AP Moeller-Maersk
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neuester Beitrag: 24.04.26 20:43
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| eröffnet am: | 26.02.23 00:23 von: | PeterDD | Anzahl Beiträge: | 39 |
| neuester Beitrag: | 24.04.26 20:43 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 22268 |
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Aktuell liegt der Kurs bei umgerechnet ca. 32 EUR
https://www.finanzen.net/aktien/svitzer_group_a-s_registered-aktie
Auf untenstehender Homepage wird WÖCHENTLICH der Chart der Frachtraten aktualisiert. Aber eben nur wöchentlich !!!
https://www.drewry.co.uk/supply-chain-advisors/...-assessed-by-drewry
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Danish shipping group AP Moeller-Maersk on Monday raised its full-year profit guidance for the second time in a month on the back of strong container market demand and the crisis in the Red Sea.
Maersk now expects its underlying earnings before interest, tax, depreciation and amortisation in the range of $7 billion to $9 billion, up from its previous forecast of $4 billion to $6 billion.
The company, viewed as a barometer of world trade, said it now sees signs of further port congestions, especially in Asia and the Middle East, and additional increase in container freight rates.
The rise in container freight prices and further port congestions are expected to contribute to a stronger financial performance in the second half of 2024, Maersk said.
Maersk had raised its full-year profit guidance last month when it reported first-quarter earnings, citing strong demand and higher freight rates as ships sailed longer to avoid conflict in the Red Sea.
The company earlier on Monday said that it was facing significant terminal congestion in Mediterranean and Asian ports, causing substantial delays in its vessel schedule.
Maersk also said it expects to have a free cash flow of at least $1 billion in 2024. It upgraded its earnings before interest and tax (EBIT) to a range between $1 billion and $3 billion, from its previous forecast of a loss of $2 billion to $0 billion.
Maersk erwartet nun einen zugrunde liegenden Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in der Größenordnung von 7 bis 9 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung gegenüber der vorherigen Prognose von 4 bis 6 Milliarden US-Dollar.
Das Unternehmen, das als Barometer des Welthandels gilt, sagte, es sehe nun Anzeichen für weitere Überlastungen der Häfen, insbesondere in Asien und im Nahen Osten, sowie einen weiteren Anstieg der Containerfrachtraten.
Der Anstieg der Containerfrachtpreise und weitere Überlastungen in den Häfen dürften zu einer stärkeren Finanzleistung im zweiten Halbjahr 2024 beitragen, sagte Maersk.
Maersk hatte im vergangenen Monat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben, als es die Ergebnisse für das erste Quartal bekannt gab. Dabei verwies das Unternehmen auf eine starke Nachfrage und höhere Frachtraten, da die Schiffe länger fuhren, um Konflikte im Roten Meer zu vermeiden.
Das Unternehmen teilte am Montag zuvor mit, dass es in Mittelmeer- und asiatischen Häfen mit einer erheblichen Überlastung der Terminals zu kämpfen habe, was zu erheblichen Verzögerungen im Schiffsfahrplan führe.
Maersk sagte außerdem, dass es im Jahr 2024 einen freien Cashflow von mindestens 1 Milliarde US-Dollar erwarte. Das Unternehmen habe seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von der vorherigen Prognose eines Verlusts von 2 Milliarden US-Dollar auf eine Spanne zwischen 1 und 3 Milliarden US-Dollar angehoben auf 0 Milliarden US-Dollar.
https://www.maersk.com/news/articles/2026/02/05/...-business-progress
Wie ist Eure Meinung zu dem Ergebnis?
A.P. Møller – Mærsk A/S, meist einfach Maersk genannt, ist einer der wichtigsten Logistik- und Containertransportkonzerne der Welt. Die hier betrachtete Aktie ist die B-Aktie: ISIN DK0010244508, WKN 861837, Börsenticker in Kopenhagen MAERSK-B.CO bzw. MAERSK B. Wichtig: Die B-Aktie trägt nach Maersk-Angaben keine Stimmrechte; die A-Aktie ist stimmberechtigt. Für Privatanleger ist die B-Aktie trotzdem oft die relevantere Gattung, weil sie liquider gehandelt wird und wirtschaftlich am selben Unternehmen beteiligt. Maersk ist an der Nasdaq Copenhagen notiert und Bestandteil des OMX Copenhagen 25. (boerse.de)
Das Unternehmen ist kein reiner Reedereiwert mehr, sondern ein integrierter Logistikkonzern. Maersk betreibt weltweit Containerlinienschifffahrt, Hafenterminals, Lager- und Kontraktlogistik, Luftfracht, Landverkehr, Zoll- und Supply-Chain-Dienstleistungen. Die strategische Selbstbeschreibung lautet „Global Integrator“: Maersk will also nicht nur Container von Hafen zu Hafen bewegen, sondern möglichst die gesamte Lieferkette des Kunden abdecken. Die Größe bleibt beeindruckend: Maersk nennt mehr als 100.000 Mitarbeiter, über 700 eingesetzte Containerschiffe, 60 Terminals in 35 Ländern, Präsenz in 130 Ländern, mehr als 100.000 Kunden und über 8,8 Mio. Quadratmeter Lagerfläche an mehr als 500 Standorten. (Maersk)
Historisch ist Maersk ein dänisches Familien- und Stiftungsunternehmen mit über 100 Jahren Geschichte. Die Wurzeln liegen 1904 bis 1912 in Svendborg, wo das Unternehmen als Dampfschifffahrtsgesellschaft entstand. Danach folgten die Entwicklung zur führenden dänischen Reederei, die Expansion nach dem Zweiten Weltkrieg, der Einstieg in die Containerisierung ab 1975, die globale Ausweitung ab den späten 1980er Jahren und seit 2016 die Neuausrichtung auf integrierte Logistik, Digitalisierung und Dekarbonisierung. Diese Geschichte ist für die Aktie wichtig, weil Maersk bis heute stark durch die Gründerfamilie und die zugehörigen Stiftungsstrukturen geprägt ist. (Maersk)
Die Eigentümerstruktur ist klar kontrolliert. A.P. Møller Holding A/S hielt laut Maersk 43,71 % des Aktienkapitals und 52,01 % der Stimmen; die A.P. Møller og Hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Familiefond hielt 9,90 % des Kapitals und 14,62 % der Stimmen; Den A.P. Møllerske Støttefond hielt 4,30 % des Kapitals und 6,67 % der Stimmen. Maersk selbst hielt zusätzlich eigene Aktien. Damit ist Maersk faktisch von der A.P.-Møller-Struktur kontrolliert. Für Minderheitsaktionäre ist das zweischneidig: positiv sind Langfristigkeit, konservative Bilanzpolitik und strategische Kontinuität; negativ ist, dass freie Aktionäre bei der B-Aktie keinerlei Stimmrecht haben und die strategische Richtung nicht beeinflussen können. (A.P. Møller - Mærsk A/S)
Zum Kurs: Am 23.04.2026 schloss die B-Aktie in Kopenhagen bei 14.785 DKK. Am 24.04.2026 lag sie im Handelsverlauf bzw. Schlusskursbereich etwas darunter, bei rund 14.650 bis 14.660 DKK. Nach der von der Hauptversammlung 2026 beschlossenen Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener A- und B-Aktien wurde das Aktienkapital um 1,133 Mrd. DKK auf 14,696 Mrd. DKK reduziert. Daraus ergibt sich überschlägig eine Börsenbewertung in der Größenordnung von gut 217 Mrd. DKK, also rund 29 Mrd. EUR. Das ist eine Näherung, weil die exakte Marktkapitalisierung je nach Datenanbieter, Aktiengattung, Treasury Shares und Zeitpunkt schwankt. (Yahoo Finanzen)
Die Fundamentaldaten zeigen sehr deutlich die Zyklik des Geschäfts. 2025 war noch ein starkes Jahr, aber nicht mehr auf dem extremen Sonderniveau der Corona- und Nach-Corona-Frachtraten. Maersk erzielte 2025 einen Umsatz von 54,0 Mrd. USD, ein EBITDA von 9,5 Mrd. USD, ein EBIT von 3,5 Mrd. USD und einen Nettogewinn von 2,9 Mrd. USD. Die EBITDA-Marge lag bei 17,7 %, die EBIT-Marge bei 6,5 %, der ROIC bei 5,7 %. Zum Jahresende beziehungsweise im Q4-Kontext nannte Maersk 21,4 Mrd. USD Cash und Einlagen sowie eine Nettoliquidität von 2,9 Mrd. USD. Das ist bilanziell stark, aber der operative Gewinn steht klar unter Druck.
Die Segmente entwickelten sich unterschiedlich. Ocean, also die Containerschifffahrt, bleibt der größte Ergebnistreiber, aber auch der zyklischste Teil. 2025 profitierte Maersk noch von hohen Auslastungen, Volumenwachstum und Kosteneffekten aus der Gemini-Kooperation, gleichzeitig gingen die Frachtraten bereits zurück. Logistics & Services verbesserte die EBIT-Marge von 3,6 % auf 4,8 %, blieb aber beim organischen Wachstum hinter den eigenen mittelfristigen Ansprüchen zurück. Terminals war 2025 die stärkste Qualitätssäule: Maersk meldete Rekordergebnisse, 20 % Umsatzwachstum, 31 % EBIT-Wachstum und einen ROIC von 16,1 %. Das ist wichtig, weil Terminals strukturell weniger volatil sind als die reine Seefracht.
Die Dividende bleibt attraktiv, aber sie ist nicht stetig im Sinne eines klassischen defensiven Dividendenwertes. Für 2025 wurde eine Dividende von 480 DKK je Aktie vorgeschlagen, entsprechend einer Ausschüttungsquote von 40 %. Für das Vorjahr hatte Maersk noch 1.120 DKK je Aktie gezahlt. Der Rückgang ist kein Zufall, sondern Ausdruck des zyklischen Gewinnrückgangs. Maersks Dividendenpolitik sieht grundsätzlich eine jährliche Ausschüttung von 30 % bis 50 % des bereinigten zugrunde liegenden Nettogewinns vor; überschüssiges Kapital soll zusätzlich über Aktienrückkäufe zurückgegeben werden. Beim Kurs von 14.785 DKK am 23.04.2026 entspricht die 480-DKK-Dividende einer Rendite von rund 3,25 %.
Die Kapitalrückführung bleibt ein Pluspunkt. Maersk kündigte an, das Aktienrückkaufprogramm mit rund 1,0 Mrd. USD über die folgenden zwölf Monate fortzusetzen; die gesamte Rückführung an Aktionäre 2026 sollte nach Unternehmensangaben rund 2,1 Mrd. USD betragen. Das ist solide, aber nicht risikofrei: In einem tiefen Frachtratenabschwung können Dividenden und Rückkäufe schnell reduziert werden, weil Maersk verständlicherweise die Bilanz schützen muss.
Für 2026 ist das Bild deutlich schwächer. Maersk erwartet globales Container-Volumenwachstum von 2 % bis 4 %, ein zugrunde liegendes EBITDA von 4,5 bis 7,0 Mrd. USD, ein zugrunde liegendes EBIT zwischen minus 1,5 Mrd. USD und plus 1,0 Mrd. USD sowie einen Free Cashflow von mindestens minus 3 Mrd. USD. Das ist eine sehr breite Spanne und zeigt, wie unsicher die Lage ist. Hauptgründe sind Überkapazitäten durch neue Schiffe und die Unsicherheit, ob und wann die Umleitungen wegen der Lage im Roten Meer normalisiert werden.
Der Analystenkonsens bestätigt diese Vorsicht. Maersks eigener, von Visible Alpha erfasster Konsens für 2026 lag bei einem Umsatz von 51,6 Mrd. USD, einem EBITDA von 6,2 Mrd. USD, einem EBIT von nur 421 Mio. USD, einem Nettogewinn von 92 Mio. USD und einem verwässerten EPS von lediglich 7 DKK. Für 2027 rechnete der Konsens mit ähnlich niedrigem EBIT von 527 Mio. USD und sogar einem leicht negativen Periodenergebnis im Median. Erst 2028 sah der Median wieder ein höheres EBIT von 1,16 Mrd. USD und einen Nettogewinn von 456 Mio. USD. Das macht die Bewertung schwierig: Auf Basis 2025 sieht Maersk nicht teuer aus, auf Basis des 2026er Konsensgewinns aber extrem teuer. Bei so zyklischen Unternehmen ist ein normales KGV deshalb wenig aussagekräftig. (A.P. Møller - Mærsk A/S)
Bei den Kurszielen ist der Markt ebenfalls skeptisch. Investing.com meldete für die B-Aktie auf Basis von 18 Analysten ein durchschnittliches 12-Monats-Kursziel von 13.245 DKK, mit einer Spanne von rund 8.092 DKK bis 19.613 DKK und einem Konsensrating „Sell“. Stocksguide nannte auf Basis von 27 Schätzungen ein durchschnittliches Kursziel von 12.775,50 DKK, ein Hoch von 21.000 DKK und ein Tief von 8.787 DKK. Gegenüber dem Kurs von 14.785 DKK am 23.04.2026 bedeutet das im Mittel eher Abwärtspotenzial. Die große Spanne zeigt aber auch: Der Markt hat keine klare Meinung, weil Frachtraten, geopolitische Routenrisiken und Schiffskapazitäten die Gewinne stark bewegen. (Investing.com)
Die nächsten fünf Jahre dürften für Maersk vor allem eine Normalisierungs- und Bewährungsphase werden. Der Containersektor hat strukturell das Problem, dass hohe Gewinne fast immer neue Kapazitäten anziehen. Neue Schiffe drücken dann später die Frachtraten, selbst wenn die Nachfrage wächst. Genau dieses Risiko steht 2026 im Vordergrund. Gleichzeitig ist Maersk besser aufgestellt als viele reine Reedereien: Die Bilanz ist robust, die Marke ist stark, die Terminals liefern hohe Renditen, und die Logistiksparte kann langfristig stabilere Ergebnisbeiträge bringen. Entscheidend wird sein, ob Maersk die integrierte Logistik wirklich profitabel skaliert. Bisher ist das noch nicht vollständig bewiesen; die Logistics-&-Services-Marge verbessert sich, liegt aber noch unter dem eigenen Ziel von mehr als 6 %.
Auf Sicht von 5 bis 15 Jahren bleibt Maersk ein strategisch relevantes Unternehmen. Der Welthandel wird nicht verschwinden, Lieferketten werden komplexer, Unternehmen wollen verlässlichere Transporte, mehr Transparenz, bessere Lagersteuerung und zunehmend CO₂-ärmere Logistik. Maersk hat die Größe, Kundenbasis, IT-Investitionen, Terminalpositionen und Finanzkraft, um davon zu profitieren. Die Dekarbonisierung der Schifffahrt kann langfristig sogar ein Wettbewerbsvorteil werden, weil kleinere Wettbewerber die notwendigen Investitionen schwerer stemmen können. Maersk selbst nennt als Ziel Netto-Null-Treibhausgasemissionen über das Geschäft bis 2040. (Maersk)
Trotzdem ist die Aktie kein defensiver Wert. Maersk ist ein Qualitätszykliker, kein ruhiger Compounder. Die Gewinne hängen an Frachtraten, globaler Nachfrage, geopolitischen Umleitungen, Öl- und Treibstoffkosten, Hafenproduktivität, Flottenangebot und Investitionszyklen. Wer Maersk kauft, kauft nicht einfach „Logistik“, sondern einen stark schwankenden globalen Handelswert. Die Aktie kann in Boomphasen enorme Dividenden und Kursgewinne liefern, in Normal- oder Abschwungphasen aber jahrelang enttäuschen. Das sieht man schon daran, dass die Dividende von 1.120 DKK auf 480 DKK gefallen ist und der 2026er Konsensgewinn fast verschwindet.
Meine Einschätzung zum Stand 23.04.2026: Maersk ist unternehmerisch stark, bilanziell solide und langfristig relevant, aber die Aktie ist zum damaligen Kurs von 14.785 DKK nicht offensichtlich billig. Die Marktbewertung preist bereits einen Teil der Qualität und der Hoffnung auf spätere Erholung ein, während 2026 und vermutlich auch 2027 operativ schwierig bleiben können. Für sehr langfristige Anleger mit hoher Zyklustoleranz kann Maersk als Beimischung interessant sein, vor allem wegen Bilanzstärke, Eigentümerqualität, Terminals und globaler Logistikposition. Für Anleger, die planbare Gewinne, stetige Dividenden und defensive Stabilität suchen, ist die Aktie ungeeignet. Ich würde sie daher nicht als klaren Kauf einstufen, sondern als Halte- beziehungsweise Watchlist-Wert: attraktiv wird sie vor allem dann, wenn der Markt einen tiefen Schifffahrtsabschwung stärker einpreist oder wenn Maersk beweist, dass Logistics & Services dauerhaft höhere Margen liefert und Ocean auch im Normalmarkt solide Renditen erzielt.
Unterm Strich ist Maersk ein hervorragendes Unternehmen in einer schwierigen Branche. Genau das ist der Kern der Anlageentscheidung: Qualität ja, Burggraben teilweise ja, Familien-/Stiftungsanker ja, Bilanz ja – aber Ergebnisstabilität nein. Die Aktie eignet sich eher für geduldige, antizyklische Investoren als für Anleger, die lineares Wachstum erwarten.
Autor: ChatGPT
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