Eurozone: Erste Juni-Daten zu Inflation aus Frankreich und Spanien erwartet


23.06.25 09:21
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Auf beiden Seiten des Atlantiks stehen Inflationszahlen auf der Agenda, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

In der Eurozone würden dabei erste nationale Schnellschätzungen (FR, ES) Einblicke in die Preisentwicklung im Juni ermöglichen. In den USA sollten indessen die PCE-Inflationszahlen für Mai, gegeben der Entwicklung der VPI- und PPI-Daten, auf eine positive Entwicklung der Inflationsdynamiken hinweisen.

Die FED habe die Leitzinsen wie erwartet unverändert belassen. Die aktualisierten Wirtschaftsprognosen würden weniger Wachstum, mehr Inflation und einen leicht höheren Leitzinspfad ausweisen. Im Vergleich zur Sitzung im Mai habe sich die Unsicherheit etwas verringert und überraschenderweise seien die Ereignisse im Nahen Osten kein Thema gewesen. Insgesamt habe die FED-Sitzung aber keine großen Neuigkeiten für die Finanzmärkte gebracht. Sie hinterlasse lediglich den Eindruck, dass sich die FED hinsichtlich eines Inflationsanstiegs in den kommenden Monaten sehr sicher sei.

An den Finanzmärkten sei die Pressekonferenz als leicht hawkish wahrgenommen worden, nachdem der Markt auf die zuvor veröffentlichte Erklärung/Prognosen dovish reagiert habe. Letzteres habe wahrscheinlich daran gelegen, dass die Median-Prognose für den Leitzins unverändert geblieben sei. Insgesamt habe die FED-Sitzung aber keine richtungsweisenden Signale für den Treasury-Markt gegeben. Da es kaum neue Informationen von der FED gebe, sehe man keinen Grund, die Prognose einer Zinssenkung gegen Ende des Jahres zu ändern.

Bei ihrer Juni-Sitzung habe sich die Schweizer Nationalbank (SNB) entschieden, den Leitzins wie erwartet um 25 BP auf 0,0 % zu senken. Der CHF habe mit einer geringfügigen Aufwertung reagiert, da auch ein aggressiverer Schritt im Raum gestanden habe. Ob die SNB im September das Zeitalter der Negativzinsen zurückbringe, werde keine leichte Entscheidung. Derzeit stünden die Signale auf vorsichtige Zurückhaltung. (Ausgabe vom 20.06.2025) (23.06.2025/alc/a/a)