Staatsanleihen Australien: Engagement prüfen


23.03.12 11:31
Fuchsbriefe

Berlin (www.anleihencheck.de) - Nach Einschätzung der Experten von "Fuchsbriefe" steht der Australische Dollar (AUD) auf der Kippe, weshalb sie raten, die von ihnen empfohlenen Staatsanleihen (ISIN AU3TB0000101 / WKN A1GRTK) von Australien und (ISIN AU3SG0000151 / WKN A1AVAY) von New South Wales jetzt glattzustellen.

Nach Ansicht der Experten scheine die australische Währung gegenüber dem Euro ihren Höchstkurs überschritten zu haben. In der Zeit von Anfang 2009 habe der AUD gegenüber dem EUR bis Ende Februar 2012 um ganze 70% aufgewertet. Basis dieser Entwicklung sei der Umstand gewesen, dass Australien als klassischer Rohstoffproduzent und -exporteur von der weltweit steigenden Nachfrage profitiert und neben robusten Wachstumsraten auch geordneten Staatsfinanzen geboten habe. Zudem habe das Land bis heute seine Bestnote "AAA" in einem globalen Umfeld fallender Bonitätsratings verteidigen können. Die Top-Bonität und die vergleichsweise hohen Renditen seien denn auch die attraktive Kombination gewesen, weshalb die Experten seinerzeit die beiden o.a. Staatsanleihen empfohlen hätten.

Allerdings hätten sich diese Investments bislang nicht ausgezahlt und sollten die neuesten Markttendenzen in den Wechselkursverhältnissen fortgeschrieben werden, würden weitere Verluste drohen. Der AUD habe zum EUR bei 0,82 EUR eine Top-Bildung vollzogen und die letzten Wochen seien bereits von Abwertungstendenzen gegenüber dem EUR gekennzeichnet gewesen. Zeige sich der AUD gegenüber dem EUR weiter schwächer, würden sich noch mehr Investoren aus den vorgestellten Anleihen zurückziehen.

Da die Experten von "Fuchsbriefe" nicht mit einer erneuten Trendwende rechnen, raten sie, die beiden o.a. Staatsanleihen jetzt glattzustellen. (Ausgabe 12 vom 22.03.2012) (23.03.2012/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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