Euroland-Inflation mit leichtem Plus erwartet


29.09.17 11:31
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nachdem die Inflation (HVPI) in der Eurozone im August von 1,3% auf 1,5% gg. Vj. angezogen war, dürfte sich dieser Trend im September fortsetzen und die Teuerung auf 1,6% zugelegt haben, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dies sei aber nicht auf einen zunehmenden Inflationsdruck, sondern primär auf Basiseffekte bei den Energiepreisen zurückzuführen. Dies verdeutliche die Kernrate der Inflation, die im September u.a. aufgrund des niedrigen Lohndrucks von 1,2% auf 1,1% gg. Vj. nachgegeben haben dürfte. Entsprechend bleibe der Druck auf die EZB, stark auf die geldpolitische Bremse zu treten, trotz der zuletzt soliden Konjunkturdaten gering.

In Deutschland hätten die auf europäischer Basis berechneten Konsumentenpreise (HVPI) sogar auf der Unterseite überrascht und im September gegenüber dem Vormonat stagniert. Die Jahresrate habe unverändert bei 1,8% verharrt. Damit lägen die Risiken für den Euroland-HVPI sogar eher auf der Unterseite. (29.09.2017/alc/a/a)