Eurozone: Inflationsdaten verfehlen Erwartungen


01.02.23 12:32
XTB

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone fiel im Januar auf ein Acht-Monatstief von 8,5% gegenüber 9,2% im Dezember und lag damit unter den Marktprognosen von 9%, wie vorläufige Schätzungen zeigten, so die Experten von XTB.

Die Kerninflation sei unverändert bei 5,2% geblieben, während die Märkte einen Rückgang auf 5,1% erwartet hätten. Die Arbeitslosenquote habe mit 6,6% über den Marktschätzungen von 6,5% gelegen. In Italien, Irland und den Niederlanden habe sich die Inflation verlangsamt, während sie in Spanien und Frankreich leicht angestiegen sei. Die Daten für die Inflation in Deutschland seien jedoch nicht verfügbar, da das statistische Amt des Landes die Veröffentlichung seiner eigenen Zahlen aufgrund technischer Probleme bei der Datenverarbeitung habe verschieben müssen.

Im Januar seien die Energiepreise langsamer gestiegen (17,2% gegenüber 25,5%), und auch die Inflation bei den Dienstleistungen sei zurückgegangen (4,2% gegenüber 4,4%), während die Kosten für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak (14,1% gegenüber 13,8%) sowie für Industriegüter ohne Energie (6,9% gegenüber 6,4%) schneller gestiegen seien. Im Vergleich zum Vormonat seien die Verbraucherpreise wie im Dezember um 0,4% gefallen, angeführt von einem Rückgang der Energiekosten um 0,9%. (01.02.2023/alc/a/a)