US-Inflationsdaten dürften der FED weitere Gründe liefern, Zinssätze nicht vorschnell zu senken


12.03.24 16:21
Ebury

Brüssel (www.anleihencheck.de) - Der US-Inflationsbericht für Februar dürfte den Mitgliedern des Offenmarktausschusses (FOMC) weitere Gründe liefern, die Zinssätze auf den kommenden Sitzungen nicht vorschnell zu senken, so Matthew Ryan, Head of Market Strategy bei Ebury.

Sowohl die Hauptinflationsrate als auch die Kerninflationsrate hätten die Erwartungen übertroffen und während letztere auf ein fast dreijähriges Tief gesunken sei, sei die auf das Jahr hochgerechnete 3-Monats-Kerninflationsrate erneut gestiegen und liege nun auf einem Neunmonatshoch.

Die Futures würden nach wie vor praktisch keine Chance für eine erste Zinssenkung auf einer der beiden FED-Sitzungen im März oder Mai sehen, die nach Meinung von Ebury keine geeigneten Zeitpunkte für Zinssenkungen seien. Ebury halte die Juni-Sitzung für das wahrscheinliche Datum des Beginns der Lockerung, obwohl die Falken im Ausschuss wahrscheinlich über die Unbeweglichkeit der Kernindizes streiten würden, während sie davor warnen würden, dass das erhöhte Lohnwachstum immer noch ein Aufwärtsrisiko für die Verbraucherpreise darstelle.

Ebury gehe davon aus, dass die Vertreter der Federal Reserve in den kommenden Stellungnahmen auch weiterhin einen überwiegend hawkistischen Ton anschlagen würden. Dies könnte dem US-Dollar, der in den letzten Wochen überverkauft zu sein scheine, kurzfristig ein gewisses Aufwärtspotenzial verleihen. (12.03.2024/alc/a/a)