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EZB: Inflationsrate bleibt auf dem Radar
04.07.14 09:23
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat wie erwartet auf ihrer gestrigen Sitzung keine neuen geldpolitischen Expansivmaßnahmen beschlossen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems sei bei 0,15% (Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität: 0,40%) geblieben. Der Zinssatz für die Einlagefaziltät sei im Juni auf negative 0,10% abgesenkt worden. Mit Blick auf die "forward guidance" sei gestern - wie auch schon im Juni - erneut betont worden, dass die EZB-Leitzinsen angesichts der gegenwärtigen Inflationsaussichten für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau bleiben würden. EZB-Präsident Mario Draghi habe hervorgehoben, dass keine direkte Verbindung zwischen der Vollzuteilung der Tender bis Ende 2016 und der Gültigkeit der "forward guidance" bestehe. Die Währungshüter seien sich einig darin, auch unkonventionelle Instrumente einzusetzen falls notwendig.
Zur Durchführung der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRGs), die keine Wohnungsbaukredite an den privaten Sektor beinhalten und erstmals am 18. September und 11. Dezember 2014 durchgeführt würden, habe es mehr Details gegeben. Die Banken könnten einzeln oder in Gruppen an den GLRGs teilnehmen. Zwischen März 2015 und Juni 2016 werde es weitere sechs Langfristtender geben. Das Volumen der Langfristtender könnte laut Draghi ein Maximum von 1 Bio. EUR erreichen, ein in den Augen der Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt zu ambitioniertes Volumen. Mit Blick auf die Outright-Käufe von Asset-Backed-Securities (ABS) sei von der Intensivierung der Vorarbeiten berichtet worden.
Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls habe die EZB im Vorfeld der gestrigen Sitzung der Notenbanker im gemeinsamen Währungsraum zum Kauf von Staatsanleihen bewegen wollen. So habe dieser einerseits das deutliche Signal der expansiven geldpolitischen Maßnahmen vom Juni begrüßt, andererseits habe sich Valles aber auch eine EZB gewünscht, die noch weitergehe - auch durch den Kauf von Vermögenswerten an den Märkten. Die EZB habe bisher die Anleihekäufe zwar als mögliches Instrument angesehen, aber bisher nicht zu erkennen gegeben, dass dieses Instrument zeitnah eingesetzt werde. Hierzu habe es nichts substanziell Neues gegeben. Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt rechnen mit einer Entscheidung zum Kauf von Staatsanleihen erst in 2015.
Auf der EZB-Pressekonferenz im Juni habe der Notenbankchef Mario Draghi betont, dass es drei oder vier Quartale dauere, um die Wirkung der damals beschlossen Maßnahmen zu bewerten. Die EZB erwarte derzeit ein Verharren der Inflationsrate auf dem aktuell niedrigen Niveau und erst ein allmähliches Ansteigen in 2015 und 2016 in Richtung der Marke von 2%. Die Konjunktur werde, wie auch schon im Juni, auf moderaten Erholungskurs gesehen, wobei die Risiken für den Wirtschaftsausblick nach wie vor "abwärts gerichtet" bleiben würden. Fazit: Die EZB dürfte im restlichen Verlauf von 2014 wohl keine weiteren signifikanten geldpolitischen Expansionsmaßnahmen mehr vornehmen.
Zu beachten bleibe, dass der EZB-Rat ab Januar 2015 nur noch alle sechs Wochen zu regulären Sitzungen zusammenkommen werde, um über geldpolitische Maßnahmen zu entscheiden, was auch eine Anpassung bei der Erfüllung der Mindestreservesatzperioden nach sich ziehe. Mit Jahresbeginn 2015 würden zudem Ergebnisprotokolle ("minutes") der geldpolitischen Entscheidungen veröffentlicht. (04.07.2014/alc/a/a)
Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems sei bei 0,15% (Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität: 0,40%) geblieben. Der Zinssatz für die Einlagefaziltät sei im Juni auf negative 0,10% abgesenkt worden. Mit Blick auf die "forward guidance" sei gestern - wie auch schon im Juni - erneut betont worden, dass die EZB-Leitzinsen angesichts der gegenwärtigen Inflationsaussichten für längere Zeit auf dem aktuellen Niveau bleiben würden. EZB-Präsident Mario Draghi habe hervorgehoben, dass keine direkte Verbindung zwischen der Vollzuteilung der Tender bis Ende 2016 und der Gültigkeit der "forward guidance" bestehe. Die Währungshüter seien sich einig darin, auch unkonventionelle Instrumente einzusetzen falls notwendig.
Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls habe die EZB im Vorfeld der gestrigen Sitzung der Notenbanker im gemeinsamen Währungsraum zum Kauf von Staatsanleihen bewegen wollen. So habe dieser einerseits das deutliche Signal der expansiven geldpolitischen Maßnahmen vom Juni begrüßt, andererseits habe sich Valles aber auch eine EZB gewünscht, die noch weitergehe - auch durch den Kauf von Vermögenswerten an den Märkten. Die EZB habe bisher die Anleihekäufe zwar als mögliches Instrument angesehen, aber bisher nicht zu erkennen gegeben, dass dieses Instrument zeitnah eingesetzt werde. Hierzu habe es nichts substanziell Neues gegeben. Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt rechnen mit einer Entscheidung zum Kauf von Staatsanleihen erst in 2015.
Auf der EZB-Pressekonferenz im Juni habe der Notenbankchef Mario Draghi betont, dass es drei oder vier Quartale dauere, um die Wirkung der damals beschlossen Maßnahmen zu bewerten. Die EZB erwarte derzeit ein Verharren der Inflationsrate auf dem aktuell niedrigen Niveau und erst ein allmähliches Ansteigen in 2015 und 2016 in Richtung der Marke von 2%. Die Konjunktur werde, wie auch schon im Juni, auf moderaten Erholungskurs gesehen, wobei die Risiken für den Wirtschaftsausblick nach wie vor "abwärts gerichtet" bleiben würden. Fazit: Die EZB dürfte im restlichen Verlauf von 2014 wohl keine weiteren signifikanten geldpolitischen Expansionsmaßnahmen mehr vornehmen.
Zu beachten bleibe, dass der EZB-Rat ab Januar 2015 nur noch alle sechs Wochen zu regulären Sitzungen zusammenkommen werde, um über geldpolitische Maßnahmen zu entscheiden, was auch eine Anpassung bei der Erfüllung der Mindestreservesatzperioden nach sich ziehe. Mit Jahresbeginn 2015 würden zudem Ergebnisprotokolle ("minutes") der geldpolitischen Entscheidungen veröffentlicht. (04.07.2014/alc/a/a)
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