Erweiterte Funktionen
Anleihen: Lufthansa, Fresenius und Telekom gefragt - Neues von der Post
21.03.25 15:45
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der rasante Renditeanstieg ist vorbei, so die Deutsche Börse AG.
Statt auf das milliardenschwere Finanzpaket richte sich der Fokus jetzt wieder mehr auf US-Zölle und die möglichen Auswirkungen auf Europas Konjunktur. Zwar stehe am heutigen Freitag noch die Entscheidung des Bundesrats zur Grundgesetzänderung zur Schuldenbremse an. Erwartet werde eine Zustimmung. "Das Thema scheint marktseitig aber abgearbeitet zu sein, und die Niveauanpassung der Renditen ist zum Erliegen gekommen", bemerke Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Nur eine Ablehnung durch den Bundesrat hätte wohl erhebliche Konsequenzen für die Finanzmärkte, und auch für die Wachstumsperspektiven."
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei diese Woche gefallen und liege am Freitagmorgen bei 2,76 Prozent. Mit der Ankündigung des Pakets vor zwei Wochen sei die Rendite so schnell gestiegen wie zuletzt in den 1990er Jahren. In der Spitze habe sie bei über 2,93 Prozent gelegen. Der Grund: Die Erwartung vieler neuer Bundesanleihen, für die dann höhere Risikoprämien verlangt würden. "Die Pläne von CDU/CSU und SPD haben am Anleihemarkt viel Staub aufgewirbelt und die Renditen deutlich steigen lassen", stelle Commerzbank-Analyst Hauke Siemßen fest. Nach der Zustimmung des Bundestages am Dienstag habe sich dieser Staub aber etwas gelegt.
US-Notenbank hält still
Die US-Notenbank habe am Mittwoch dieser Woche die Leitzinsen unverändert gelassen - zum zweiten Mal in Folge. Die aktualisierten Projektionen würden zwar noch zwei Zinssenkungen in diesem Jahr anzeigen. Die Notenbanker hätten aber den aktuell ungewöhnlich hohen Grad an Unsicherheit betont. "Der Inflationsrückgang ist zuletzt ins Stocken geraten", bemerke Tim Oechsner, der für die Steubing AG Anleihen handele. US-Präsident Trump verunsichere Wirtschaft und Märkte. "Die aggressive Zollpolitik könnte die Inflation in die Höhe treiben."
Auch die EZB wolle sich im Moment nicht festlegen: EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe am gestrigen Donnerstag erklärt, dass die Notenbanker derzeit keine festen Prognosen abgeben könnten.
Türkei: Kurseinbruch zum Einstieg genutzt
Starke Turbulenzen habe diese Woche die Verhaftung von Istanbuls Bürgermeisters und Erdoğan-Kontrahent Imamoğlu an den türkischen Kapitalmärkten ausgelöst. Die Türkische Lira sei auf ein Allzeittief gefallen, der Aktienmarkt sei eingebrochen, ebenso Anleihekurse. "Hier wird das aber als Kaufgelegenheit für Anleihen in türkischen Lira gesehen", berichte Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Ein Beispiel: Die auch in den vergangenen Monaten beliebten Lira-Bonds (ISIN XS2756383233) der European Bank for Reconstruction and Development.
Im Handel mit Staatsanleihen sei Oechsner zufolge viel los in US-Treasuries (ISIN US912810TV08) mit Laufzeit bis 2053 und rumänischen Anleihen (ISIN XS1313004928) bis 2035. Die Renditen lägen aktuell bei 4,64 und 6,17 Prozent.
Lufthansa, Fresenius und Telekom gefragt - Neues von der Post
Im Geschäft mit Unternehmensanleihen gehe es diese Woche etwas ruhiger zu, wie Daniel beobachte. Er sehe gute Nachfrage nach Papieren der Deutschen Lufthansa mit Fälligkeit 2028 (ISIN XS2892988275), Fresenius 2030 (ISIN XS2482872251) und Deutsche Telekom 2032 (ISIN XS2987630873) mit aktuellen Renditen um 3 Prozent. Oechsner melde gute Umsätze für 2028 fällige Bonds von Toyota (ISIN XS2972972017), 2027 fällige von RCI Banque (ISIN FR001400P3D4) und 2029 fällige von Mercedes (ISIN DE000A2GSCW3). Diese würden im Moment 2,74 Prozent, 2,97 Prozent und 2,71 Prozent abwerfen.
Neues gebe es unter anderem von der Deutschen Post, wie Rainer Petz von Oddo BHF berichte. Eine Tranche (ISIN XS3032045471) laufe bis 2030 und biete 3 Prozent, eine weitere (ISIN XS3032045554) bis 2034 und 3,5 Prozent und die dritte (ISIN XS3032045398) bis 2040 und 4 Prozent. Mindestanlagesumme seien jeweils 1.000 Euro. (21.03.2025/alc/a/a)
Statt auf das milliardenschwere Finanzpaket richte sich der Fokus jetzt wieder mehr auf US-Zölle und die möglichen Auswirkungen auf Europas Konjunktur. Zwar stehe am heutigen Freitag noch die Entscheidung des Bundesrats zur Grundgesetzänderung zur Schuldenbremse an. Erwartet werde eine Zustimmung. "Das Thema scheint marktseitig aber abgearbeitet zu sein, und die Niveauanpassung der Renditen ist zum Erliegen gekommen", bemerke Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. "Nur eine Ablehnung durch den Bundesrat hätte wohl erhebliche Konsequenzen für die Finanzmärkte, und auch für die Wachstumsperspektiven."
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei diese Woche gefallen und liege am Freitagmorgen bei 2,76 Prozent. Mit der Ankündigung des Pakets vor zwei Wochen sei die Rendite so schnell gestiegen wie zuletzt in den 1990er Jahren. In der Spitze habe sie bei über 2,93 Prozent gelegen. Der Grund: Die Erwartung vieler neuer Bundesanleihen, für die dann höhere Risikoprämien verlangt würden. "Die Pläne von CDU/CSU und SPD haben am Anleihemarkt viel Staub aufgewirbelt und die Renditen deutlich steigen lassen", stelle Commerzbank-Analyst Hauke Siemßen fest. Nach der Zustimmung des Bundestages am Dienstag habe sich dieser Staub aber etwas gelegt.
US-Notenbank hält still
Die US-Notenbank habe am Mittwoch dieser Woche die Leitzinsen unverändert gelassen - zum zweiten Mal in Folge. Die aktualisierten Projektionen würden zwar noch zwei Zinssenkungen in diesem Jahr anzeigen. Die Notenbanker hätten aber den aktuell ungewöhnlich hohen Grad an Unsicherheit betont. "Der Inflationsrückgang ist zuletzt ins Stocken geraten", bemerke Tim Oechsner, der für die Steubing AG Anleihen handele. US-Präsident Trump verunsichere Wirtschaft und Märkte. "Die aggressive Zollpolitik könnte die Inflation in die Höhe treiben."
Türkei: Kurseinbruch zum Einstieg genutzt
Starke Turbulenzen habe diese Woche die Verhaftung von Istanbuls Bürgermeisters und Erdoğan-Kontrahent Imamoğlu an den türkischen Kapitalmärkten ausgelöst. Die Türkische Lira sei auf ein Allzeittief gefallen, der Aktienmarkt sei eingebrochen, ebenso Anleihekurse. "Hier wird das aber als Kaufgelegenheit für Anleihen in türkischen Lira gesehen", berichte Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Ein Beispiel: Die auch in den vergangenen Monaten beliebten Lira-Bonds (ISIN XS2756383233) der European Bank for Reconstruction and Development.
Im Handel mit Staatsanleihen sei Oechsner zufolge viel los in US-Treasuries (ISIN US912810TV08) mit Laufzeit bis 2053 und rumänischen Anleihen (ISIN XS1313004928) bis 2035. Die Renditen lägen aktuell bei 4,64 und 6,17 Prozent.
Lufthansa, Fresenius und Telekom gefragt - Neues von der Post
Im Geschäft mit Unternehmensanleihen gehe es diese Woche etwas ruhiger zu, wie Daniel beobachte. Er sehe gute Nachfrage nach Papieren der Deutschen Lufthansa mit Fälligkeit 2028 (ISIN XS2892988275), Fresenius 2030 (ISIN XS2482872251) und Deutsche Telekom 2032 (ISIN XS2987630873) mit aktuellen Renditen um 3 Prozent. Oechsner melde gute Umsätze für 2028 fällige Bonds von Toyota (ISIN XS2972972017), 2027 fällige von RCI Banque (ISIN FR001400P3D4) und 2029 fällige von Mercedes (ISIN DE000A2GSCW3). Diese würden im Moment 2,74 Prozent, 2,97 Prozent und 2,71 Prozent abwerfen.
Neues gebe es unter anderem von der Deutschen Post, wie Rainer Petz von Oddo BHF berichte. Eine Tranche (ISIN XS3032045471) laufe bis 2030 und biete 3 Prozent, eine weitere (ISIN XS3032045554) bis 2034 und 3,5 Prozent und die dritte (ISIN XS3032045398) bis 2040 und 4 Prozent. Mindestanlagesumme seien jeweils 1.000 Euro. (21.03.2025/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 101,669 € | 101,422 € | - € | 0,00% | 17.04./08:33 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XS2892988275 | A383QX | 103,75 € | 100,53 € | |
Werte im Artikel




