EWU-Inflation sollte in den demnächst leicht anziehen


27.04.18 08:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die EWU-Inflationsrate ist von 1,1% im Februar auf 1,3% im März gestiegen, während die Kerninflationsrate bei 1,0% verharrte, so Heinrich Bayer von Postbank Research.

Der Preisanstieg sei damit sehr verhalten gewesen, zumal von der frühen Lage des Osterfestes und damit auch der Osterferien ein temporär preistreibender Effekt hätte ausgehen sollen. Davon sei aber nicht viel zu sehen gewesen. Für die kommenden Monate rechnen die Analysten von Postbank Research gleichwohl schon aufgrund von Basiseffekten aus dem Vorjahr weiterhin mit einem gewissen Anstieg der Teuerungsrate. Der jüngste Schub bei den Notierungen für Rohöl der Sorte Brent auf etwa 75 USD/b wirkt, auch wenn wir ihn nicht für dauerhaft erachten, in die gleiche Richtung, so die Analysten von Postbank Research. Er bilde damit vorübergehend auch ein Gegengewicht zu den dämpfenden Preiseffekten, die derzeit noch von der Aufwertung des Euro im vergangenen Jahr ausgehen würden.

Unter dem Strich halten die Analysten von Postbank Research an der Erwartung fest, dass die EWU-Inflation in diesem Jahr von 1,5% auf 1,6% steigt und 2019 dann dort verharrt. Die Wahrscheinlichkeit eines leichten Unterschreitens ihrer Prognose für 2018 hat sich aber zuletzt etwas erhöht. (Perspektiven Mai 2018) (27.04.2018/alc/a/a)