Anleihen-Barometer: Vier Sterne für Debüt-Anleihe der Huber Automotive AG


16.04.19 13:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Vier Sterne für Anleihen-Neuling - die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG bewerten die 6,00%-Anleihe der Huber Automotive AG in einem aktuellen Anleihen-Barometer als "attraktiv" mit vier von fünf möglichen Sternen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Aufgrund der bisherigen guten Entwicklung mit dem hohen Auftragsbestand sei in naher Zukunft von einem weiterhin ertragreichen Wachstum der Huber Automotive AG auszugehen, so die Analysten. In Verbindung mit der wachstumsbedingt aktuell ausreichenden Eigenkapitalquote von 24% und der Rendite von 6,00% p.a. seien daher vier Sterne gerechtfertigt.

6,00%-Huber Automotive-Anleihe

ANLEIHE CHECK: Die aktuell emittierte nicht nachrangige und unbesicherte Mittelstandsanleihe der Huber Automotive AG sei mit einem Zinskupon von 6,00% p.a. (Zinstermin jährlich am 12.04.) ausgestattet und habe eine fünfjährige Laufzeit vom 12.04.2019 bis zum 12.04.2024. Im Rahmen der Emission würden ausschließlich institutionellen Investoren bis zu 25 Millionen Euro mit einer Stückelung von 1.000 Euro zur Zeichnung angeboten. Die Anleihe solle nach Abschluss der Zeichnungsphase ab dem 16.04.2019 am Open Market (Freiverkehr) an der Börse Frankfurt zum Handel aufgenommen werden.

Anleihebedingungen: Die Anleihe sei nach Wahl der Emittentin ab dem 12.04.2021 zu 102,00% und ab 12.04.2022 zu 101,00% des Nennwerts vorzeitig kündbar. In den Anleihebedingungen seien unter anderem eine Ausschüttungsbegrenzung und eine Verschuldungsbeschränkung verankert.

Umsatz-Wachstum

Nachdem die Umsätze in den Vorjahren im Durschnitt um ca. 32,5% gewachsen seien (CAGR), sei es in dem Geschäftsjahr 2017/2018 zu einer Konsolidierung gekommen. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2017/2018 habe 22,5 Mio. Euro nach 20,2 Mio. Euro in der Vorjahresperiode erreicht. Bereinigt um die damaligen IPO-Kosten sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 3,6 Mio. Euro nach 3,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode gestiegen. Das entspreche einer aktuellen EBIT-Marge von rund 16%. Der derzeitige Zinsdeckungsgrad (EBITDA Interest Coverage Rage) betrage komfortable 4,42. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit sei gegenüber der Vorperiode um 42% auf 3,4 Mio. Euro nach 2,4 Mio. Euro gestiegen. Die liquiden Mittel seien dementsprechend auf 6,4 Mio. Euro nach 2,1 Mio. Euro gestiegen.

Steigende Eigenkapitalquote mit positivem Ausblick

Zum Geschäftsjahresende 2017/2018 habe sich die Eigenkapitalquote der Huber Automotive AG auf 24% belaufen. Das Verhältnis der Schulden zum Gesamtkapital (Total Debt/Capital) sei mit dem Faktor 0,67 zufrieden stellend. Die Anleihemittel sollten neben der Rückführung von Darlehen vor allem das Wachstum der Gesellschaft sicherstellen. Allein der hohe Auftragsbestand der zwei starken "Lead-Kunden" Volkswagen und Daimler erfordere Investitionen vorab in Maschinen und zusätzliches qualifiziertes Personal inklusive Inhouse Schulungen. Eine weitere Positionierung in den Wachstumsbereichen E-Mobilität und Batteriemanagement sei ebenso zu finanzieren.

Vielversprechend sei laut KFM-Analyse eine Zusammenarbeit mit AL-KO zur Entwicklung von Plug-in Hybride Versionen für leichte Nutzfahrzeuge (Wohnmobile, etc.). Fahrgestellaufbauten mit Traktionsantrieben einer zweiten Achse unter möglicher Einbeziehung der Anhänger stünden hier ebenso im Fokus. Im Herbst 2019 sei man hier mit AL-KO gemeinsam auf der IAA vertreten. Für die kommenden Jahre dürften die erwähnten Großaufträge laut Analyse der KFM-Analysten zu einem deutlichen weiteren Umsatz- und Ergebnis-Wachstum und damit einer Verbesserung der Eigenkapitalquote führen.

INFO: Die Huber Automotive AG, Mühlhausen im Täle, sei ein Produzent von elektronischen Bauteilen für die Automobilindustrie (Steuergeräte für Komfort- und Leistungselektronik) rund um den Motor und Getriebe ("Powertrain") mit dem Schwerpunkt E-Mobilität und Hybrid Antriebe sowie "Safety Systems" Komponenten.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 15.04.2019) (16.04.2019/alc/n/a)