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USA: Leicht sinkende Anleiherenditen
11.11.24 10:26
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die US-Aktienmärkte beendeten die vergangene Handelswoche mit einem weiteren Anstieg am Freitag, an dem die Leitindizes (mitunter der S&P 500) neue Rekordstände erreichten, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Getrieben worden sei die positive Entwicklung weiterhin vor allem von der Hoffnung auf eine unternehmensfreundliche Politik des designierten Präsidenten Trump, der Steuersenkungen und Deregulierung in Aussicht gestellt habe. Zusätzlichen Rückenwind hätten die Märkte durch leicht sinkende Anleiherenditen erhalten, die von der Zinssenkung der US-Notenbank am Donnerstag (-25 Prozentpunkte) profitiert hätten.
Das Szenario einer weichen Landung der US-Wirtschaft sei am Freitag zudem durch positive Konjunkturdaten untermauert worden: Das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen sei im November überraschend deutlich um 2,5 Punkte auf ein Siebenmonatshoch von 73,0 Punkten gestiegen und habe damit die Erwartungen von 71,0 Punkten deutlich übertroffen. Auch die laufende Berichtssaison trage derzeit zur positiven Stimmung bei. Bisher hätten 78% der S&P 500-Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen. Für das dritte Quartal würden die Konsensschätzungen nun von einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von 4,3% gegenüber dem Vorjahr ausgehen.
An den Rohstoffmärkten habe der Ölpreis zu Wochenbeginn seinen Abwärtstrend fortgesetzt. Belastend wirke vor allem die Enttäuschung über das chinesische Konjunkturprogramm, das nicht die erhofften Impulse für die Ölnachfrage des weltgrößten Ölimporteurs verspreche. Gründe für die enttäuschende Nachfrage aus China seien in den letzten Monaten die Verlangsamung der Wirtschaftsentwicklung, ein rückläufiger Benzinverbrauch durch die rasante Zunahme von Elektrofahrzeugen sowie die zunehmende Substitution von Diesel durch Flüssigerdgas im Schwerlastverkehr gewesen. Die Nordseesorte Brent notiere derzeit bei USD 74,00. Während sich der Ölmarkt schwach zeige, erreiche Bitcoin neue Höchststände und notiere deutlich über der Marke von USD 80.000. Auch Gold bleibe stark und notiere bei USD 2.670.
Die Aktienmärkte in China würden sich heute nach allgemeiner Enttäuschung über das Ausbleiben von Konjunkturpaketen uneinheitlich zeigen, wobei der konsumorientiertere Hang Seng deutlich im Minus notiere, während sich die Kurse in Japan überwiegend seitwärts bewegen würden. In Europa würden die vorbörslichen Indikationen jedoch auf eine stärkere Handelsöffnung hindeuten.
Für den heutigen Handelstag stünden keine marktbewegenden Datenveröffentlichungen an. Im weiteren Wochenverlauf sei der US-Verbraucherpreisindex am Mittwoch das wichtigste Ereignis. Hier sei es für die Aktienmärkte wichtig, dass die Inflationsdaten nicht nach oben ausbrechen würden, da die diesbezügliche Nervosität nach der Trump-Wahl wieder deutlich zugenommen habe. Neben diesen Blockbuster-Veröffentlichungen wird in dieser Woche auch wieder die Berichtssaison im Fokus stehen, wobei hier der Höhepunkt in den USA bereits hinter uns liegt und sich der Blick daher mehr nach Europa und Asien richten kann, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Airbnb habe mit einem Minus von mehr als -8% geschlossen, nachdem das Unternehmen am Freitag einen enttäuschenden Quartalsbericht vorgelegt und ein Gewinnwachstum unter den Erwartungen veröffentlicht habe. (11.11.2024/alc/a/a)
Getrieben worden sei die positive Entwicklung weiterhin vor allem von der Hoffnung auf eine unternehmensfreundliche Politik des designierten Präsidenten Trump, der Steuersenkungen und Deregulierung in Aussicht gestellt habe. Zusätzlichen Rückenwind hätten die Märkte durch leicht sinkende Anleiherenditen erhalten, die von der Zinssenkung der US-Notenbank am Donnerstag (-25 Prozentpunkte) profitiert hätten.
Das Szenario einer weichen Landung der US-Wirtschaft sei am Freitag zudem durch positive Konjunkturdaten untermauert worden: Das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen sei im November überraschend deutlich um 2,5 Punkte auf ein Siebenmonatshoch von 73,0 Punkten gestiegen und habe damit die Erwartungen von 71,0 Punkten deutlich übertroffen. Auch die laufende Berichtssaison trage derzeit zur positiven Stimmung bei. Bisher hätten 78% der S&P 500-Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen. Für das dritte Quartal würden die Konsensschätzungen nun von einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von 4,3% gegenüber dem Vorjahr ausgehen.
Die Aktienmärkte in China würden sich heute nach allgemeiner Enttäuschung über das Ausbleiben von Konjunkturpaketen uneinheitlich zeigen, wobei der konsumorientiertere Hang Seng deutlich im Minus notiere, während sich die Kurse in Japan überwiegend seitwärts bewegen würden. In Europa würden die vorbörslichen Indikationen jedoch auf eine stärkere Handelsöffnung hindeuten.
Für den heutigen Handelstag stünden keine marktbewegenden Datenveröffentlichungen an. Im weiteren Wochenverlauf sei der US-Verbraucherpreisindex am Mittwoch das wichtigste Ereignis. Hier sei es für die Aktienmärkte wichtig, dass die Inflationsdaten nicht nach oben ausbrechen würden, da die diesbezügliche Nervosität nach der Trump-Wahl wieder deutlich zugenommen habe. Neben diesen Blockbuster-Veröffentlichungen wird in dieser Woche auch wieder die Berichtssaison im Fokus stehen, wobei hier der Höhepunkt in den USA bereits hinter uns liegt und sich der Blick daher mehr nach Europa und Asien richten kann, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Airbnb habe mit einem Minus von mehr als -8% geschlossen, nachdem das Unternehmen am Freitag einen enttäuschenden Quartalsbericht vorgelegt und ein Gewinnwachstum unter den Erwartungen veröffentlicht habe. (11.11.2024/alc/a/a)


