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US-Zinshoffnungen flammen neu auf
05.09.25 10:17
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Nach einem trüben Wochenstart haben insbesondere neu entflammte US-Zinshoffnungen die Börsen über die Wochenmitte wieder ins Plus gehievt - in den USA sowieso, aber auch in Europa, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Der DAX habe solcherart alleine gestern um 0,74% zugelegt, der EURO STOXX 50 um 0,41% und der österreichische ATX um 0,55%. Die Investoren seien zuletzt noch etwas zuversichtlicher geworden, dass die US-Notenbank FED in diesem Monat die Zinsen senke. Die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Lockerung beim Zinsentscheid der FED am 17. September werde derzeit an den Terminmärkten auf mehr als 95% geschätzt. Den diesbezüglichen Optimismus hätten am Donnerstag frische Daten zum US-Arbeitsmarkt verstärkt. In der US-Privatwirtschaft seien einer Umfrage zufolge im August 54.000 Jobs geschaffen worden, nach revidiert 106.000 im Juli. Von Reuters befragte Ökonomen hätten mit einem Zuwachs von 65.000 Jobs gerechnet. Zugleich sei die an den Finanzmärkten stark beachtete Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stärker als erwartet angestiegen.
All das habe am gestrigen Abend erst recht auch die US-Börsen beflügelt. Der marktbreite S&P 500 habe 0,83% höher geschlossen und habe damit einen neuen Rekord-Schlussstand von 6.502 Zählern erreicht. Der NASDAQ 100 sei um 0,93% angestiegen und der Dow Jones Industrials um 0,77%. Beide seien aber an ihren historischen Rekord-Schlussständen vorbeigeschrammt. An den Börsen warte man nun auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der heute Nachmittag veröffentlicht werde. Der Markt rechne damit, dass dieser tendenziell zur Schwäche neigen sollte, ohne extreme Einbrüche aufzuzeigen. Das würde das Argument für eine geldpolitische Lockerung der US-Notenbank nur weiter untermauern. FED-Chef Jerome Powell habe ja bereits signalisiert, dass es eine Zinssenkung geben würde, es sei denn, die Arbeitsmarktdaten würden völlig aus dem Rahmen fallen.
Das Treffen der OPEC+ am Sonntag werfe weiter seine Schatten voraus, was den Ölpreis unter Druck halte. Die erwartete Produktionsausweitung habe den Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent nach einem kurzen Zwischenhoch gestern wieder auf unter USD 67 fallen lassen. Der Goldpreis profitiere dagegen von der Risikoaversion der Anleger sowie von den gestiegenen FED-Zinssenkungserwartungen. Aktuell liege der Preis für eine Feinunze bei knapp USD 3.560 und damit nahezu auf Rekordniveau. Auch der Bitcoin habe zuletzt etwas zulegen können und handele derzeit bei rund USD 111.500.
Die asiatischen Börsen lägen heute Morgen nahezu einheitlich im Plus. Dabei würden die Indices in Hongkong und Tokio positiv hervorstechen; einzig der indische SENSEX liege leicht im Minus. Im Datenkalender stünden für heute keine nennenswerten Unternehmensnachrichten, dafür aber mit den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten insbesondere im Hinblick auf die Notenbanksitzung zu Monatsmitte ein echter Daten-Hammer, der um 14:30 MESZ veröffentlicht werden solle. Dazu komme noch die wahrscheinliche Bestätigung des Q2-BIP-Wachstums in der Eurozone, die in ihrer Bedeutung für die Märkte natürlich viel geringer einzuschätzen sei. (05.09.2025/alc/a/a)
Der DAX habe solcherart alleine gestern um 0,74% zugelegt, der EURO STOXX 50 um 0,41% und der österreichische ATX um 0,55%. Die Investoren seien zuletzt noch etwas zuversichtlicher geworden, dass die US-Notenbank FED in diesem Monat die Zinsen senke. Die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Lockerung beim Zinsentscheid der FED am 17. September werde derzeit an den Terminmärkten auf mehr als 95% geschätzt. Den diesbezüglichen Optimismus hätten am Donnerstag frische Daten zum US-Arbeitsmarkt verstärkt. In der US-Privatwirtschaft seien einer Umfrage zufolge im August 54.000 Jobs geschaffen worden, nach revidiert 106.000 im Juli. Von Reuters befragte Ökonomen hätten mit einem Zuwachs von 65.000 Jobs gerechnet. Zugleich sei die an den Finanzmärkten stark beachtete Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stärker als erwartet angestiegen.
Das Treffen der OPEC+ am Sonntag werfe weiter seine Schatten voraus, was den Ölpreis unter Druck halte. Die erwartete Produktionsausweitung habe den Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent nach einem kurzen Zwischenhoch gestern wieder auf unter USD 67 fallen lassen. Der Goldpreis profitiere dagegen von der Risikoaversion der Anleger sowie von den gestiegenen FED-Zinssenkungserwartungen. Aktuell liege der Preis für eine Feinunze bei knapp USD 3.560 und damit nahezu auf Rekordniveau. Auch der Bitcoin habe zuletzt etwas zulegen können und handele derzeit bei rund USD 111.500.
Die asiatischen Börsen lägen heute Morgen nahezu einheitlich im Plus. Dabei würden die Indices in Hongkong und Tokio positiv hervorstechen; einzig der indische SENSEX liege leicht im Minus. Im Datenkalender stünden für heute keine nennenswerten Unternehmensnachrichten, dafür aber mit den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten insbesondere im Hinblick auf die Notenbanksitzung zu Monatsmitte ein echter Daten-Hammer, der um 14:30 MESZ veröffentlicht werden solle. Dazu komme noch die wahrscheinliche Bestätigung des Q2-BIP-Wachstums in der Eurozone, die in ihrer Bedeutung für die Märkte natürlich viel geringer einzuschätzen sei. (05.09.2025/alc/a/a)


