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Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten im Fokus
29.06.21 09:00
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Wie schon seit Wochen bleibt das Rätselraten um den weiteren geldpolitischen Kurs der FED kurzfristig der wesentliche Unsicherheitsfaktor an den internationalen Kapitalmärkten, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel AG.
Diverse Arbeitsmarktdaten, die in den kommenden Tagen veröffentlicht würden, würden dann weitere Rückschlüsse erlauben. Während für die Eurozone, Deutschland und andere Eurostaaten jeweils leicht sinkende Arbeitslosenquoten erwartet würden, würden Anleger besonders auf die anstehenden US-Daten achten, die für Bewegung an den Börsen sorgen könnten. Neben der mit 5,7 Prozent leicht niedriger erwarteten Arbeitslosenquote sei die Anzahl der neu besetzten und derzeit deutlich schwankenden Stellen relevant. Nach 770.000 neuen Stellen im März, nur 278.000 im April und 559.000 im Mai, würden für Juni knapp 700.000 erwartet.
Zudem würden die ADP-Beschäftigungsänderung sowie die wöchentlichen Neuanträge für Arbeitslosenunterstützung Indizien für die Lage am Arbeitsmarkt geben. Da die FED neben der Inflation explizit auch das Ziel einer hohen Beschäftigung habe und im Vergleich zum Vorkrisenniveau derzeit etwa 7 Mio. weniger Menschen einer Beschäftigung nachgehen würden, gebe es noch lange keinen Grund für einen weniger expansiven Kurs. Allerdings habe sich in den USA immer stärker eine beginnende Lohn-Preisspirale angedeutet, da die angesichts der boomenden Wirtschaft sehr hohe Nachfrage nach Arbeitskräften oftmals nur durch höhere Lohnzahlungen bedient werden könne. Eine Einschätzung der Unternehmen zur Entwicklung der seit Monaten explodierenden Produktionskosten und der Lage am Arbeitsmarkt gebe zudem der aktuelle ISM-Einkaufsmanagerindex am Freitag.
Den starken Inflationsdruck hätten zuletzt die mit 3,9 Prozent bzw. 3,4 Prozent für die Kernrate gestiegenen PCE-Preisindices untermauert. Die FED werde die weitere Ausrichtung ihrer geldpolitischen Strategie wohl im August auf dem internationalen Notenbankentreffen in Jackson Hole verkünden. Sollte der Inflationsdruck bis dahin weiter zunehmen, werde FED-Präsident Powell versuchen, die Anleger möglichst sanft auf einen weniger expansiven geldpolitischen Kurs im weiteren Jahresverlauf vorzubereiten - möglichst ohne ein neues "Taper-Tantrum" mit größeren Kursturbulenzen wie im Jahr 2013. (29.06.2021/alc/a/a)
Diverse Arbeitsmarktdaten, die in den kommenden Tagen veröffentlicht würden, würden dann weitere Rückschlüsse erlauben. Während für die Eurozone, Deutschland und andere Eurostaaten jeweils leicht sinkende Arbeitslosenquoten erwartet würden, würden Anleger besonders auf die anstehenden US-Daten achten, die für Bewegung an den Börsen sorgen könnten. Neben der mit 5,7 Prozent leicht niedriger erwarteten Arbeitslosenquote sei die Anzahl der neu besetzten und derzeit deutlich schwankenden Stellen relevant. Nach 770.000 neuen Stellen im März, nur 278.000 im April und 559.000 im Mai, würden für Juni knapp 700.000 erwartet.
Zudem würden die ADP-Beschäftigungsänderung sowie die wöchentlichen Neuanträge für Arbeitslosenunterstützung Indizien für die Lage am Arbeitsmarkt geben. Da die FED neben der Inflation explizit auch das Ziel einer hohen Beschäftigung habe und im Vergleich zum Vorkrisenniveau derzeit etwa 7 Mio. weniger Menschen einer Beschäftigung nachgehen würden, gebe es noch lange keinen Grund für einen weniger expansiven Kurs. Allerdings habe sich in den USA immer stärker eine beginnende Lohn-Preisspirale angedeutet, da die angesichts der boomenden Wirtschaft sehr hohe Nachfrage nach Arbeitskräften oftmals nur durch höhere Lohnzahlungen bedient werden könne. Eine Einschätzung der Unternehmen zur Entwicklung der seit Monaten explodierenden Produktionskosten und der Lage am Arbeitsmarkt gebe zudem der aktuelle ISM-Einkaufsmanagerindex am Freitag.
Den starken Inflationsdruck hätten zuletzt die mit 3,9 Prozent bzw. 3,4 Prozent für die Kernrate gestiegenen PCE-Preisindices untermauert. Die FED werde die weitere Ausrichtung ihrer geldpolitischen Strategie wohl im August auf dem internationalen Notenbankentreffen in Jackson Hole verkünden. Sollte der Inflationsdruck bis dahin weiter zunehmen, werde FED-Präsident Powell versuchen, die Anleger möglichst sanft auf einen weniger expansiven geldpolitischen Kurs im weiteren Jahresverlauf vorzubereiten - möglichst ohne ein neues "Taper-Tantrum" mit größeren Kursturbulenzen wie im Jahr 2013. (29.06.2021/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


