reagieren, zumal vor allem die Preisentwicklung bei den Energieträgern und hier in erster Linie beim Rohöl klar darauf hindeute, dass die Teuerungsrate auch in den kommenden Monaten unter der Nulllinie bleiben und womöglich sogar noch weiter nachgeben könnte. Daher scheine es nur noch eine Frage des Zeitpunkts zu sein, ab wann die EZB mit den Ankäufen von Staatsanleihen beginne.
Hinzu komme, dass die avisierte Bilanzausweitung anders kaum zu erreichen sein dürfte. Vor dem Hintergrund des neuen Sitzungsrhythmus des EZB-Rates - seit dem neuen Jahr würden die geldpolitischen Tagungen nur noch alles sechs Wochen stattfinden - spreche mittlerweile einiges dafür, dass man bereits im Januar einen entsprechenden Beschluss falle. Die Fronten zwischen den Befürwortern und den Kritikern dieser Ankäufe seien nach wie vor verhärtet - allerdings dürfte es eine klare Mehrheit für ein Sovereign QE geben.
Der italienische Notenbankchef Visco habe jüngst noch einmal gefordert, dass die EZB massiv Staatsanleihen ankaufen müsse, um der Deflation zu begegnen. Anders würden die Statements hierzu aus Deutschland aussehen. Der Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, habe erneut darauf verwiesen, dass es sich bei diesen Ankäufen um Staatenfinanzierung handle. Das Argument sei nicht neu, dürfte aber vor dem Hintergrund der jüngsten Preisentwicklung und der Angst vor einem erneuten Aufflammen der Eurokrise und damit verbundenen Verwerfungen an den (europäischen) Finanzmärkten immer weniger Gehör finden. (12.01.2015/alc/a/a)
Der Schnellschätzung der Statistikbehörde zufolge habe die Inflationsrate demnach bei -0,2% Y/Y gelegen. Entsprechend dürfte die Notenbank gezwungen sein, mit einem starken Signal auf diese Entwicklung zu reagieren, zumal vor allem die Preisentwicklung bei den Energieträgern und hier in erster Linie beim Rohöl klar darauf hindeute, dass die Teuerungsrate auch in den kommenden Monaten unter der Nulllinie bleiben und womöglich sogar noch weiter nachgeben könnte. Daher scheine es nur noch eine Frage des Zeitpunkts zu sein, ab wann die EZB mit den Ankäufen von Staatsanleihen beginne.
Hinzu komme, dass die avisierte Bilanzausweitung anders kaum zu erreichen sein dürfte. Vor dem Hintergrund des neuen Sitzungsrhythmus des EZB-Rates - seit dem neuen Jahr würden die geldpolitischen Tagungen nur noch alles sechs Wochen stattfinden - spreche mittlerweile einiges dafür, dass man bereits im Januar einen entsprechenden Beschluss falle. Die Fronten zwischen den Befürwortern und den Kritikern dieser Ankäufe seien nach wie vor verhärtet - allerdings dürfte es eine klare Mehrheit für ein Sovereign QE geben.
Der italienische Notenbankchef Visco habe jüngst noch einmal gefordert, dass die EZB massiv Staatsanleihen ankaufen müsse, um der Deflation zu begegnen. Anders würden die Statements hierzu aus Deutschland aussehen. Der Chef des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, habe erneut darauf verwiesen, dass es sich bei diesen Ankäufen um Staatenfinanzierung handle. Das Argument sei nicht neu, dürfte aber vor dem Hintergrund der jüngsten Preisentwicklung und der Angst vor einem erneuten Aufflammen der Eurokrise und damit verbundenen Verwerfungen an den (europäischen) Finanzmärkten immer weniger Gehör finden. (12.01.2015/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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