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EZB-Signale, US-Zölle, SNB-Ausblick: Märkte zwischen Zinspause und Inflationssorgen
09.06.25 09:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die in dieser Woche veröffentlichte Mai-Schnellschätzung für den HVPI im Euroraum wies eine Gesamtinflationsrate von 1,9% und eine Kerninflationsrate von 2,3% aus (gegenüber 2,2% bzw. 2,7% im April), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Ein wichtiger Faktor in diesem Bericht sei die Verlangsamung der Inflation im Dienstleistungssektor, die von 4,0 % im April auf 3,2 % zurückgegangen sei. Dies sei vor allem auf den Rückgang saisonaler Ostereffekte zurückzuführen, insbesondere im Flugverkehr und im Urlaubssektor. Darüber hinaus habe der jährliche Rückgang der Energiepreise stark zur Gesamtinflationsrate von 1,9 % beigetragen, welche im Einklang mit dem Ziel der EZB stehe. Die Veröffentlichung der vollständigen Daten Mitte Juni werde weitere Klarheit darüber schaffen, ob man mit einem anhaltenden Rückgang der Inflation rechnen könne oder ob sie sich bei etwa 2 % stabilisieren werde. Zeitgleich habe es auch positive Daten aus Österreich zu berichten gegeben. Die finalen Zahlen für die österreichische Konjunktur im ersten Quartal hätten die Rückkehr auf den Wachstumspfad bestätigt. Die Dynamik sei mit +0,1 % p.q. gleichwohl deutlich schwächer ausgefallen als in der Eurozone. Ein dynamischer Aufschwung zeichne sich weiterhin nicht ab. Da allerdings die Vorquartale allesamt noch oben revidiert worden seien, habe sich die Ausgangsbasis für das Gesamtjahr 2025 auch abseits des BIP-Anstiegs in Q1 spürbar verbessert. Allein die Revisionen bewirkten eine um mehr als 0,3 Prozentpunkte höhere Wachstumszahl im laufenden Jahr. Die Analysten würden daher ihre Konjunkturprognose für Österreich unter Revision stellen und würden demnächst aktualisierte Schätzungen veröffentlichen.
Die ebenfalls erschienenen April-Handelsdaten für die USA deuteten einen klaren Rückgang des US-Handelsbilanzdefizits an. Zur Erinnerung: Aufgrund von Vorzieheffekten angesichts der drohenden Zollankündigung Donald Trumps Anfang April ("Liberation Day") habe sich das Handelsbilanzdefizit der USA im März massiv ausgeweitet. Angesichts dieses Umstandes sei der Rückgang des Defizits im April um über 50 % wenig überraschend gekommen. Ausschlaggebend hierfür sei insbesondere ein deutlicher Rückgang der Güterimporte (~20 %) gewesen, welcher wiederum durch einen besonders starken Rückgang des Imports pharmazeutischer Produkte (50 %) bedingt gewesen sei. Die Handelsdaten stützten die These, dass das US-BIP im zweiten Quartal wieder stärker ausfallen sollte als im ersten Quartal, der Nowcast der Atlanta Fed liege nach den jüngsten Veröffentlichungen bei 3,8 % (p.q., annualisiert).
Die nächste Woche anstehende Veröffentlichung der Handelsdaten für die Eurozone werde wohl ein gegenteiliges Bild zeichnen, also auf einen Rückgang der Exporte hinweisen. Insbesondere Länder wie Deutschland und Irland hätten im ersten Quartal stark von der gestiegenen Nachfrage aus den USA profitiert, was sich auch in einem überraschend starken Wachstum der Eurozone niedergeschlagen habe (+0,6 %). Eine Normalisierung der Handelsdynamiken sollte zu niedrigeren Wachstumsdynamiken im zweiten Quartal führen. Jedenfalls bleibe die Unsicherheit hinsichtlich der US-Zölle weiterhin erhöht. Als Spiegelbild für die Unsicherheit auf den Finanzmärkten diene der Stimmungsindikator Sentix, dessen Juni-Wert ebenfalls nächste Woche erscheinen werde. Der Sentix habe im April aufgrund des Liberation Day einen herben Einbruch verkraften müssen (-2,9 auf -19,5 Punkte), habe aber bereits im Mai wieder auf –8,1 Punkte zugelegt. Die Analysten der RBI denken, dass diese Erholung sich im Juni fortsetzen wird, und prognostizieren einen Wert von -6 Punkten.
Auch die US-amerikanischen VPI-Inflationszahlen für Mai würden ganz im Zeichen der Zölle stehen. Die Zahlen für April hätten noch keinen zollinduzierten Preisschock aufgewiesen. Der Nowcast der Cleveland Fed deute auch für Mai nicht auf einen starken Inflationssprung hin, während für die Gesamtinflation ein monatliches Wachstum in Höhe von 0,1 % erwartet werde, prognostiziere das Modell für die Kernrate ein Wachstum von 0,2 % (erste Konsensschätzungen seien etwas pessimistischer: 0,2 % und 0,3 %). Nichtsdestotrotz werde dennoch allgemein erwartet, dass die US-Zölle im Jahresverlauf inflationär wirken sollten, größere Unklarheit bestehe lediglich hinsichtlich der zeitlichen Abfolge. Auch US-Konsumentinnen und -Konsumenten gingen von einer höheren Inflation aus. Dies verdeutlichten die von der University of Michigan erhobenen Inflationserwartungen, welche im Mai bei 6,6 % für 1 Jahr und 4,2 % für 5 Jahre gelegen hätten. Vor diesem Hintergrund habe der ebenfalls publizierte Indikator zur Konsumentenstimmung zuletzt drastisch abgenommen. Nächste Woche erschienen die Daten der University of Michigan für Juni, die Entwicklung der Komponenten zu den Inflationserwartungen und zur Gesamtstimmung werde dabei abermals im Mittelpunkt stehen.
Die EZB habe die Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte gesenkt, wodurch der Einlagesatz nun auf 2 % falle. Der Fokus habe diesmal weniger auf dem Zinsentscheid, sondern auf etwaigen Signalen über das weitere Vorgehen gelegen. Und hier habe EZB-Präsidentin Lagarde deutlichere Worte als von vielen erwartet gefunden. Die EZB sehe sich als "gut positioniert". Dies deute sehr klar auf eine Pause des Zinssenkungszyklus hin. Die Analysten sähen sich damit in ihrer Einschätzung konstanter Leitzinsen im Juli bestätigt. Gleichzeitig werfe es aber auch die Frage auf, ob der Zinssenkungszyklus nun womöglich ein Ende gefunden habe. Die Analysten seien hier noch etwas vorsichtig. Warum? Die EZB habe ihre Inflationsprognose aufgrund niedrigerer Energiepreise und eines stärkeren Euros mitunter deutlich nach unten revidiert. Weiters seien Alternativ-Szenarien vorgestellt worden, welche bei höheren US-Zöllen auf negative Wachstums- und Inflationseffekte hinwiesen. Mit dem 9. Juli ende die temporäre Zoll-Pause Trumps. Werde die Zollpause verlängert? Könnten substanzielle Verhandlungserfolge bis dahin erzielt werden? Die Unsicherheit sei hoch und eine abwartende Geldpolitik daher auch gerechtfertigt. Sollten sich über den Sommer hinweg Abwärtsrisiken beim Inflationsausblick erhärten, so erscheine den Analysten eine Zinssenkung im September, wie auch in ihren Prognosen dargestellt worden sei, als logischer Schluss. Entspanne sich jedoch der Zollstreit und stabilisiere sich die Inflationsrate bei 2 %, so sollte man nicht ausschließen, dass der EZB-Einlagesatz das Jahr auch auf dem aktuellen Niveau von 2 % beenden könne.
Am Zinsmarkt sei die EZB-Sitzung eindeutig als falkenhaft wahrgenommen worden. Dies sollte aufgrund der Pressekonferenz nicht überraschen. Eine Zinssenkung für die Juli-Sitzung sei fast vollständig ausgepreist worden, und einer Zinssenkung im September werde eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % zugemessen. Renditen entlang der Bund-Kurven seien um etwa 10 Basispunkte gestiegen, wobei der Anstieg am kurzen Ende nachhaltiger gewesen sei als jener am langen Ende. EUR/USD sei im Zuge der Zinssitzung ebenso gestiegen, befinde sich aktuell aber bereits wieder am Vor-EZB-Niveau. Am globalen Zinsmarkt sei es auch in den USA zu Renditeanstiegen gekommen, denn von der kolportierten Schwäche des US-Arbeitsmarkts sei weiterhin nichts zu sehen gewesen. Der Beschäftigungsanstieg habe mit deutlich über 100.000 innerhalb der Erwartungen gelegen, und auch die Arbeitslosenquote sei stabil bei 4,2 % geblieben. Höher als erwartetes Lohnwachstum von knapp unter 4 % spiele eher den Inflationsrisiken in die Karten. Die abwartende Haltung der Fed werde somit auch von den jüngsten Arbeitsmarktdaten unterstützt, und die Tendenz am Zinsmarkt, Fed-Zinssenkungen auszupreisen, setze sich fort.
Das US-Finanzministerium habe die Schweiz aufgrund ihres erheblichen Handelsüberschusses gegenüber den USA auf eine Beobachtungsliste für Devisenpraktiken gesetzt. Infolgedessen werde es die Devisenaktivitäten der SNB genau beobachten und sie möglicherweise als Währungsmanipulator einstufen. Die SNB habe zwar stets betont, dass sie die Preisstabilität in der Schweiz als ihr zentrales Mandat betrachte und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen werde, um dieses Ziel zu erreichen, sei jedoch in den letzten Quartalen weniger am Devisenmarkt aktiv gewesen und habe sich in erster Linie auf den Leitzins als wichtigstes Instrument gestützt. Angesichts einer sehr niedrigen Inflationsrate von 0,1 % im Mai gegenüber dem Vorjahr und des Aufwärtsdrucks auf den Schweizer Franken aufgrund des aktuellen globalen Risikoumfelds sei ein negativer Leitzins immer wahrscheinlicher geworden. Eine Zinssenkung in zwei Wochen dürfte gesetzt sein, um den Markterwartungen zu entsprechen und weiteren Druck auf den Schweizer Franken zu verhindern. Um den Schweizer Franken jedoch wirksam zu schwächen und den Deflationsdruck abzubauen, dürfte die SNB eine entschlossenere Senkung zwischen 25 und 50 Basispunkten vornehmen müssen. (Ausgabe vom 06.06.2025) (09.06.2025/alc/a/a)
Ein wichtiger Faktor in diesem Bericht sei die Verlangsamung der Inflation im Dienstleistungssektor, die von 4,0 % im April auf 3,2 % zurückgegangen sei. Dies sei vor allem auf den Rückgang saisonaler Ostereffekte zurückzuführen, insbesondere im Flugverkehr und im Urlaubssektor. Darüber hinaus habe der jährliche Rückgang der Energiepreise stark zur Gesamtinflationsrate von 1,9 % beigetragen, welche im Einklang mit dem Ziel der EZB stehe. Die Veröffentlichung der vollständigen Daten Mitte Juni werde weitere Klarheit darüber schaffen, ob man mit einem anhaltenden Rückgang der Inflation rechnen könne oder ob sie sich bei etwa 2 % stabilisieren werde. Zeitgleich habe es auch positive Daten aus Österreich zu berichten gegeben. Die finalen Zahlen für die österreichische Konjunktur im ersten Quartal hätten die Rückkehr auf den Wachstumspfad bestätigt. Die Dynamik sei mit +0,1 % p.q. gleichwohl deutlich schwächer ausgefallen als in der Eurozone. Ein dynamischer Aufschwung zeichne sich weiterhin nicht ab. Da allerdings die Vorquartale allesamt noch oben revidiert worden seien, habe sich die Ausgangsbasis für das Gesamtjahr 2025 auch abseits des BIP-Anstiegs in Q1 spürbar verbessert. Allein die Revisionen bewirkten eine um mehr als 0,3 Prozentpunkte höhere Wachstumszahl im laufenden Jahr. Die Analysten würden daher ihre Konjunkturprognose für Österreich unter Revision stellen und würden demnächst aktualisierte Schätzungen veröffentlichen.
Die ebenfalls erschienenen April-Handelsdaten für die USA deuteten einen klaren Rückgang des US-Handelsbilanzdefizits an. Zur Erinnerung: Aufgrund von Vorzieheffekten angesichts der drohenden Zollankündigung Donald Trumps Anfang April ("Liberation Day") habe sich das Handelsbilanzdefizit der USA im März massiv ausgeweitet. Angesichts dieses Umstandes sei der Rückgang des Defizits im April um über 50 % wenig überraschend gekommen. Ausschlaggebend hierfür sei insbesondere ein deutlicher Rückgang der Güterimporte (~20 %) gewesen, welcher wiederum durch einen besonders starken Rückgang des Imports pharmazeutischer Produkte (50 %) bedingt gewesen sei. Die Handelsdaten stützten die These, dass das US-BIP im zweiten Quartal wieder stärker ausfallen sollte als im ersten Quartal, der Nowcast der Atlanta Fed liege nach den jüngsten Veröffentlichungen bei 3,8 % (p.q., annualisiert).
Auch die US-amerikanischen VPI-Inflationszahlen für Mai würden ganz im Zeichen der Zölle stehen. Die Zahlen für April hätten noch keinen zollinduzierten Preisschock aufgewiesen. Der Nowcast der Cleveland Fed deute auch für Mai nicht auf einen starken Inflationssprung hin, während für die Gesamtinflation ein monatliches Wachstum in Höhe von 0,1 % erwartet werde, prognostiziere das Modell für die Kernrate ein Wachstum von 0,2 % (erste Konsensschätzungen seien etwas pessimistischer: 0,2 % und 0,3 %). Nichtsdestotrotz werde dennoch allgemein erwartet, dass die US-Zölle im Jahresverlauf inflationär wirken sollten, größere Unklarheit bestehe lediglich hinsichtlich der zeitlichen Abfolge. Auch US-Konsumentinnen und -Konsumenten gingen von einer höheren Inflation aus. Dies verdeutlichten die von der University of Michigan erhobenen Inflationserwartungen, welche im Mai bei 6,6 % für 1 Jahr und 4,2 % für 5 Jahre gelegen hätten. Vor diesem Hintergrund habe der ebenfalls publizierte Indikator zur Konsumentenstimmung zuletzt drastisch abgenommen. Nächste Woche erschienen die Daten der University of Michigan für Juni, die Entwicklung der Komponenten zu den Inflationserwartungen und zur Gesamtstimmung werde dabei abermals im Mittelpunkt stehen.
Die EZB habe die Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte gesenkt, wodurch der Einlagesatz nun auf 2 % falle. Der Fokus habe diesmal weniger auf dem Zinsentscheid, sondern auf etwaigen Signalen über das weitere Vorgehen gelegen. Und hier habe EZB-Präsidentin Lagarde deutlichere Worte als von vielen erwartet gefunden. Die EZB sehe sich als "gut positioniert". Dies deute sehr klar auf eine Pause des Zinssenkungszyklus hin. Die Analysten sähen sich damit in ihrer Einschätzung konstanter Leitzinsen im Juli bestätigt. Gleichzeitig werfe es aber auch die Frage auf, ob der Zinssenkungszyklus nun womöglich ein Ende gefunden habe. Die Analysten seien hier noch etwas vorsichtig. Warum? Die EZB habe ihre Inflationsprognose aufgrund niedrigerer Energiepreise und eines stärkeren Euros mitunter deutlich nach unten revidiert. Weiters seien Alternativ-Szenarien vorgestellt worden, welche bei höheren US-Zöllen auf negative Wachstums- und Inflationseffekte hinwiesen. Mit dem 9. Juli ende die temporäre Zoll-Pause Trumps. Werde die Zollpause verlängert? Könnten substanzielle Verhandlungserfolge bis dahin erzielt werden? Die Unsicherheit sei hoch und eine abwartende Geldpolitik daher auch gerechtfertigt. Sollten sich über den Sommer hinweg Abwärtsrisiken beim Inflationsausblick erhärten, so erscheine den Analysten eine Zinssenkung im September, wie auch in ihren Prognosen dargestellt worden sei, als logischer Schluss. Entspanne sich jedoch der Zollstreit und stabilisiere sich die Inflationsrate bei 2 %, so sollte man nicht ausschließen, dass der EZB-Einlagesatz das Jahr auch auf dem aktuellen Niveau von 2 % beenden könne.
Am Zinsmarkt sei die EZB-Sitzung eindeutig als falkenhaft wahrgenommen worden. Dies sollte aufgrund der Pressekonferenz nicht überraschen. Eine Zinssenkung für die Juli-Sitzung sei fast vollständig ausgepreist worden, und einer Zinssenkung im September werde eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % zugemessen. Renditen entlang der Bund-Kurven seien um etwa 10 Basispunkte gestiegen, wobei der Anstieg am kurzen Ende nachhaltiger gewesen sei als jener am langen Ende. EUR/USD sei im Zuge der Zinssitzung ebenso gestiegen, befinde sich aktuell aber bereits wieder am Vor-EZB-Niveau. Am globalen Zinsmarkt sei es auch in den USA zu Renditeanstiegen gekommen, denn von der kolportierten Schwäche des US-Arbeitsmarkts sei weiterhin nichts zu sehen gewesen. Der Beschäftigungsanstieg habe mit deutlich über 100.000 innerhalb der Erwartungen gelegen, und auch die Arbeitslosenquote sei stabil bei 4,2 % geblieben. Höher als erwartetes Lohnwachstum von knapp unter 4 % spiele eher den Inflationsrisiken in die Karten. Die abwartende Haltung der Fed werde somit auch von den jüngsten Arbeitsmarktdaten unterstützt, und die Tendenz am Zinsmarkt, Fed-Zinssenkungen auszupreisen, setze sich fort.
Das US-Finanzministerium habe die Schweiz aufgrund ihres erheblichen Handelsüberschusses gegenüber den USA auf eine Beobachtungsliste für Devisenpraktiken gesetzt. Infolgedessen werde es die Devisenaktivitäten der SNB genau beobachten und sie möglicherweise als Währungsmanipulator einstufen. Die SNB habe zwar stets betont, dass sie die Preisstabilität in der Schweiz als ihr zentrales Mandat betrachte und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen werde, um dieses Ziel zu erreichen, sei jedoch in den letzten Quartalen weniger am Devisenmarkt aktiv gewesen und habe sich in erster Linie auf den Leitzins als wichtigstes Instrument gestützt. Angesichts einer sehr niedrigen Inflationsrate von 0,1 % im Mai gegenüber dem Vorjahr und des Aufwärtsdrucks auf den Schweizer Franken aufgrund des aktuellen globalen Risikoumfelds sei ein negativer Leitzins immer wahrscheinlicher geworden. Eine Zinssenkung in zwei Wochen dürfte gesetzt sein, um den Markterwartungen zu entsprechen und weiteren Druck auf den Schweizer Franken zu verhindern. Um den Schweizer Franken jedoch wirksam zu schwächen und den Deflationsdruck abzubauen, dürfte die SNB eine entschlossenere Senkung zwischen 25 und 50 Basispunkten vornehmen müssen. (Ausgabe vom 06.06.2025) (09.06.2025/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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