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KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 3,50%-Vandemoortele-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet
21.10.20 11:00
KFM Deutsche Mittelstand AG
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 3,50%-Anleihe (ISIN BE0002268374 / WKN A188N9) der Vandemoortele N.V. mit Laufzeit bis 2023 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.
Das im Jahr 1899 gegründete Familienunternehmen Vandemoortele N.V. mit Hauptsitz in Gent (Belgien) sei ein führender europäischer Lebensmittelkonzern. Die Gruppe konzentriere sich hierbei auf die zwei Geschäftssegmente Bäckereiprodukte sowie Margarinen, Speiseöle und -fette (MCOF - Margarines, Culinary Oils and Fats). Mehr als 4.700 Produkte würden über 12 Niederlassungen in Europa auf 17 europäischen Märkten vertrieben.
Vandemoortele konzentriere sich dabei auf das B2B (business-to-business)-Geschäft und liefere seine Produkte an den Einzelhandel, handwerkliche Bäckereien, Hotels, Restaurants und die Systemgastronomie sowie an die Lebensmittelindustrie, wobei die meisten Produkte unter den Markennamen der Kunden verkauft würden. Hierbei fokussiere sich das Unternehmen mit seinen 5.100 Mitarbeitern auf die Kernmärkte Frankreich, Deutschland, Niederlande, Großbritannien und Belgien.
Im Geschäftsbereich Bachwaren würden tiefgefrorene Produkte in verschiedenen Convenience-Stufen (ungegart, backfertig/vorgegart oder servierfertig) geliefert, der Anspruch sei hier, eine gewisse "Gelingsicherheit" zu garantieren. Im Bereich Margarine, kulinarische Öle und Fette blicke die Gruppe auf mehr als 100 Jahre Erfahrung zurück und biete von gesunden Brotaufstrichen und schmackhaften Kochmischungen für Spitzenköche bis hin zu hochwertigen Gebäckmargarinen für handwerkliche Bäcker und Lebensmittelhersteller eine breite Palette an Produkten. Die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg von Vandemoortele bilde ein breit diversifiziertes Kundenspektrum, so würden die zehn größten Kunden 2019 lediglich 26,3% des Gesamtumsatzes abbilden.
Die Gesamtumsätze der Gruppe hätten die letzten Jahre mit um die 1,4 Mrd. Euro auf einem hohen Niveau verharrt. Für das Geschäftsjahr 2019 melde Vandemoortele einen leichten Umsatzrückgang von 2% auf 1,38 Mrd. Euro (2018: 1,41 Mrd. Euro), was hauptsächlich auf gesunkene Rohstoffpreise und auf eine Straffung des Sortiments im Bereich Bakery Products zurück zuführen sei. Der Umsatz verteile sich auf 886 Mio. Euro im Bereich Bakery Products und 481 Mio. Euro im Bereich MCOF.
Im Gegensatz zum Umsatz habe die Profitabilität der Gruppe gesteigert werden können. So habe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 122,9 Mio. Euro im Jahr 2018 um 13,7% auf 139,7 Mio. Euro im zurückliegenden Geschäftsjahr zulegen können. Dies entspreche einer nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG für die Lebensmittelindustrie guten EBITDA-Marge in Höhe von 10,1%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe um 10,3% auf 74,7 Mio. Euro gesteigert werden können (2018: 67,7 Mio. Euro). In Verbindung mit Zinsaufwendungen 2019 in Höhe von 9,0 Mio. Euro übersteige das EBIT die jährliche Zinslast um das 8,3 fache und zeige damit eine nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG komfortable Zinstragfähigkeit des Unternehmens.
Im ersten Halbjahr 2020 habe die Covid-19 Krise zu Umsatzrückgängen in beiden Geschäftsbereichen geführt. Vor allem bedingt durch einen starken Rückgang im Foodservice-Geschäft (Restaurant, Hotel und Catering) sei der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16% auf 554,8 Mio. Euro zurückgegangen. Während dies im MCOF-Bereich zum Teil durch höhere Einnahmen im Einzelhandel habe ausgeglichen werden können, sei dies bei den Backwaren nicht der Fall gewesen. Das EBIT sei dadurch von 27,2 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro gesunken, aber trotz der widrigen Bedingungen im positiven Bereich geblieben.
Als zeitlich glücklich habe sich in diesem Zusammenhang der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an der spanischen Raffineriegesellschaft Lipidos Santiga SA im Januar 2020 erwiesen, der einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 26,0 Mio. Euro generiert habe. Die Vandemoortele Gruppe schließe somit das erste Halbjahr 2020 mit einem Nachsteuerergebnis von 21,6 Mio. ab; gegenüber 16,2 Mio. zur Jahresmitte 2019 bedeute dies einen Anstieg um 33%. Dadurch, dass die Gruppe in den letzten Jahren stets einen großen Teil ihrer Erträge einbehalten habe, betrage die Eigenkapitalquote zum 30.06.2020 nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG auskömmliche 37,9%.
Für den weiteren Geschäftsverlauf 2020 erwarte Vandemoortele trotz der seit Juni begonnenen Erholung auch im zweiten Halbjahr unter den Ergebnissen des Vorjahres zu bleiben, wenn auch wesentlich moderater als im ersten Halbjahr.
Die nachrangige und unbesicherte Anleihe der Vandemoortele N.V. mit einem Emissionsvolumen von 75 Mio. Euro und einer Stückelung von 100.000 Euro sei mit einem Zinskupon von 3,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 07.11.) ausgestattet und habe eine Laufzeit vom 07.11.2016 bis zum 07.11.2023. Die Emission sei im Rahmen eines Private Placements ausschließlich bei institutionellen Investoren platziert worden. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin seien in den Anleihebedingungen nicht vorgesehen. Die Schuldverschreibungen seien an der Börse Alternext Brüssel notiert und würden auch in Frankfurt, Düsseldorf und München gehandelt.
Zusammenfassend laute die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG wie folgt: Über die Jahre hinweg habe die Vandermoortele N.V. als europäischer Marktführer in den Segmenten Tiefkühl-Backwaren sowie Margarinen, Speiseöle und -fette ein diversifiziertes Produkt- sowie Kundenportfolio aufgebaut. Die Gruppe habe die letzten Jahre durch ein erfahrenes Management ihre Profitabilität weiter steigern können. Finanziell sei die Gruppe mit Ihrer sehr soliden Eigenkapitalquote und dem hohen Zinsdeckungsgrad sehr gut aufgestellt. In Verbindung mit der Rendite von 3,67% p.a. (auf Basis des Kurses von 99,53% am 20.10.2020 an der Börse Frankfurt bei Berechnung bis zur Endfälligkeit am 07.11.2023) wird die nachrangige 3,50%-Anleihe der Vandemoortele N.V. als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (21.10.2020/alc/n/a)
Das im Jahr 1899 gegründete Familienunternehmen Vandemoortele N.V. mit Hauptsitz in Gent (Belgien) sei ein führender europäischer Lebensmittelkonzern. Die Gruppe konzentriere sich hierbei auf die zwei Geschäftssegmente Bäckereiprodukte sowie Margarinen, Speiseöle und -fette (MCOF - Margarines, Culinary Oils and Fats). Mehr als 4.700 Produkte würden über 12 Niederlassungen in Europa auf 17 europäischen Märkten vertrieben.
Vandemoortele konzentriere sich dabei auf das B2B (business-to-business)-Geschäft und liefere seine Produkte an den Einzelhandel, handwerkliche Bäckereien, Hotels, Restaurants und die Systemgastronomie sowie an die Lebensmittelindustrie, wobei die meisten Produkte unter den Markennamen der Kunden verkauft würden. Hierbei fokussiere sich das Unternehmen mit seinen 5.100 Mitarbeitern auf die Kernmärkte Frankreich, Deutschland, Niederlande, Großbritannien und Belgien.
Im Geschäftsbereich Bachwaren würden tiefgefrorene Produkte in verschiedenen Convenience-Stufen (ungegart, backfertig/vorgegart oder servierfertig) geliefert, der Anspruch sei hier, eine gewisse "Gelingsicherheit" zu garantieren. Im Bereich Margarine, kulinarische Öle und Fette blicke die Gruppe auf mehr als 100 Jahre Erfahrung zurück und biete von gesunden Brotaufstrichen und schmackhaften Kochmischungen für Spitzenköche bis hin zu hochwertigen Gebäckmargarinen für handwerkliche Bäcker und Lebensmittelhersteller eine breite Palette an Produkten. Die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg von Vandemoortele bilde ein breit diversifiziertes Kundenspektrum, so würden die zehn größten Kunden 2019 lediglich 26,3% des Gesamtumsatzes abbilden.
Die Gesamtumsätze der Gruppe hätten die letzten Jahre mit um die 1,4 Mrd. Euro auf einem hohen Niveau verharrt. Für das Geschäftsjahr 2019 melde Vandemoortele einen leichten Umsatzrückgang von 2% auf 1,38 Mrd. Euro (2018: 1,41 Mrd. Euro), was hauptsächlich auf gesunkene Rohstoffpreise und auf eine Straffung des Sortiments im Bereich Bakery Products zurück zuführen sei. Der Umsatz verteile sich auf 886 Mio. Euro im Bereich Bakery Products und 481 Mio. Euro im Bereich MCOF.
Im ersten Halbjahr 2020 habe die Covid-19 Krise zu Umsatzrückgängen in beiden Geschäftsbereichen geführt. Vor allem bedingt durch einen starken Rückgang im Foodservice-Geschäft (Restaurant, Hotel und Catering) sei der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16% auf 554,8 Mio. Euro zurückgegangen. Während dies im MCOF-Bereich zum Teil durch höhere Einnahmen im Einzelhandel habe ausgeglichen werden können, sei dies bei den Backwaren nicht der Fall gewesen. Das EBIT sei dadurch von 27,2 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro gesunken, aber trotz der widrigen Bedingungen im positiven Bereich geblieben.
Als zeitlich glücklich habe sich in diesem Zusammenhang der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an der spanischen Raffineriegesellschaft Lipidos Santiga SA im Januar 2020 erwiesen, der einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 26,0 Mio. Euro generiert habe. Die Vandemoortele Gruppe schließe somit das erste Halbjahr 2020 mit einem Nachsteuerergebnis von 21,6 Mio. ab; gegenüber 16,2 Mio. zur Jahresmitte 2019 bedeute dies einen Anstieg um 33%. Dadurch, dass die Gruppe in den letzten Jahren stets einen großen Teil ihrer Erträge einbehalten habe, betrage die Eigenkapitalquote zum 30.06.2020 nach Meinung der KFM Deutsche Mittelstand AG auskömmliche 37,9%.
Für den weiteren Geschäftsverlauf 2020 erwarte Vandemoortele trotz der seit Juni begonnenen Erholung auch im zweiten Halbjahr unter den Ergebnissen des Vorjahres zu bleiben, wenn auch wesentlich moderater als im ersten Halbjahr.
Die nachrangige und unbesicherte Anleihe der Vandemoortele N.V. mit einem Emissionsvolumen von 75 Mio. Euro und einer Stückelung von 100.000 Euro sei mit einem Zinskupon von 3,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 07.11.) ausgestattet und habe eine Laufzeit vom 07.11.2016 bis zum 07.11.2023. Die Emission sei im Rahmen eines Private Placements ausschließlich bei institutionellen Investoren platziert worden. Vorzeitige Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin seien in den Anleihebedingungen nicht vorgesehen. Die Schuldverschreibungen seien an der Börse Alternext Brüssel notiert und würden auch in Frankfurt, Düsseldorf und München gehandelt.
Zusammenfassend laute die Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG wie folgt: Über die Jahre hinweg habe die Vandermoortele N.V. als europäischer Marktführer in den Segmenten Tiefkühl-Backwaren sowie Margarinen, Speiseöle und -fette ein diversifiziertes Produkt- sowie Kundenportfolio aufgebaut. Die Gruppe habe die letzten Jahre durch ein erfahrenes Management ihre Profitabilität weiter steigern können. Finanziell sei die Gruppe mit Ihrer sehr soliden Eigenkapitalquote und dem hohen Zinsdeckungsgrad sehr gut aufgestellt. In Verbindung mit der Rendite von 3,67% p.a. (auf Basis des Kurses von 99,53% am 20.10.2020 an der Börse Frankfurt bei Berechnung bis zur Endfälligkeit am 07.11.2023) wird die nachrangige 3,50%-Anleihe der Vandemoortele N.V. als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (21.10.2020/alc/n/a)


