SSA: Bundesland Niedersachsen hat 1 Mrd. EUR für sieben Jahre eingeworben


10.07.19 11:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Kaum waren letzte Woche neue Rekordtiefs bei -0,40% erreicht und unsere Publikation versendet, sackte die zehnjährige Bundrendite am Donnerstag auf das historische Tief von -0,409% ab, so Dr. Norman Rudschuck, CIIA bei NORD/LB.

Seitdem seien die Bewegungen volatil gewesen und hätten circa 7 Bp Richtung Nulllinie betragen.

In diesem Umfeld habe die EFSF Ende letzter Woche ihr RfP an die Bankengruppe gesendet. Am Montag habe sich herauskristallisiert, dass die Fazilität EUR 2 Mrd. in einer neuen zehnjährigen Anleihe (ISIN EU000A1G0EE0 / WKN A1G0EE) platzieren und ihre 2053er Laufzeit um EUR 1 Mrd. aufstocken möchte. Die Guidance habe für die kürzere Laufzeit ms -8 Bp area betragen, für den Ultralangläufer ms +25 Bp area. Letzterer fällt aufgrund der Laufzeit nicht unter die Kriterien des PSPP (31 Jahre) - noch nicht, wenn das Programm uns noch mindestens bis 2022 beschäftigen sollte, könnte man ergänzen, so die Analysten der NORD/LB. Die finalen Preise hätten bei ms -9 Bp bzw. ms +23 Bp gelegen. Damit seien drei Viertel des Fundingziels für das 3. Quartal bereits erledigt, EUR 1 Mrd. würden bis Ende September verbleiben.

Bereits letzten Mittwoch habe das Bundesland Niedersachsen EUR 1 Mrd. für sieben Jahre zu ms -9 Bp einwerben können. Die Rendite habe für den Deal bei circa -0,21% gelegen. Dennoch habe das Orderbuch auf über EUR 1,7 Mrd. ansteigen können.

Etwas auskömmlicher für Investoren sei der zehnjährige Green Bond von MuniFin gewesen. Zu einer Rendite von 0,053% habe KUNTA (ISIN XS2023679843 / WKN A2R4YN) ein Orderbuch von mehr als EUR 2 Mrd. erzielen können und EUR 500 Mio. zu ms -8 Bp, während die Guidance noch ms -5 Bp betragen habe. Da vorab klar "will not grow" kommuniziert worden sei, habe der Emittent besagte drei Stellen reinziehen können. Die größte Zuteilung habe es in Deutschland gegeben (31%), gefolgt von Frankreich (19%), Asien (12%) und den Benelux-Staaten (11%). Auf Investoren bezogen habe die Verteilung 34% für Zentralbanken, 30% für Banken, 20% für Versicherungen bzw. Pension Funds und 15% für Assetmanager betragen.

Ein sehr seltener Gast im Segment der Sub-Sovereigns seien die Azoren. Die autonome Region (BBB-/Ba1/-) habe ein Konsortium für die wunderliche Summe in Höhe von EUR 223,5 Mio. mandatiert. Dies wäre zugleich der größte ausstehende von vier Bonds und er hätte eine Laufzeit von zehn Jahren. Am gestrigen Nachmittag sei dann noch Berlin aktiv geworden und habe ein Konsortium für einen 20-jährigen Titel mandatiert (EUR 500 Mio., WNG). Da wir den kanadischen Pensionsfonds CPPIB nicht als Agency im herkömmlichen Sinne definieren, kommentieren wir den 30-jährigen Deal zu ms +25 Bp (EUR 1 Mrd.) nicht weiter, so die Analysten der NORD/LB.

Die Lage im Ländersegment sei relativ unverändert zu den Vorwochen: Generell gebe es nur sehr wenige Neuemissionen, die dann allerdings sehr gut nachgefragt seien. In der vergangenen Woche habe das Land Niedersachsen EUR 1 Mrd. im Siebenjahresbereich bei ms -9 Bp eingesammelt. Trotz der negativen Rendite habe diese Anleihe gut platziert werden können. Im Sekundärmarkt werde verstärkt auf noch positive Renditen geachtet, wobei damit nur Anleihen mit einer Laufzeit ab zehn Jahren infrage kämen. Für diese Woche habe sich das Land Berlin mit einer Laufzeit von über zehn Jahren angekündigt. (Ausgabe 27 vom 10.07.2019) (10.07.2019/alc/a/a)





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