Argentinien: Inflation nimmt weiter zu


31.05.16 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Argentinien droht die seit Jahren hohe Inflation im laufenden Jahr nochmals zu steigen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Infolge der höher als erwartet beschlossenen Anhebungen der staatlich festgelegten Gebührensätze und Lohnsteigerungen würden die Analysten 2016 mit einer durchschnittlichen Teuerung von 38% rechnen. Bislang seien die Analysten von einer Steigerung um 35% ausgegangen. Jedoch werde damit die relative Preisanpassung voraussichtlich in erheblichem Umfang in dieses Jahr verlagert. Für 2017 stünden damit die Chancen für einen langsameren Preisauftrieb gut. Die Analysten hätten daher ihre Inflationsprognose für das kommende Jahr von bislang 25% jetzt auf 22% zurückgenommen.

Für die Zentralbank von Argentinien ergebe sich aus dem von den Analysten unterstellten perspektivischen Rückgang des Preisdrucks weiterer Spielraum für Zinssenkungen, um die stockende Konjunktur zu stützen. Bis Ende 2016 würden die Analysten einen Rückgang des einmonatigen Lebac-Satzes auf 29,5% ins Auge fassen. Aktuell liege der Zins bei 35,25%, Anfang Mai habe dieser noch bei 38% notiert. Für den durchschnittlichen Einlagenzins würden die Analysten in diesem Zeitraum eine Absenkung von derzeit 31% auf dann 26% erwarten. (31.05.2016/alc/a/a)