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KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: SCHMOLZ + BICKENBACH-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet
20.03.18 10:15
KFM Deutsche Mittelstand AG
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 5,625%-Anleihe der SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) einzustufen.
Die SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. sei ein Tochterunternehmen der SCHMOLZ + BICKENBACH AG, die innerhalb der Gruppe eine Finanzierungsfunktion wahrnehme. Die SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe sei einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Speziallangstahl. In den Teilmärkten RSH-Stahl und Werkzeugstahl sei das Unternehmen zweitgrößter Anbieter weltweit. Im Teilmarkt Edelbaustahl sei die Gruppe zweitgrößter Anbieter in Europa. Die Wertschöpfungskette umfasse neben eigenen Produktionswerken insbesondere in Deutschland, der Schweiz und den USA ein weltweites Vertriebs- und Service-Netz. Mit rund 9.000 Mitarbeitern sei das Unternehmen in über 30 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten. Zum 1. Februar 2018 habe SCHMOLZ + BICKENBACH Teile der französischen Asco Industries übernommen. Mit rund 1.400 Mitarbeitern habe Asco Industries 2016 einen Umsatz von 373 Mio. Euro erzielt.
Das zweijährige Restrukturierungsprogramm sei Ende des Jahres 2017 mit Kostensenkungen von über 70 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen worden. Die Ziele für das Geschäftsjahr 2017 seien erreicht oder übertroffen worden. Der Umsatz habe gegenüber dem Vorjahr um 15,7% auf 2,68 Mrd. Euro gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (EBITDA) habe 214,9 Mio. Euro im Jahr 2017 (Vj. 108,0 Mio. Euro) erreicht. Auf bereinigter Basis sei ein EBITDA von 222,7 Mio. Euro (Vj. 153,2 Mio. Euro) bzw. eine EBITDA-Marge von 8,3% (Vj. 6,6%) erzielt worden. Damit sei die vom Management zum Halbjahr 2017 angehobene Erwartung eines bereinigten EBITDA in einer Bandbreite von 200 bis 220 Mio. Euro übertroffen worden. Die vom Management angestrebte bereinigte EBITDA-Marge von 8% sei im Jahr 2017 ebenfalls leicht übertroffen worden. Damit bestätige sich die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG aus dem Vorjahr mit einem positiven Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017.
Das Nachsteuer-Ergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gesteigert worden und habe mit 45,7 Mio. Euro nach den Verlusten der Vorjahre (2016: -80,0 Mio. Euro und 2015: -166,8 Mio. Euro) erstmals wieder positiv abgeschlossen. Zu berücksichtigen sei, dass in den beiden Vorjahren erhebliche Sondereffekte enthalten seien.
Trotz der herausfordernden Branchenbedingungen seien durch SCHMOLZ + BICKENBACH in den letzten Jahren positive Free Cashflows erwirtschaftet worden. Der Free Cashflow der fortzuführenden Bereiche habe im Jahr 2017 eine Höhe von 16,3 Mio. Euro (Vj. 92,0 Mio. Euro) erreicht. Zum 31.12.2017 liege die Nettoverschuldung bei 442 Mio. Euro (Vj. 420 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2017 betrage 34,0% (Vj. 32,6%) und sei damit erstmals seit mehreren Jahren wieder angestiegen. In Verbindung mit einem im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verbesserten Verhältnis der Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA von 2,0 (Vj. 2,7) ergebe sich eine insgesamt moderate Verschuldung.
Mit der vorzeitigen Refinanzierung der 9,875%-Anleihe durch die neu emittierte 5,625%-Anleihe mit Laufzeit bis 2022 im April 2017 hätten die Finanzierungskosten des Unternehmens deutlich gesenkt werden können. Zudem seien der Konsortialkredit mit 375 Mio. Euro zu verbesserten Konditionen und das ABS-Finanzierungsprogramm mit 230 Mio. Euro und 75 Mio. USD bis jeweils 2022 verlängert worden.
Die im April 2017 begebene Anleihe mit Laufzeit bis 15.07.2022 verfüge über einen Zinskupon von 5,625% p.a. Die Zinszahlung erfolge halbjährlich am 15.01. und 15.07. Im Rahmen der Emission seien 200 Mio. Euro platziert worden. Der Handel der Anleihe sei in Stückelungen ab 100.000 Euro möglich. In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin ab 15.07.2019 zu 102,813%, ab 15.07.2020 zu 101,406% und ab 15.07.2021 zu 100% des Nennwerts vorgesehen. Die Anleihe sei im gleichen Rang (pari passu) zum Konsortialkredit und entsprechend über Garantien und weitere dingliche Sicherheiten besichert.
In den vergangenen beiden Jahren habe die SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe durch ein Restrukturierungsprogramm sowie deutlich verbesserte Kennzahlen überzeugt. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarte das Management des Unternehmens weiteres Wachstum. Ein hoher Auftragsbestand und robuste Fundamentaldaten in den meisten Abnehmerindustrien würden das Management ein bereinigstes EBITDA zwischen 200 Mio. Euro und 230 Mio. Euro erwarten lassen, auch wenn die Integrationskosten durch die Übernahme von Teilen der Asco Industries noch nicht endgültig feststünden. Die von der US-Regierung angekündigten Schutzzölle auf Stahlimporte dürften kaum Auswirkungen auf das Unternehmen haben, da der Umsatzanteil der US-Exporte laut Management lediglich 3% betrage.
Aufgrund des weiterhin positiven Ausblicks des Unternehmens in Verbindung mit der Rendite von 4,83% p.a. (Kurs 103,29% am 19.03.2018) bewerten wir die 5,625%-Anleihe der SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. weiterhin als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (20.03.2018/alc/n/a)
Die SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. sei ein Tochterunternehmen der SCHMOLZ + BICKENBACH AG, die innerhalb der Gruppe eine Finanzierungsfunktion wahrnehme. Die SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe sei einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Speziallangstahl. In den Teilmärkten RSH-Stahl und Werkzeugstahl sei das Unternehmen zweitgrößter Anbieter weltweit. Im Teilmarkt Edelbaustahl sei die Gruppe zweitgrößter Anbieter in Europa. Die Wertschöpfungskette umfasse neben eigenen Produktionswerken insbesondere in Deutschland, der Schweiz und den USA ein weltweites Vertriebs- und Service-Netz. Mit rund 9.000 Mitarbeitern sei das Unternehmen in über 30 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten. Zum 1. Februar 2018 habe SCHMOLZ + BICKENBACH Teile der französischen Asco Industries übernommen. Mit rund 1.400 Mitarbeitern habe Asco Industries 2016 einen Umsatz von 373 Mio. Euro erzielt.
Das zweijährige Restrukturierungsprogramm sei Ende des Jahres 2017 mit Kostensenkungen von über 70 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen worden. Die Ziele für das Geschäftsjahr 2017 seien erreicht oder übertroffen worden. Der Umsatz habe gegenüber dem Vorjahr um 15,7% auf 2,68 Mrd. Euro gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (EBITDA) habe 214,9 Mio. Euro im Jahr 2017 (Vj. 108,0 Mio. Euro) erreicht. Auf bereinigter Basis sei ein EBITDA von 222,7 Mio. Euro (Vj. 153,2 Mio. Euro) bzw. eine EBITDA-Marge von 8,3% (Vj. 6,6%) erzielt worden. Damit sei die vom Management zum Halbjahr 2017 angehobene Erwartung eines bereinigten EBITDA in einer Bandbreite von 200 bis 220 Mio. Euro übertroffen worden. Die vom Management angestrebte bereinigte EBITDA-Marge von 8% sei im Jahr 2017 ebenfalls leicht übertroffen worden. Damit bestätige sich die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG aus dem Vorjahr mit einem positiven Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017.
Das Nachsteuer-Ergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich gesteigert worden und habe mit 45,7 Mio. Euro nach den Verlusten der Vorjahre (2016: -80,0 Mio. Euro und 2015: -166,8 Mio. Euro) erstmals wieder positiv abgeschlossen. Zu berücksichtigen sei, dass in den beiden Vorjahren erhebliche Sondereffekte enthalten seien.
Mit der vorzeitigen Refinanzierung der 9,875%-Anleihe durch die neu emittierte 5,625%-Anleihe mit Laufzeit bis 2022 im April 2017 hätten die Finanzierungskosten des Unternehmens deutlich gesenkt werden können. Zudem seien der Konsortialkredit mit 375 Mio. Euro zu verbesserten Konditionen und das ABS-Finanzierungsprogramm mit 230 Mio. Euro und 75 Mio. USD bis jeweils 2022 verlängert worden.
Die im April 2017 begebene Anleihe mit Laufzeit bis 15.07.2022 verfüge über einen Zinskupon von 5,625% p.a. Die Zinszahlung erfolge halbjährlich am 15.01. und 15.07. Im Rahmen der Emission seien 200 Mio. Euro platziert worden. Der Handel der Anleihe sei in Stückelungen ab 100.000 Euro möglich. In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten der Emittentin ab 15.07.2019 zu 102,813%, ab 15.07.2020 zu 101,406% und ab 15.07.2021 zu 100% des Nennwerts vorgesehen. Die Anleihe sei im gleichen Rang (pari passu) zum Konsortialkredit und entsprechend über Garantien und weitere dingliche Sicherheiten besichert.
In den vergangenen beiden Jahren habe die SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe durch ein Restrukturierungsprogramm sowie deutlich verbesserte Kennzahlen überzeugt. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarte das Management des Unternehmens weiteres Wachstum. Ein hoher Auftragsbestand und robuste Fundamentaldaten in den meisten Abnehmerindustrien würden das Management ein bereinigstes EBITDA zwischen 200 Mio. Euro und 230 Mio. Euro erwarten lassen, auch wenn die Integrationskosten durch die Übernahme von Teilen der Asco Industries noch nicht endgültig feststünden. Die von der US-Regierung angekündigten Schutzzölle auf Stahlimporte dürften kaum Auswirkungen auf das Unternehmen haben, da der Umsatzanteil der US-Exporte laut Management lediglich 3% betrage.
Aufgrund des weiterhin positiven Ausblicks des Unternehmens in Verbindung mit der Rendite von 4,83% p.a. (Kurs 103,29% am 19.03.2018) bewerten wir die 5,625%-Anleihe der SCHMOLZ + BICKENBACH Luxembourg Finance S.A. weiterhin als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (20.03.2018/alc/n/a)


