Der Boden für den nächsten Crash ist bereitet
Nichts gelernt aus der Finanzkrise: Immer höher steigen die Verbindlichkeiten der globalen Wirtschaft, die Welt versinkt immer tiefer in Schulden. Der Boden für den nächsten großen Crash ist bereitet. Wer keine Fehler macht, wagt nichts. Wer den gleichen Fehler immer wieder macht, dem ist nicht helfen. Die Krise der Jahre ab 2008 lässt sich vielleicht noch als Ausrutscher einer überoptimistischen Globalisierungseuphorie verstehen. Dass es genauso munter weitergeht, ist an Absurdität kaum zu übertreffen
Denn die immer weiter steigenden Schulden
• machen die Weltwirtschaft anfällig für die nächste große Krise,
• behindern die Wachstumsdynamik,
• sind der Stoff, aus dem ernsthafte Konflikte entstehen können, innerhalb von Gesellschaften wie auch zwischen Staaten.
Beispiele gibt es akuell ja genug...
2006 hatte Spanien Nettoauslandsschulden von 860 Milliarden Dollar, heute sind es 1,4 Billionen. Italien hatte damals 450 Milliarden, heute 740. Die Türkei: damals 200 Milliarden, heute mehr als 400. Brasilien: damals 350 Milliarden, heute 750. Indien: damals 180 Milliarden, heute 480.
Ach ja: Spitzenreiter USA hatte damals knapp 2 Billionen Dollar Auslandsschulden, heute sind es 5,7 Billionen. Fast ein Wunder, dass noch jemand Amerika (wie immer die große Ausnahme) Geld leiht.
Die alljährlichen außenwirtschaftliche Defizite dieser Länder haben sich zu horrenden Beträgen aufsummiert - in Höhen von 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Indien) und mehr als 100 Prozent (Spanien).
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