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US-Verbraucherpreisdaten im Fokus
11.09.24 11:22
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Es war ein geteiltes Bild am gestrigen Handelstag, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Während in Europa der Automobilsektor aufgrund der Gewinnwarnung bei BMW den gesamten Markt nach unten gezogen habe, hätten die breiten US-Märkte ihre Erholungsbewegung nach dem Freitagstief fortgesetzt. Euphorie sei aber auch jenseits des Atlantiks nicht zu sehen gewesen, schließlich habe sich die Anlegerschaft in Anbetracht der bevorstehenden US-Verbraucherpreisdaten nicht allzu weit aus der Deckung getraut.
Die US-Inflation habe es in diesem Jahr nämlich in sich gehabt. Nach einer überraschend hohen Inflation im ersten Quartal habe sich die Inflationsdynamik in den letzten Monaten merklich abgeschwächt. Es werde erwartet, dass der Inflationsbericht heute keine weitere Abschwächung der Dynamik mit sich bringen werde. Die Cleveland FED prognostiziere eine Kerninflation von 0,26% p.m. Dies würde bedeuten, dass die Kerninflation im Jahresvergleich konstant bei 3,2% bleibe. Die Gesamtinflation werde jedoch im Jahresvergleich voraussichtlich von 2,9% auf 2,6% fallen. Dies sei auf energiebezogene Basiseffekte zurückzuführen. Die Spritpreise seien im August um 2,5% p.m. gesunken. Der wichtigere Effekt sei jedoch der Anstieg der Spritpreise um 6% p.m. im August 2023. Dies hebe die Basis und drücke die Jahresinflationsrate für August 2024 nach unten. Neben den VPI-Daten seien auch die PPI-Daten im Fokus, die Übermorgen auf der Agenda stünden. Nur in Kombination würden sie valide Rückschlüsse zulassen, welche Signale die PCE-Inflation für die FED haben werde. Sei der Disinflationstrend intakt oder seien die letzten drei Monate zu schön gewesen, um wahr zu sein?
Abseits der Inflationsdaten werde die erste TV-Debatte zwischen Kamala Harris und Donald Trump Gesprächsthema an den Märkten sein. Die beiden seien heute Nacht im vom Sender ABC ausgestrahlten Format erstmals im Wahlkampf aufeinandergetroffen und sich beide angriffslustig gezeigt. Erste Auswertungen des Publikums hätten Rückenwind für Kamala Harris signalisiert. Rund 63% der Zuseher hätten die Demokratin in der Debatte als überlegen angesehen.
In Asien herrschteheute Morgen weitgehend Abgabedruck. Auf der Sektorenseite hätten die Energiewerte gestern noch zu den größten Verlierern gezählt, was vor allem dem schwachen Ölpreis geschuldet sei. Das Barrel der Nordseesorte Brent sei erstmals seit einem Jahr teils recht deutlich unter die Marke von USD 70 gerutscht. Weniger dramatisch aber nicht minder schwach habe sich der Preis für europäisches Gas verhalten. Auch dieser sei mit mehr als 4% deutlich zurückgegangen. Gold hingegen sei gefragt gewesen und habe moderate Gewinne verbucht. Selbst das vermeintliche digitale Gold, Bitcoin, habe sich nach den jüngsten Abgaben stabilisieren können. (11.09.2024/alc/a/a)
Während in Europa der Automobilsektor aufgrund der Gewinnwarnung bei BMW den gesamten Markt nach unten gezogen habe, hätten die breiten US-Märkte ihre Erholungsbewegung nach dem Freitagstief fortgesetzt. Euphorie sei aber auch jenseits des Atlantiks nicht zu sehen gewesen, schließlich habe sich die Anlegerschaft in Anbetracht der bevorstehenden US-Verbraucherpreisdaten nicht allzu weit aus der Deckung getraut.
Abseits der Inflationsdaten werde die erste TV-Debatte zwischen Kamala Harris und Donald Trump Gesprächsthema an den Märkten sein. Die beiden seien heute Nacht im vom Sender ABC ausgestrahlten Format erstmals im Wahlkampf aufeinandergetroffen und sich beide angriffslustig gezeigt. Erste Auswertungen des Publikums hätten Rückenwind für Kamala Harris signalisiert. Rund 63% der Zuseher hätten die Demokratin in der Debatte als überlegen angesehen.
In Asien herrschteheute Morgen weitgehend Abgabedruck. Auf der Sektorenseite hätten die Energiewerte gestern noch zu den größten Verlierern gezählt, was vor allem dem schwachen Ölpreis geschuldet sei. Das Barrel der Nordseesorte Brent sei erstmals seit einem Jahr teils recht deutlich unter die Marke von USD 70 gerutscht. Weniger dramatisch aber nicht minder schwach habe sich der Preis für europäisches Gas verhalten. Auch dieser sei mit mehr als 4% deutlich zurückgegangen. Gold hingegen sei gefragt gewesen und habe moderate Gewinne verbucht. Selbst das vermeintliche digitale Gold, Bitcoin, habe sich nach den jüngsten Abgaben stabilisieren können. (11.09.2024/alc/a/a)


