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SSA-Markt: Interessante Deals in der Pipeline
14.04.21 12:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - In der heutigen Ausgabe widmen wir uns in zwei Artikeln dem Geschäftsgebaren der Europäischen Zentralbank, so Dr. Norman Rudschuck, CIIA bei NORD/LB.
Zum einen würden die Analysten der NORD/LB in den Rückspiegel blicken und die aktuellsten Daten des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP) beleuchten. Dieser Datenkranz werde alle zwei Monate veröffentlicht und bleibe dabei stets nicht frei von Kritik. Zu unklar seien u.a. weiterhin die ISIN-Limite im Rahmen des PEPP. Zum anderen würden die Analysten der NORD/LB nach vorne blicken und acht Tage vor der nächsten EZB-Ratssitzung den Fokus auf die Handlungsoptionen der EZB legen, die ebenfalls nicht frei von Kritik seien.
Gegenstand der Diskussion auf europäischer Ebene sei und bleibe derzeit der Wiederaufbauplan der EU. Während das SURE-Programm seit Herbst 2020 - nach formellen Anlaufverzögerungen - gut und umfangreich genutzt werde, dauere es mit dem EU-Wiederaufbaufonds noch etwas. Wir hatten in unserem Outlook für 2021 bereits auf die Jahresmitte bzw. die zweite Jahreshälfte verwiesen, so die Analysten der NORD/LB. Nicht, weil die Analysten der NORD/LB Pessimisten seien, sondern weil jedes Mitgliedsland erst den jeweiligen parlamentarischen Prozess durchlaufen müsse. Immerhin gehe es in Summe um EUR 750 Mrd. Eigene Verschuldung sei in den Statuten der EU zudem nicht vorgesehen, was Kritiker und Kläger (m/w/d) auf den Plan rufe. Das deutsche Bundesverfassungsgericht habe unerwartet scharf angeordnet, dass Bundespräsident Steinmeier das Gesetz vorerst nicht unterzeichne. Da andere EU-Mitglieder noch nicht so weit seien, sehe man hier derzeit keine Verzögerung.
Zudem habe ESM-Chef Klaus Regling zwei Dinge betont: Vor Sommer habe ohnehin niemand damit gerechnet, dass Geld aus Brüssel fließen würde. Dies entspräche dem angestrebten Zeitplan. Zudem schüfe die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, Einwände gegen das Programm zu prüfen, zwar ein Element der Unsicherheit. Jedoch habe Karlsruhe jedoch bereits in der Vergangenheit zugelassen, dass EU-Hilfsprogramme vorankämen. Wer nun neidisch Richtung USA blicke, dass das Programm dort mehr Power habe und es insgesamt schneller vorangehe, der liege richtig. Dies sei aber auch der Zuständigkeit, der Staatsform und der Größe geschuldet.
In einem Marktumfeld, in welchem Italien eine 50-jährige Anleihe nicht nur unfallfrei, sondern völlig überzeichnet platzieren könne (EUR 5 Mrd. generierten EUR 64 Mrd. Nachfrage), sei auch Platz für mehr: Die EU habe einen RfP für weitere EUR 5 Mrd. versendet. Zudem lade die KfW zu einem Global Investor Broadcast (non-deal related) am 22. April ein. Des Weiteren habe die EIB mehrere Banken beauftragt, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die die Möglichkeit einer ersten digitalen Anleiheemission prüfen solle. Es sei vorgesehen, dass die Anleihe auf EUR laute, registriert und über die Blockchain-Technologie abgewickelt werde. In den kommenden Wochen solle eine Reihe von Investorentreffen durchgeführt werden, beginnend am Donnerstag, den 15. April. Die EIB gilt nicht nur in unseren Augen als Vorreiterin für Innovationen auf den europäischen Fremdkapitalmärkten, so die Analysten der NORD/LB. Die Analysten der NORD/LB würden dabei an die ersten grünen und nachhaltigen Anleihen oder auch Bonds des Euro-Kurzfristzinses STR denken.
Unser Marktumfeld fällt in dieser Ausgabe aus bekannten Gründen etwas üppiger aus, da wir eine Publikation osterbedingt ausgesetzt haben, so die Analysten der NORD/LB. So sei es zu reichlich Mandatierungen gekommen, die sich nach und nach materialisiert hätten und der Fokus habe erstaunlich häufig auf ESG gelegen: Bevor der erste Deal überhaupt gepreist worden sei, sei es zu Mandatierungen des Baskenlandes (11y), BNG, KfW, Niedersachsen, Andalusien und dem RfP der EFSF gekommen. Das war ein bunter Strauß, den Auftakt mit harten Fakten machte jedoch NIESA: Unser größter Anteilseigner brachte eine 15-jährige Benchmarkanleihe (ISIN DE000A3E5KB3 / WKN A3E5KB) zu ms flat, so die Analysten der NORD/LB. Die Orderbücher hätten mehr als EUR 950 Mio. betragen. Gegenüber der Guidance (ms +1 Bp area) sei somit eine Einengung zu verzeichnen gewesen.
Als nächster Deal seien EUR 4 Mrd. der KfW zu bestaunen gewesen. Der achtjährige Green Bond (ISIN XS2331327564 / WKN A289JL) sei zu ms -11 Bp gekommen. Die Guidance habe bei ms -9 Bp area gelegen und die Orderbücher hätten es auf über EUR 18,5 Mrd. gebracht.
BASQUE habe eine elfjährige Nachhaltigkeitsanleihe (ISIN ES0000106726 / WKN A3KPH5) an den Markt gebracht und Interesse in Höhe von EUR 3,25 Mrd. generiert. EUR 1 Mrd. seien zum Zug gekommen (neun Basispunkte über den beiden interpolierten Referenzanleihen SPGB 0.1% 04/30/31 & SPGB 2.35% 07/30/33).
Nächster Bond (ISIN XS2332184212 / WKN A3KPLF) im Reigen sei von der Council of Europe Development Bank gekommen: EUR 500 Mio. für sieben Jahre als Social Inclusion (ms -14 Bp). Es sei eine leichte Überzeichnung festzustellen gewesen, woraufhin ein Basispunkt gegenüber der Guidance als Einengung möglich gewesen sei. Aus Berlin sei von der Investitionsbank ein Plain Vanilla-Bond (ISIN DE000A2YN1B4 / WKN A2YN1B) gekommen (EUR 500 Mio., 7y, ms -1 Bp). Der Bond sei doppelt überzeichnet gewesen.
Die spanische Region ANDAL habe in ihrer nachhaltigen Debütemission EUR 1 Mrd. (10y) eingesammelt. Nachfrage sei für mehr als EUR 2,6 Mrd. vorhanden gewesen. Wir planen ein Special zu den spanischen Regionen in einer der kommenden Ausgaben Ende April/Anfang Mai, so die Analysten der NORD/LB.
Ebenfalls aus dem Segment "Sustainability" sei die Anleihe (ISIN XS2332592760 / WKN A3KPNW) der BNG gekommen. Auf ihren Investorencall vor wenigen Tagen sei nun eine zwölfjährige Transaktion (EUR 2 Mrd.) zu ms -3 Bp gefolgt.
Die EFSF möchte im 2. Quartal EUR 7 Mrd. einwerben und habe nun EUR 4 Mrd. im fünfjährigen Segment begeben. Der Spread habe bei ms -10 Bp und die Orderbücher bei über EUR 18,2 Mrd. gelegen. Die Guidance sei bei ms -8 Bp area gestartet.
Ebenfalls mit einem Investorencall habe die Ile-de-France ihre Nachhaltigkeitsanleihe (ISIN FR0014003067 / WKN A3KPNQ) Anfang April beworben und erläutert. EUR 500 Mio. (WNG) hätten für sieben Jahre den Besitzer gewechselt. Eine Maximallaufzeit von zehn Jahren sei möglich gewesen, sodass sich die Emittentin hier für die kürzeste avisierte Laufzeit entschieden habe. 19 Basispunkte über den französischen OATS (FRTR 1% 05/25/27 & FRTR 0.75% 05/25/28) seien als Pick-up verzeichnet worden. Die Guidance habe bei OAT +23 Bp area gelegen.
Ein letzter Deal sei im Sub-Benchmarkformat gekommen: Die EUROFIMA habe EUR 250 Mio. für 20 Jahre an den Start (Green Bond) gebracht. Die Bücher hätten bei über EUR 1,2 Mrd. gelegen, sodass drei Basispunkte Einengung auf ms +17 Bp möglich gewesen seien. (Ausgabe 13 vom 14.04.2021) (14.04.2021/alc/a/a)
Zum einen würden die Analysten der NORD/LB in den Rückspiegel blicken und die aktuellsten Daten des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP) beleuchten. Dieser Datenkranz werde alle zwei Monate veröffentlicht und bleibe dabei stets nicht frei von Kritik. Zu unklar seien u.a. weiterhin die ISIN-Limite im Rahmen des PEPP. Zum anderen würden die Analysten der NORD/LB nach vorne blicken und acht Tage vor der nächsten EZB-Ratssitzung den Fokus auf die Handlungsoptionen der EZB legen, die ebenfalls nicht frei von Kritik seien.
Gegenstand der Diskussion auf europäischer Ebene sei und bleibe derzeit der Wiederaufbauplan der EU. Während das SURE-Programm seit Herbst 2020 - nach formellen Anlaufverzögerungen - gut und umfangreich genutzt werde, dauere es mit dem EU-Wiederaufbaufonds noch etwas. Wir hatten in unserem Outlook für 2021 bereits auf die Jahresmitte bzw. die zweite Jahreshälfte verwiesen, so die Analysten der NORD/LB. Nicht, weil die Analysten der NORD/LB Pessimisten seien, sondern weil jedes Mitgliedsland erst den jeweiligen parlamentarischen Prozess durchlaufen müsse. Immerhin gehe es in Summe um EUR 750 Mrd. Eigene Verschuldung sei in den Statuten der EU zudem nicht vorgesehen, was Kritiker und Kläger (m/w/d) auf den Plan rufe. Das deutsche Bundesverfassungsgericht habe unerwartet scharf angeordnet, dass Bundespräsident Steinmeier das Gesetz vorerst nicht unterzeichne. Da andere EU-Mitglieder noch nicht so weit seien, sehe man hier derzeit keine Verzögerung.
Zudem habe ESM-Chef Klaus Regling zwei Dinge betont: Vor Sommer habe ohnehin niemand damit gerechnet, dass Geld aus Brüssel fließen würde. Dies entspräche dem angestrebten Zeitplan. Zudem schüfe die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, Einwände gegen das Programm zu prüfen, zwar ein Element der Unsicherheit. Jedoch habe Karlsruhe jedoch bereits in der Vergangenheit zugelassen, dass EU-Hilfsprogramme vorankämen. Wer nun neidisch Richtung USA blicke, dass das Programm dort mehr Power habe und es insgesamt schneller vorangehe, der liege richtig. Dies sei aber auch der Zuständigkeit, der Staatsform und der Größe geschuldet.
In einem Marktumfeld, in welchem Italien eine 50-jährige Anleihe nicht nur unfallfrei, sondern völlig überzeichnet platzieren könne (EUR 5 Mrd. generierten EUR 64 Mrd. Nachfrage), sei auch Platz für mehr: Die EU habe einen RfP für weitere EUR 5 Mrd. versendet. Zudem lade die KfW zu einem Global Investor Broadcast (non-deal related) am 22. April ein. Des Weiteren habe die EIB mehrere Banken beauftragt, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die die Möglichkeit einer ersten digitalen Anleiheemission prüfen solle. Es sei vorgesehen, dass die Anleihe auf EUR laute, registriert und über die Blockchain-Technologie abgewickelt werde. In den kommenden Wochen solle eine Reihe von Investorentreffen durchgeführt werden, beginnend am Donnerstag, den 15. April. Die EIB gilt nicht nur in unseren Augen als Vorreiterin für Innovationen auf den europäischen Fremdkapitalmärkten, so die Analysten der NORD/LB. Die Analysten der NORD/LB würden dabei an die ersten grünen und nachhaltigen Anleihen oder auch Bonds des Euro-Kurzfristzinses STR denken.
Unser Marktumfeld fällt in dieser Ausgabe aus bekannten Gründen etwas üppiger aus, da wir eine Publikation osterbedingt ausgesetzt haben, so die Analysten der NORD/LB. So sei es zu reichlich Mandatierungen gekommen, die sich nach und nach materialisiert hätten und der Fokus habe erstaunlich häufig auf ESG gelegen: Bevor der erste Deal überhaupt gepreist worden sei, sei es zu Mandatierungen des Baskenlandes (11y), BNG, KfW, Niedersachsen, Andalusien und dem RfP der EFSF gekommen. Das war ein bunter Strauß, den Auftakt mit harten Fakten machte jedoch NIESA: Unser größter Anteilseigner brachte eine 15-jährige Benchmarkanleihe (ISIN DE000A3E5KB3 / WKN A3E5KB) zu ms flat, so die Analysten der NORD/LB. Die Orderbücher hätten mehr als EUR 950 Mio. betragen. Gegenüber der Guidance (ms +1 Bp area) sei somit eine Einengung zu verzeichnen gewesen.
BASQUE habe eine elfjährige Nachhaltigkeitsanleihe (ISIN ES0000106726 / WKN A3KPH5) an den Markt gebracht und Interesse in Höhe von EUR 3,25 Mrd. generiert. EUR 1 Mrd. seien zum Zug gekommen (neun Basispunkte über den beiden interpolierten Referenzanleihen SPGB 0.1% 04/30/31 & SPGB 2.35% 07/30/33).
Nächster Bond (ISIN XS2332184212 / WKN A3KPLF) im Reigen sei von der Council of Europe Development Bank gekommen: EUR 500 Mio. für sieben Jahre als Social Inclusion (ms -14 Bp). Es sei eine leichte Überzeichnung festzustellen gewesen, woraufhin ein Basispunkt gegenüber der Guidance als Einengung möglich gewesen sei. Aus Berlin sei von der Investitionsbank ein Plain Vanilla-Bond (ISIN DE000A2YN1B4 / WKN A2YN1B) gekommen (EUR 500 Mio., 7y, ms -1 Bp). Der Bond sei doppelt überzeichnet gewesen.
Die spanische Region ANDAL habe in ihrer nachhaltigen Debütemission EUR 1 Mrd. (10y) eingesammelt. Nachfrage sei für mehr als EUR 2,6 Mrd. vorhanden gewesen. Wir planen ein Special zu den spanischen Regionen in einer der kommenden Ausgaben Ende April/Anfang Mai, so die Analysten der NORD/LB.
Ebenfalls aus dem Segment "Sustainability" sei die Anleihe (ISIN XS2332592760 / WKN A3KPNW) der BNG gekommen. Auf ihren Investorencall vor wenigen Tagen sei nun eine zwölfjährige Transaktion (EUR 2 Mrd.) zu ms -3 Bp gefolgt.
Die EFSF möchte im 2. Quartal EUR 7 Mrd. einwerben und habe nun EUR 4 Mrd. im fünfjährigen Segment begeben. Der Spread habe bei ms -10 Bp und die Orderbücher bei über EUR 18,2 Mrd. gelegen. Die Guidance sei bei ms -8 Bp area gestartet.
Ebenfalls mit einem Investorencall habe die Ile-de-France ihre Nachhaltigkeitsanleihe (ISIN FR0014003067 / WKN A3KPNQ) Anfang April beworben und erläutert. EUR 500 Mio. (WNG) hätten für sieben Jahre den Besitzer gewechselt. Eine Maximallaufzeit von zehn Jahren sei möglich gewesen, sodass sich die Emittentin hier für die kürzeste avisierte Laufzeit entschieden habe. 19 Basispunkte über den französischen OATS (FRTR 1% 05/25/27 & FRTR 0.75% 05/25/28) seien als Pick-up verzeichnet worden. Die Guidance habe bei OAT +23 Bp area gelegen.
Ein letzter Deal sei im Sub-Benchmarkformat gekommen: Die EUROFIMA habe EUR 250 Mio. für 20 Jahre an den Start (Green Bond) gebracht. Die Bücher hätten bei über EUR 1,2 Mrd. gelegen, sodass drei Basispunkte Einengung auf ms +17 Bp möglich gewesen seien. (Ausgabe 13 vom 14.04.2021) (14.04.2021/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 91,943 € | 91,891 € | 0,052 € | +0,06% | 16.04./17:58 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XS2331327564 | A289JL | 93,15 € | 90,85 € | |
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