EZB warnt vor Engpass bei physischem Gold - eine Gefahr für die internationale Finanzmarktstabilität?


27.05.25 09:00
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.anleihencheck.de) - Der Wert von Goldderivaten in der Eurozone liegt laut Europäischer Zentralbank bei rund 1 Billion Euro - bei einem Goldpreis von 3.200 Dollar pro Unze entspricht das rund dem dreifachen der weltweiten Jahresproduktion, berichten die Experten von Stabilitas Fonds.

Sollte es zu verstärkten Forderungen nach physischer Auslieferung kommen, etwa durch Zentralbanken der BRICS-Staaten, würden massive Marktverwerfungen drohen: Lieferausfälle, Preissprünge, Nachschusspflichten und mögliche Pleiten von Banken. Die EZB warne, dass die Deckung vieler Schuldverschreibungen nicht ausreichen könnte. Martin Siegel, Gründer und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH, stelle klar: Nur physisches Gold biete Schutz vor Lieferengpässen. Die Nachfrage nach Goldminenaktien steige bereits deutlich. Die EZB-Warnung werfe Fragen zur Stabilität des Derivatemarkts auf – und zur Rolle großer staatlicher Käufer. Eingriffe in den Markt oder sogar eine vorrübergehende Schließung könnten notwendig werden, um einen Kollaps zu verhindern. (Ausgabe vom 26.05.2025) (27.05.2025/alc/a/a)